Juliet Ashton: Immer wieder du und ich

duKate liebt Charlie, seit sie fünf Jahre alt ist. Sie kommen zusammen, aber Charlie heiratet Kates Cousine und beste Freundin Becca. Eine Geschichte von Trennungen, Fremdgehen und vielen Verletzungen erzählt die irische Autorin Juliet Ashton in ihrem Liebesroman von „Immer wieder Du und ich“. Und eine von Hochzeiten, Partnertausch, untergeschobenen Kindern und vertauschten Briefen. Aber auch eine vom Traum, dass es sich lohnt, für eine große Liebe zu kämpfen und auf eine zweite Chance zu hoffen.
An die Romane ihrer Landsfrau Cecelia Ahern erinnern die Bücher von Juliet Ashton. Geschrieben ist dieser Roman sensibel, und es bleibt spannend, ob Kate und Charlie ein Paar werden oder nicht. – Ein tolles Sommerbuch.

Juliet Ashton: Immer wieder du und ich.
rororo, Januar 2016.
400 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Kerry Howley: Geworfen

kerryDies ist ein überraschendes und allein schon deshalb erfrischendes Buch. Es stellt etwas in durchaus positivem Licht dar, das Menschen, die Bücher lesen, gemeinhin wohl eher ablehnen: Mixed Martial Arts – die Kunst, sich in Käfigen vor Publikum zu verprügeln. Nicht selten, bis einer der Teilnehmer blutüberströmt und bewusstlos auf der Matte liegt.

Die Philosophin Kit, aus deren Perspektive das Buch geschrieben ist, langweilt sich maßlos bei einer Phänomenologie-Konferenz. Weiterlesen

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Heinz Strunk: Der Goldene Handschuh

strungSeit Feuerwehrleute im Juli 1975 bei Löscharbeiten in einer Ottenser Mansardenwohnung auf Säcke mit Leichenteilen stießen, gehört Fritz Honka zu den Gruselgestalten der deutschen Nachkriegszeit. Dass sein Name auch heute noch ein Begriff ist, dürfte weniger an den ihm zugeschriebenen vier Morden liegen als an den Begleitumständen: Der Hilfsarbeiter und Nachtwächter hatte die Leichen seiner Opfer nicht nur zerstückelt, sondern in der Abseite der eigenen Wohnung verstaut, lebte also über Jahre mit ihnen zusammen, der Verwesungsgestank eher unzulänglich überdeckt mit Klosteinen und Raumspray. Weiterlesen

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Katie Marsh: Die Liebe ist ein schlechter Verlierer

Die Liebe ist ein schlechter Verlierer von Katie MarshHannah will Ehemann Tom verlassen, frei sein, nach Afrika gehen. Doch bevor sie ihm das sagen kann, erleidet er einen Schlaganfall. Die Britin Katie Marsh hat aus dieser Geschichte einen berührenden Roman gemacht. In „Die Liebe ist ein schlechter Verlierer“ erzählt sie, wie Menschen ihre Träume aufgeben und dass Liebe stark genug sein kann, Freiheit zu schenken.
Hannah bleibt bei Tom, aber die Gedanken der Lehrerin sind woanders. Der Schlagabfall hat das Leben von allen verändert. Manchmal episch, weit ausholend, erzählt die Autorin, die mit Schlaganfallpatienten gearbeitet hat, von Toms Kampf zurück ins Leben. Der Schluss lässt Hoffnung: Hannah reist nach Tansania, aber die Liebe siegt. Lesenswert, besonders für Freunde und Angehörige von Schlaganfallpatienten.

Katie Marsh: Die Liebe ist ein schlechter Verlierer.
Diana, März 2016.
416 Seiten, Taschenbuch, 12,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Tomás González: Was das Meer ihnen vorschlug

meerBereits nach wenigen Zeilen weiß man: Diese Geschichte kann keinen guten Verlauf nehmen. So wird der Autor nicht müde, seine Figuren auch im weiteren Fortgang das dramatische Geschehen, das sich weit draußen auf dem Meer entwickelt, vorhersehen zu lassen. Vielleicht bleibt die Spannung eben deshalb erhalten.

Die sechsundzwanzigjährigen Zwillinge Javier und Mario leben in einem kleinen Fischerdorf in Kolumbien. Um Eintönigkeit und Widrigkeiten des Alltags zu entfliehen, nehmen sie Drogen. Weiterlesen

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John Irving: Straße der Wunder

wundIn seinem 770-Seiten-Wälzer „Straße der Wunder“ hat John Irving zu alter Fabulierlust zurückgefunden: Ähnlich wie etwa in „Das Hotel New Hampshire“ erfindet er viele kleine makabre, skurrile und oft so witzige Begebenheiten, dass man beim Lesen lauthals lacht.

Die Geschichte beginnt mit zwei Halbwaisen, die auf einer Müllkippe in Mexiko aufwachsen. Das Mädchen, Lupe, kann zwar die Gedanken anderen Menschen lesen, hat aber Probleme beim Sprechen. Weiterlesen

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Juli Zeh: Unterleuten

zeh Endlose Weiten aus Weizenfeldern und Wäldern, seltene Vögel, intakte Natur: Das Leben im brandenburgischen Unterleuten könnte so schön sein – wenn man nicht unter Leuten wäre …
Hundert Kilometer abseits des Berliner Speckgürtels, von Presse und Politik vergessen, ohne Breitband-Internetanschluss und Kanalisation, führen die 200 Einwohner des Ortes ein anarchisches Leben, in dem Gefälligkeiten mehr wert sind als Geld. Weiterlesen

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Alain Monnier: Die wunderbare Welt des Kühlschranks in Zeiten mangelnder Liebe

monManchmal genügt eben ein kleines Steinchen um eine Lawine loszutreten. Im vorliegenden, hoch unterhaltenden Büchlein, ist ein kaputtes Kühlschrankthermostat daran schuld, dass sich international operierende Geräteproduzenten auf Grund von kleinen sprachlichen Verwechslungen und/oder versehentlich falsch ausgefüllten Formularen, bzw. nicht richtig wider gegebene Telefononlinebeschwerden, völlig verrückt machen lassen. Und, im besten Willen alles richtig zu machen zu wollen, bzw. alles zu tun, was sich irgendwie karrierefördernd auswirken könnte, sind kleine und mittlere Angestellte auf den verschiedensten Ebenen (in der Welt) mit rotem Kopf eifrig unterwegs, um irgendwas zu regeln. Weiterlesen

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Robert Kisch: Glück

glueck„Robert Kisch“ ist das Pseudonym für einen ehemals renommierten Journalisten, der seinen Job verlor und fortan als Verkäufer in einem Möbelhaus arbeitete. Dass dieser Mann sich so nennt wie der wohl berühmteste Vertreter des Journalismus, Egon Erwin Kisch, der Anfang des 20. Jahrhunderts für Furore sorgte, lässt zumindest aufhorchen. Haben wir es hier mit einem sehr ausgeprägten Selbstbewusstsein zu tun, oder ist das (sympathische) Selbstironie? Weiterlesen

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Sebastian Niedlich: Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

todDer siebenjährige Martin hat eine seltsame Gabe: Er kann den Tod sehen, bevor dieser zu Werke geht. Genauer: Bevor dieser mit einem Kescher die Seele einfängt, welche als Schmetterling aus dem Mund des Toten flattert. Ansonsten ist Thanatos ein sympathischer Kerl – optisch Anfang Dreißig, ein wenig blass um die Nase, die Stimme eine Mischung aus Barry White und Peter Lustig. Weiterlesen

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