Karoline Adler: Schneefrei: Die schönsten Wintergeschichten

schneeWinterfreunde und Schneefeinde werden Spaß haben am Kurzgeschichtenband „Schneefrei“, in dem 22 Autoren von der Adventszeit und Silvester erzählen. Vom Krimi bis zur Liebesgeschichte ist alles dabei.
Der große Erzähler Siegfried Lenz ist mit einem Unfall beim Bleigießen in der Silvesternacht vertreten; Jan Weiler mit einer Geschichte vom Skifahren mit den Kindern in der Schweiz. Zu den schönsten Geschichten gehören die von Eugen Roth über Schneefreuden, wie sie früher waren und Alex Capus, der ins Paris des 18. Jahrhunderts entführt. Und Elke Heidenreich schreibt einen Brief an Alban und wandelt auf den Spuren von Komponisten in Wien. Schöne Geschichten zum Vorlesen an den Feiertagen sind alle Erzählungen.

Karoline Adler: Schneefrei: Die schönsten Wintergeschichten.
dtv, September 2015.
272 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Toni Jordan: Neun Tage

tageAlles beginnt mit einem Foto auf dem ein junges Paar auf dem überfüllten Bahnhof in Melbourne abgebildet ist: Er – ein Soldat, beugt sich weit aus dem Zugfenster. Sie – auf den Schultern eines anderen Mannes auf dem Bahnsteig, reckt sich dem Soldat entgegen. Es ist eine unter vielen Abschiedsszenen in der Zeit um den zweiten Weltkrieg. Doch genau diese Ablichtung in der Melbourner Tageszeitung inspirierte die Autorin Toni Jordan dazu, diesen Roman zu schreiben. Weiterlesen

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Stefan Nink: Sonntags im Maskierten Waschbär

waschIn „Sonntags im maskierten Waschbär“ schickt Autor Stefan Nink seinen Helden Siebeneisen bereits auf die dritte Weltreise. Siebeneisen ist ein ehemaligen Lokalredakteur aus Oer-Erkenschwick, der sich mittlerweile zum Fachmann im Auffinden von allem Verschwundenen gemausert hat. „Donnerstags im Fetten Hecht“ und „Freitags in der Faulen Kobra“ hießen seine vorherigen Abenteuer. Weiterlesen

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Regine Kölpin: Oma zeigt Flagge

omaRegine Kölpin ist Friesin und Krimiautorin, aber bei „Oma zeigt Flagge“ präsentiert sie uns den herrlichen trockenen friesischen Humor.
Verschwindet ein Geburtstag, wenn man fest genug nicht an ihn denkt? Oma Jette genießt ihr postfamiliäres Dasein (glaubt sie jedenfalls) und plant, ihren 60. einfach zu ignorieren. Enkelin Marie plant derweil eine Geheimoperation. Was Jettes Jugendliebe Günther plant, als er sich samt Scheidungs-Hamster Emma bei ihr einquartiert, ist ungewiss. Sicher ist nur, dass Jettes Leben plötzlich gehörig kopfsteht. Weiterlesen

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Nele Löwenberg: Sommer der Wahrheit

neleNebraska, um 1990 rum: Die junge Sheridan Grant hat es nicht leicht und doch besser, als sie es hätte haben können. In jungen Jahren von einer wohlhabenden Bauernfamilie adoptiert, kämpft sie um Anerkennung und ihren eigenen Willen, so wie es viele Teenager tun. Die Strukturen ihrer Familie scheinen festgefahren und zur Selbstentfaltung ist für das Mädchen kaum Platz. Kein Wunder also, dass sie rebelliert, sich mit Gleichaltrigen abgibt, die ihre Eltern nicht billigen und ihre Nase in allerhand Angelegenheiten steckt, die sie nichts angehen. Doch dabei begibt sie sich in diesem Sommer in größere Gefahr als ihr bewusst ist. Weiterlesen

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Stephanie Jana & Ursula Kollritsch: Das Jahr des Rehs

jahr17 Jahre lang hatten sich die Freundinnen Bella und Bine aus den Augen verloren, dann sucht die Journalistin Bella nach der Architektin Bine. Zwei Jahre lang schreiben die 40-Jährigen sich nun Emails.
Stephanie Jana (Bine) und Ursula Kollritsch (Bella) lassen die Leser ihres Gemeinschaftsbuches „Das Jahr des Rehs“ teilhaben an ihrem Leben. Nach 254 Seiten ist Bine geschieden und Bella hat ihre alte Liebe zurückerobert. Eigentlich war der Plan für das Projekt zunächst, nur ein Jahr Emails auszutauschen, aber die Autorinnen haben weitergemacht, weil sie so viel Spaß an dem fiktiven Briefwechsel hatten.
Den hat der Leser nicht immer; es sind viele Belanglosigkeiten, die die Freundinnen austauschen; wie ein Briefroman aus dem 19. Jahrhundert funktioniert das Buch nicht, dafür bleibt die Erzählperspektive zu ein- bzw. zweiseitig.

Stephanie Jana & Ursula Kollritsch: Das Jahr des Rehs.
List, Juni 2015.
272 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Ivonne Keller: Lügentanz

tanzMichaelas Leben gerät durch eine einzige Frage aus dem Gleichgewicht. „Liebst du mich noch?“, fragt sie ihren Partner David. Und der antwortet gleichgültig, dass er dies nicht mehr tue und sich trennen wolle. So schnell kann das gehen! Minuten später bestreitet David, dass das Gespräch überhaupt stattgefunden habe und es kommt heraus, dass Michaela einen wichtigen Anruf, den sie Stunden zuvor erhalten haben soll, einfach vergessen haben muss. Kann es sein, dass ihre Aussetzer zurück sind? Dass sie sich erneut nicht an bestimmte Dinge erinnert? Aber das Gespräch mit David hat doch sicher stattgefunden … Michaela beschließt, ihre Familie allein zu lassen und sich zurückzuziehen, um Klarheit für ihr eigenes Leben zu gewinnen. Weiterlesen

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Jo Platt: Herz über Kopf

plattZwei Schicksalsschläge muss Rosalind, die Heldin in Jo Platts Roman „Herz über Kopf“ verkraften: Bei ihrer Hochzeit flüchtet ihr Bräutigam beim Einzug der Braut aus dem Fenster der Sakristei, und später überfährt ihr Nachbar ihren Goldhamster mit dem Rasenmäher. Ihren Job verliert Rosalind auch.
Aber viel mehr passiert auch nicht im Leben von Rosalind und ihren Freunde. Die britische Autorin schreibt einen leichten, sommerlichen Liebesroman– natürlich werden Rosalind und Nachbar Daniel am Schluss ein Paar, und auch dem Ex- Bräutigam verzeihen alle.
Man hat den Hit „Herz über Kopf“ von Joris beim Lesen ständig im Kopf, aber das hilft über die Schwächen des Buchs kaum hinweg.

Jo Platt: Herz über Kopf.
rororo, Mai 2015.
368 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Lori Nelson Spielman: Nur einen Horizont entfernt

nelsAls Hannah Farr von einer ehemaligen Mitschülerin, die sie in der Schule lange Zeit gemobbt hat, zwei Versöhnungssteine erhält, verändert sich ihr Leben schon bald maßgeblich. Fiona Knowles, die die Steine erfunden und Hannah derart drangsaliert hat, will eine Kette der Vergebung auslösen. Den einen Stein soll man zurückschicken an den Absender als Zeichen, dass man vergeben hat. Den anderen soll man gemeinsam mit einem neuen Stein an jemanden, dem man selbst Schaden zugefügt hat und den man nun um Vergebung bittet. Hannah verbannt die Steine wochenlang in die hinterste Ecke einer Schublade und holt sie erst wieder heraus, als sie ein Exposé für einen neuen Job bei einem anderen Fernsehsender haben will. Doch sie bittet die Falsche um Vergebung. Wäre es nicht viel wichtiger, ihre Mutter, die sie seit 16 Jahren nicht gesehen hat, um Vergebung zu bitten? Weiterlesen

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Charlotte Roche: Mädchen für alles

charNach ihren Romanen „Feuchtgebiete“ und „Schoßgebete“, hat die 37-jährige Kölnerin Charlotte Roche ein neues Buch geschrieben, von dem man sich fragt, warum das in den Bestsellerlisten steht. In „Mädchen für alles“ geht es um lesbische Liebe.
Heldin Christiane Schneider ist eine junge Mutter, die von ihrem Kind wenig wissen will. Also stellt sie Kindermädchen Marie ein, und das wird dann nach allen Regeln der Kunst verführt. Weiterlesen

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