Paula Hawkins: Girl on the Train

trainRachel fährt mit dem Zug jeden Tag zweimal dieselbe Strecke ab, einmal morgens, einmal abends. Dabei beobachtet sie die Häuser am Gleisrand. Eines fällt ihr immer besonders ins Auge. Hier wohnt ein Ehepaar, das sie Jason und Jess getauft und dessen Leben sie sich jedes Mal ausmalt. An einem Freitagmorgen sieht Rachel Jess mit einem anderen Mann im Garten. Abends ist sie verschwunden und ihr Gesicht taucht plötzlich in der Zeitung auf. Eigentlich heißt sie Meghan und ihr Mann Scott hat sie als vermisst gemeldet. Rachel glaubt, zu den Ermittlungen etwas beitragen zu können. Doch an ihr nagt auch eine Unsicherheit: Sie war zum Zeitpunkt von Meghans Verschwinden selbst in dem kleinen Ort, um ihren Exmann aufzusuchen. Da sie stark alkoholisiert war, erinnert sie sich an Vieles nicht mehr. Was ist in der Nacht geschehen? Weiterlesen

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Günter Grass: Vonne Endlichkait

grassDas ist es also. Das leider letzte Buch von Günter Grass. Mit 96 Gedichten und Geschichten vom Dreizeiler bis zur Kurzgeschichte, und 64 Zeichnungen verabschiedet sich der Literaturnobelpreisträger von seinen Lesern. Sein Buch „Vonne Endlichkait“ ist ein Geschenk.
Schon 2006 hat Grass, damals 79 Jahre alt, begonnen, sein Leben zusammenzufassen und alle Geheimnisse, auch seine Mitgliedschaft bei der Waffen-SS, zu lüften. Drei Biografien und ein Künstlerbuch sind daraus geworden. Weiterlesen

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Edan Lepucki: California

caliWie sieht eine Zukunft aus, in der durch Krankheiten und Krieg die Menschheit dezimiert worden ist? Nutzen die Überlebenden die Chance, ein neues, lebenswertes System aufzubauen? Wie geht man mit der Beschaffungskriminalität um, wenn Energie und sauberes Trinkwasser knapp geworden sind? Haben Reiche und Arme die gleichen Rechte?
Frida und Cal haben die Flucht aus dem zerstörten L. A. gewagt. Besser im Wald leben, sagen sie sich. Besser weg von allem, was krankmacht. Im Wald soll es Piraten geben, die rauben und morden. Trotzdem wagen sie ihr Glück und finden es. Für kurze Zeit. Weiterlesen

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Richard Flanagan: Der schmale Pfad durchs Hinterland

landEin äußerst beeindruckender Roman kommt vom australischen Autor Richard Flanagan: „Der schmale Pfad durchs Hinterland.“ Hat man ihn gelesen, versteht man sofort, warum das englischsprachige Original 2014 mit dem renommierten britischen Booker-Prize ausgezeichnet worden ist.

Im Mittelpunkt stehen die menschenunwürdigen Zustände australischer Kriegsgefangener im Zweiten Weltkrieg, die für die Japaner eine Eisenbahnlinie von Siam nach Burma bauen mussten – und dabei wie die Fliegen starben. Weiterlesen

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Sheelagh McErin: Das Haus der Masken

sheeRache ist bekanntlich ein Gericht, das man kalt genießen sollte. Der durch einen Anschlag schwer gezeichnete Ash van Lyden plant seine Rache über viele Jahre hinweg wie einst der Graf von Monte Christo. Gegner sind ein einflussreicher Geschäftsmann und seine Söhne. Seit langem sucht Ash einen Lockvogel und hat dafür geeignete Huren von der Straße weggekauft. Keine von ihnen kehrte zurück. Keine von ihnen war die Richtige für seine Pläne. Zur gleichen Zeit werden immer mehr Leichen gefunden, die alle schwerste Misshandlungen und Verstümmelungen aufweisen. Weil es sich nur um tote Huren handelt, hat der Täter zwar einen pressetauglichen Namen, aber keine an der Aufklärung interessierten Polizisten. Weiterlesen

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Luigi Trucillo: Die Geometrie der Liebe

liebeZentrales Thema von diesem kleinen, aussagekräftigen Roman ist eine Liebe, die chancenlos und ohne Zukunft bleibt, weil die Eifersucht stets die Oberhand gewinnt.
Bereits der Eingangssatz „Der Fuchs weiß viele Dinge, aber der Igel weiß eine große Sache“ und das nachfolgende Eingeständnis, die Bedeutung dieses Spruchs zu spät verstanden zu haben, lässt erahnen, dass der Autor im Handlungsablauf in der Tiefe schürfen wird.

Die Protagonisten sind ein Zeitungsarchivar und eine Sinologin, die sich während einer Schiffsüberfahrt von Italien nach Griechenland kennen und lieben lernen. Weiterlesen

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Angela Steidele: Rosenstengel: Ein Manuskript aus dem Umfeld Ludwigs II.

roseAnastasius Rosenstengel ist „ein Weibsbild in Hosen“.
Eigentlich ist Rosenstengel eine Frau, nämlich Catharina Linck, doch er/sie erfindet das eigene Leben neu, ändert mehrmals Geschlechts- und Religionszugehörigkeit und greift somit in das eigene Schicksal ein. So wird aus dem armen Waisenkind Catharina ein männlicher Prophet, Soldat und Liebhaber „schöner Weibesmenschen“.
Die Gründe für den Wechsel von Rosenstengels Geschlechtsidentität sind unterschiedlich: Als Soldat (1705-1711) rettet sie das Frausein vor dem Todesurteil, als sie als Deserteur angeklagt wird. In Halberstadt heiratet sie dann 1717 als Anastasius Rosenstengel Catharina Margaretha Mühlhahn. Weiterlesen

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Jonathan Franzen: Unschuld

unschuldJonathan Franzen kann schreiben, über was er will – hervorragend ist es immer. Der 1959 geborene Amerikaner arbeitet in einer höheren Liga als 99 Prozent seiner schriftstellernden Zeitgenossen. Es ist unglaublich, wie psychologisch genau, wie plastisch, wie nachvollziehbar und wie fein er seine Figuren zeichnet.

In seinem neuen Werk „Unschuld“, das erfreulicherweise schon fünf Jahre nach „Freiheit“ erscheint (zwischen den „Korrekturen“ und „Freiheit“ hatten neun Jahre gelegen), verfolgt der Autor seine Figuren wieder über mehrere Jahrzehnte. Weiterlesen

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Kathrin Aehnlich: Wenn die Wale an Land gehen

walAls Roswitha als Studierende endlich einen Weg gefunden hat, von zu Hause auszuziehen, weg von der auf Hochglanz polierten Kleinbürgerlichkeit, lernt sie für ein paar Jahre einen Hauch von Freiheit kennen und Mick lieben. Kunst, Literatur, der Geist von Woodstock und Partys mit reichlich Alkohol werden für die Clique um Mick und Roswitha wichtiger als strebsames Lernen. Viel zu schnell wird sie nach ihrem „erfolgreichen“ Studienabschluss in das Erwerbsleben der DDR integriert, in dem fast alles von Seiten der Behörden auf Antrag zugeteilt wird. Roswitha spielt ihre Rolle als „Werkschaffende“, heiratet und gründet eine Familie. Mick dagegen, für diese Art von Anpassung unfähig, verschwindet aus ihrem Blickfeld. Weiterlesen

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Carl Frode Tiller: Kennen Sie diesen Mann?

carlsEinem Roman aus Norwegen liegt ein interessantes Konzept zugrunde. Jemand namens David, der aber im gesamten Roman nur indirekt in Erscheinung tritt, hat sein Gedächtnis verloren.

Um ihm auf die Sprünge zu helfen, sollen ihm nahe stehende Menschen Briefe schreiben, in denen sie ihm aus seinem Leben erzählen. Freund Jon, Stiefvater Arvid und Freundin Silje tun das, sodass sich das Buch in drei Teile gliedert. Die werden aber nicht nur von den Briefen selbst gebildet, sondern auch von Episoden aus der Gegenwart dieser Menschen, was die Idee verwässert. Weiterlesen

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