Nora ist untröstlich. Ihre Granny Elisabeth ist tot. Nie mehr wird sie mit ihrem roten Mini durch Hannover fahren, nie mehr werden sie zusammen Darjeeling trinken. Fast ihr ganzes Leben lang hat sie Nora begleitet und war für sie – obwohl sie eigentlich „nur“ ihre Großtante war – die beste Oma, die sie sich vorstellen kann. Sie beschließt, so schnell wie möglich Grannys verwaiste Wohnung auf- und auszuräumen, in der Hoffnung, dass sie dann besser Abschied nehmen kann.
In Elisabeths „Erinnerungsschrank“ findet Nora ein golden glänzendes Kleid, das ihr wie angegossen passt. Eigentlich gar nicht ihr Stil, aber sie fühlt sich darin wohl und Elisabeth nah. Deshalb trägt sie es bei einem Ball im Kuppelsaal, bei dem sie sich mit einem wichtigen Kunden treffen möchte. Doch das Kleid scheint es in sich zu haben: Als Nora sich kurz auf einer Bank vor dem Saal ausruht, schläft sie ein und als sie aufwacht ist alles anders. Nur sie selbst nicht.
Und so reist die Leserin (und vielleicht auch der ein oder andere Leser) gemeinsam mit Nora ins Jahr 1959. Eine Zeit, in der die Frauen Tonnenmäntel und Blumengartenhüte tragen und ein Date noch Rendezvous heißt, in der ein Kuss im Park noch ein öffentliches Ärgernis und Toast Hawaii die Erfindung des Jahres ist. Weiterlesen








erger wirklich gegeben haben, hat er es als Schriftsteller zumindest nicht ins Internet geschafft und außerdem könnte man beim sonstigen Aufbau des Buches über die Einstufung als „Roman“ diskutieren. Somit blieb mir der Sinn der Realitätsbehauptung verschlossen.