Knittlingen, 1486: Der 8-jährige Johann wird von seiner Mutter liebevoll Faustus, der Glückliche, genannt. Dabei ist sein Leben alles andere als glücklich, ist er doch regelmäßig den Schikanen der anderen Kinder des Ortes und seines eigenen Vaters ausgesetzt. Doch ein Magier namens Tonio del Moravia prophezeit dem Jungen eine große Zukunft und nimmt ihn schließlich acht Jahre später bei sich auf. Doch Johann merkt schnell, dass mit Tonio etwas nicht stimmt und seine Absichten alles andere als redlich sind. Er kann fliehen und ab diesem Moment selbst entscheiden, was er mit seiner Zukunft anfangen will. Oder hat er längst einen Pakt mit dem Teufel geschlossen …?
Oliver Pötzsch wirft einen spannenden Blick auf die historische Figur des Johann Georg Faust, der etwa 1480 in Knittlingen geboren wurde und als Wunderheiler, Alchemist und Magier bekannt wurde. Er ist auch die Grundlage der beiden berühmten Tragödien Faust I und Faust II von Johann Wolfgang von Goethe. Ähnlich wie der große Dichter hat Pötzsch seinen Roman in zwei Teilen angelegt. Weiterlesen




Nebraska 1871. Pete Ferguson ist seit Jahren auf der Flucht. Er und sein jüngerer Bruder werden als Deserteure des Bürgerkriegs gesucht; die Bowman-Ranch, ihren Zufluchtsort, musste er verlassen, nachdem er einen Mann getötet hatte. Jähzorn, Beschützerinstinkt und unbedingter Gerechtigkeitssinn lassen ihn immer wieder gewalttätig werden. Er ist unter falschem Namen unterwegs, allein mit seinem Pferd Reunion. In den Plains schließt er sich einem Trupp von Bisonjägern an; die Bisons sind beinahe ausgerottet, die Jäger sind den letzten Tieren auf der Spur. Einer von ihnen erzählt Pete vom Äquator, dieser Linie, die man überschreiten muss, um auf die andere Seite der Erde zu gelangen, wo die Menschen auf dem Kopf gehen und das Wasser die Flüsse hinauf fließt. In Petes Vorstellung könnte das Überschreiten des Äquators seine Erlösung bedeuten, das Ende der Gewalt, den Anfang von Gefühlen.


Erinnerungen an den Morgen. Das ist natürlich nicht das beste Alibi. Doch auch ihr Onkel kann nicht nachweisen, wo er zum Tatzeitpunkt war. Und die Tür zum Haus, sonst immer abgeschlossen, war an diesem Morgen offen. Fragen über Fragen.