Sarah Bestgen: Safe Space

Sadisten, Psychopathen, Serienmörder – die forensische Psychologin Anna Salomon weiß um die dunklen Abgründe der menschlichen Natur. Sie gilt als Ausnahmetalent in der Behandlung von Straftätern und ist bekannt dafür, die undurchdringlichsten Fassaden zu durchschauen. Doch niemand ahnt, was sich hinter ihrer eigenen verbirgt. Denn ausgerechnet in den Mauern eines Hochsicherheitsgefängnisses jagt Anna ihrer ganz persönlichen Heilung hinterher. Auf der Suche nach der Wahrheit ist sie bereit, alles zu riskieren. Nur: Sie ist nicht die Einzige, die ein gefährliches Spiel spielt. Jemand spielt mit – der Einsatz ist Annas Leben.

Wer durchgehende Spannung und viele Wendungen liebt, der ist bei diesem Buch richtig. Von Seite eins an war ich direkt in der Geschichte und konnte das Buch nur noch schwer zur Seite legen, als ich begonnen hatte.

Erzählt wird das Buch aus drei Perspektiven und auch auf drei verschiedenen Zeitebenen. So wurden alle Charaktere besonders greifbar, und es gab die nötige Abwechslung beim Lesen; die Spannung wurde intensiviert. Die Tagebucheinträge von Sina über ihre toxische Beziehung waren so intensiv, ich hätte sie gern wachgerüttelt und ihr gesagt, sie solle endlich aufwachen und alles beenden. Annas verzweifelte Suche nach Antworten war mehr als verständlich, und der Druck steigt durch die geheimnisvollen Botschaften. Leons Leid als Kind und sein verschlossener Charakter als Erwachsener gingen mir richtig unter die Haut, sodass ich manchmal innehalten und erst einmal schlucken musste. So viel emotionale Wucht gab es in diesem Thriller.

Sarah Bestgen hat einen guten Flow beim Schreiben, der das Lesen angenehm macht. Zusätzlich schreibt sie mit so viel Spannung, dass man das Buch einfach in einem Rutsch durchlesen muss. Ihr Schreibstil ist besonders, und sie wählt gekonnt die richtigen Worte.

Das Ende war für mich absolut nachvollziehbar und kam mit unerwarteten Entwicklungen. Manchmal ist es schade, dass man bei einer Rezension nicht zu viel verraten kann, um nicht zu spoilern.

Insgesamt habe ich dieses Buch geliebt und werde die Autorin auf jeden Fall weiter im Auge behalten.

Sarah Bestgen: Safe Space
Lübbe, November 2025.
400 Seiten, Paperback 17,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Katja Plattner.

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