Die Originalausgabe von „Tage des Verlassenwerdens“ erschien bereits 2003 und ist Elena Ferrantes zweiter Roman. Schon nach wenigen Zeilen ist man gefangen in der traurigen Geschichte mit einer unglücklichen Protagonistin, die bis zum Ende nicht mehr loslässt.
Diesmal nimmt Ferrante uns mit in die Tiefen des Gemütszustandes einer verlassenen Frau. Die achtunddreißigjährige Olga lebt mit ihrer Familie in Turin. Mit ihrem Mann Mario ist sie seit fünfzehn Jahren glücklich verheiratet, die beiden haben zwei Kinder, einen Hund, eine schöne Wohnung. Olgas Leben und das ihrer Familie ist intakt, bis Mario sich für eine jüngere Frau entscheidet und die Familie verlässt. Damit bricht eine Welt für Olga zusammen, denn damit hatte sie niemals gerechnet. Von einem Tag auf den anderen steht sie mitten in einem Scherbenhaufen. Von nun an durchlebt Olga einen schmerzhaften Prozess, bei dem die Leser alle Stationen ihrer Krise, das ganze Elend physischer und psychischer Zerrüttung in ihren Einzelteilen mitfühlen. Weiterlesen

Der in Frankreich lebende chinesische Autor Dai Sijie ist 2001 durch seinen später auch verfilmten Roman „Balzac und die kleine chinesische Schneiderin“ bekannt geworden. In seinem neuesten Werk „Die lange Reise des Yong Sheng“ widmet er sich dem Leben seines Großvaters, der zum ersten christlichen Pastor der chinesischen Stadt Putian wurde.




„Der letzte Sommer in der Stadt“ von Gianfranco Calligarich ist im Original bereits 1973 erschienen und hat sich in Italien seither zu einer Art Kultroman entwickelt. Literaturzirkel diskutieren ihn, Studenten schreiben Seminararbeiten über ihn. Nun ist er endlich auch auf Deutsch erschienen.