Schon in frühester Jugend hat der Sanitäter Bruce eigene Grenzerfahrungen gemacht. Als er nun einen toten Jungen vor sich sieht, weiß er gleich, dass es sich keinesfalls um Selbstmord handeln kann. Seine Gedanken schweifen zurück in seine eigene Kindheit und Jugend. Mit dem großen Zeitabstand und seiner jetzigen Lebenserfahrung kennt er nur zu gut die Gefahren, das Überschätzen, das Ausreizen, das Spiel mit dem Tod. War doch die Zeit seines eigenen Heranwachsens ausgefüllt gewesen von einem unstillbarem Hunger und Sehnen, dem ständigen Austesten der Grenzen, dem Hype nach Glück, Tempo, Adrenalin und einem Schaudern vor einer unbestimmten stillen Todessehnsucht.
Damals lebte er mit seinen Eltern in Sawyer, einem öden australischen Kaff, alle nannten ihn Pikelet. Zuerst war da nur die Wette, so lange wie möglich den Atem anhalten zu können. „Beide liebten das Gefühl, ganz leicht im Kopf zu werden und nicht mehr auftauchen zu wollen, die Halluzinationen, die damit einhergehen.“ (eBook S. 4). Dann begeistern Pikelet und Loonie sich fürs Surfen. Immer wagemutiger nehmen die beiden Freunde den Kampf gegen immer gefährlichere Meereswellen auf. Der ersehnte und damit einhergehende Kick bestimmt bald ihr gesamtes Leben. Dabei liefern sich die beiden Jungen immer wieder der nicht berechenbaren Naturgewalt aus. Weiterlesen








