Jennifer Benkau: Fairie Golden Town: Die Prinzessin der Diebe

Der Krieg zwischen den Menschen und den Fairies ist vorbei – einen wirklichen Sieger gab es, wie so oft in einer Auseinandersetzung, nicht.

Dies ist die Geschichte von einer Fairie, einem Gangsterboss, einer Diebin und letztlich einer Stadt.

Liverpool hat den Krieg weit besser überstanden, als viele andere Metropolen. Ein Lord Mayor wurde über die Stadt eingesetzt, beherrscht aber wird diese von den Skysons, einer Verbrecherdynastie der Samuel Everett vorsteht. Mit harter, aber auch gerechter Hand sorgen sie dafür, dass in der Küstenstadt Ordnung herrscht.

Bria O´Toole stammt aus einer Diebesfamilie. Doch noch hat sie, trotz bester Ausbildung in ihrer Profession, keinen wirklich herausfordernden, schon gar nicht außergewöhnlichen Diebeszug hingelegt. Dies soll, das muss sich ändern.
Bria macht sich auf nach Liverpool – der Plan, so simpel wie riskant – dem Unterweltboss seinen Siegelring, mit dem dieser all seine Opfer, bevor er sie ermordet zeichnet, zu entwenden. Das Dumme dabei – der Typ sieht nicht nur gut aus, er hat auch Charisma und das gewisse Etwas …

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Sophie Lark: Kingmakers: Jahr Drei

Nachdem ich Zoes jüngere Schwester Cat bereits im Band Zwei der „Kingmakers“ von Sophie Lark kennengelernt habe, steht sie im dritten Jahr um das Mafia-College im Fokus. Cat ist schüchtern und möchte bloß nicht auffallen, doch in ihr schlummert mehr. Viel mehr, wie ich irgendwie vermutet hatte. Das zumindest hat sich dann nach den ersten Kapiteln herausgestellt. Als männlicher Protagonist steht Dean Yenin in Jahr Drei im Vordergrund. Der selbstbewusste, düstere Dean und die schüchtern wirkende Cat? Ja. Und die Kombination dieser beiden Charaktere ist tatsächlich ziemlich gut gelungen. Ich würde sogar sagen, perfekt. Dabei wurden die näheren Details zu beiden Protagonisten in meinen Augen als bildhaft geschildert. Insbesondere, was die Vergangenheit von Dean anbelangt.

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Ana Huang: The Striker

Die Geschichte von Scarlett und Asher war einzigartig und voller Emotionen, ich habe sie geliebt.

Asher Donovan ist eine Legende – der Liebling der Premier League und der beste Fußballer der Welt. Doch die Teilnahme an illegalen Autorennen und der kürzliche Wechsel mitten in der Saison haben seinen Ruf angekratzt. Und als seine Rivalität mit einem Mannschaftskameraden dazu führt, dass sein neues Team die Meisterschaft verliert, werden er und sein Kontrahent zu einem gemeinsamen Training während der Sommerpause verdonnert. Das Problem? Bei der Trainerin handelt es sich nicht nur um die Frau, die er kurz zuvor in seinem Lieblingspub kennengelernt und die ihn auf den ersten Blick fasziniert hat, sondern Scarlett DuBois ist auch die Schwester seines Rivalen – und damit absolut tabu.

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Lukas Maisel: Wie ein Mann nichts tat und so die Welt rettete

Über das, was in der Nacht des 26. September 1983 geschah, durfte Stanislaw Petrow nie sprechen. Später haben andere geredet, und es gab Berichte hierüber. Letztendlich hat nur einer den Preis dafür gezahlt, dass es nicht zu einem dritten Weltkrieg gekommen ist. Seit diesem Tag sterben die Menschen nach wie vor aus anderen Gründen, aber nicht durch eine Atombombe.

„Manche Menschen streben nach Macht. Sie wollen Millionen ihren Willen unterwerfen und Geschichte schreiben. Andere Menschen … tun Tag für Tag gewissenhaft ihre Arbeit – und finden sich in einer Situation wieder, in der sie über die Zukunft der Menschheit entscheiden müssen.“ (S. 10)

Der in Zürich geborene Autor Lukas Maisel kam über Umwege zum Schreiben. Die Macht des Wortes erfuhr er jedoch schon viel früher, als er eine Lehre zum Drucker absolvierte. Danach studierte er Literatur, und seit 2020 darf man seine Romane lesen, die mit Preisen ausgezeichnet worden sind. Die kurze Form scheint ihm zu liegen. Denn nach seiner Novelle Tanners Erde veröffentlichte er in diesem Jahr eine Erzählung, die es in jeder Hinsicht in sich hat.

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Michael Peinkofer: Timelock 01: Zeitrebellen

Wir befinden uns im Jahr 2025 in einem Überwachungsstaat. Der Zweite Weltkrieg wurde von den Alliierten verloren und trotzdem gibt es kein weltweites Deutsches Reich. Aber so was Ähnliches. Kinder und Jugendliche wachsen nicht bei ihren Eltern auf, sondern in sogenannten Denkfabriken: Kinderheime mit politischer Erziehung. Bücher und Geschichten sind verboten, der wichtigste Grundsatz ist: traue niemandem. J-4418 hält sich nicht daran und muss dafür bitter büßen. Das bringt ihn jedoch in Kontakt mit Menschen, die ihm glauben. Denn er träumt und findet, dass irgendetwas an seiner Welt nicht richtig sein kann. Oder ist es normal, dass es außerhalb der Eiszeit Mammuts gibt? J-4418 – jetzt Jason – erfährt, dass die Zeit verändert werden kann, verändert wurde und er einer der wenigen Menschen ist, die die Gabe dazu besitzen. Der Lenker Nimrod hat die Vergangenheit verändert, um in der Gegenwart eben Lenker, Herrscher und Despot zu sein. Die Veränderungen müssen rückgängig gemacht werden, um wieder eine lebenswerte Welt für alle zu bekommen.

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Ian Moore: Mord im Chateau

Trotz sympathischem Personal eher langweiliger, zu oft abschweifender Kriminalroman

Nun folgt also die dritte Episode um das ungleiche Paar Richard und Valérie, die beiden selbsternannten Detektive. Oder Sicherheitsleute, wie sie sich in diesem Band nennen, in dem sie eine Filmcrew beschützen sollen.

Hauptrolle in besagtem Film spielt eine Nichte Valéries, weswegen diese auch sehr besorgt ist. Denn Lionel, so der Name der Schauspielerin, wird bedroht, gestalkt, verfolgt. Richard hingegen soll all die am Filmset beteiligten Menschen schützen während des Drehs auf einem Schloss in der Nähe des Dorfs, in welchem Richard ein kleines Hotel betreibt, dessen Dauergast inzwischen Valérie ist.

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S. A. Barnes: Ghost Station

Die Menschheit in einigen hundert Jahren. Die Erde wird von Konzernen beherrscht, die auch die Exploration des Alls vorantreiben. Mittels Kälteschlaf und Überlichtantrieb überbrücken die Raumschiffe größte Entfernungen, die jeweilige Crew wird aus Kostengründen erst am Ziel aufgeweckt.

Man hat schon Überbleibsel diverser Fremdrassen gefunden, auf eine noch existierende Alienzivilisation ist man – bislang zumindest – noch nicht gestoßen.

Ophelia Bray ist Psychologin. Dass sie aus einer der beiden alles beherrschenden Familien stammt, ist für sie ein echtes Problem.

Ihre privilegierte Mutter hatte sich in einen armen Schürfer von einem der Asteroiden verliebt – ein Mann, der später Amok gelaufen ist. So hat Bray nicht nur den gefürchtetsten Massenmörder der Moderne zum Vater, zudem will ihr Onkel sie im Namen der Familie vereinnahmen und manipulieren. Damit nicht genug, hat sich einer ihrer Patienten während der Behandlung aus ihrem Fenster gestürzt. Sie entflieht allen Anfeindungen und Manipulationsversuchen, indem sie ausgerechnet an Bord eines Schiffs der Konkurrenten als Bordpsychologin nach Lyria 929-C aufbricht.

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Fernando Aramburu: Der Junge

„Ich bin mir bewusst, dass ich als Erzählungsträger eines Unglücks fungiere, dessen Ausmaß beschreiben zu wollen, immer vergeblich bleiben muss.“ (S. 25)

„Der 23. Oktober 1980 war ein Donnerstag. Fünfzig Schüler im Alter von fünf und sechs Jahren, plus drei Erwachsene, verloren ihr Leben infolge einer Propangasexplosion in einer Schule von Ortuella.“ (S. 26, 27)

Für die Eltern und den Großvater des verunglückten Nucos geht das Leben weiter. Die Trauer verändert alle Betroffenen. Auch das Verhalten der Nachbarn, aller Bekannten und Freunde verändert sich. Wie soll man mit so viel Anteilnahme umgehen, der ständigen Erinnerung an den Unfall und die damit verbundene Leerstelle in der Familie?

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Kristina Moninger: Neun Tage Wunder

Anni war sich noch nie so sicher wie darin, dass sie mit Lukas die Liebe ihres Lebens getroffen hat. Dabei wollte sie ihrem Nachmieter nur die Schlüssel für die Wohnung in die Hand drücken, spürt aber von Anfang an die Verbindung zu ihm. Nun verbringen sie neun Tage miteinander, bis sie ein Geheimnis herausfindet, sodass ihre Liebe unmöglich funktionieren kann.

Zehn Jahre später ist Annie eine andere geworden, lebt mit Mann Ben und der gemeinsamen Tochter in einem kleinen Häuschen und ist glücklich. Doch dann holt sie die Vergangenheit ein, als ihr Mann und Lukas sich begegnen und damit der Teil ihres Lebens ans Licht kommt, den sie von ihrem Mann bisher verheimlicht hat….

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Katharina Hagena: Flusslinien

Die Schriftstellerin Katharina Hagena ist Jahrgang 1967 und lebt in Hamburg. Bereits ihr 2008 erschienenes Romandebüt „Der Geschmack von Apfelkernen“ war von internationalem Erfolg gekrönt. In unserem Leselustportal sind drei weitere Buchrezensionen von Hagenas vorangegangenen Romanen zu finden: Vom Schlafen und Verschwinden (2012), Das Geräusch des Lichts (2016) sowie Mein Spiekeroog (2020).

In „Flusslinien“ geht es um drei unterschiedliche Charaktere: Margrit, Luzie und Arthur. Alle drei schleppen jeweils eine Belastung mit sich herum, die ihre gegenwärtige Lebenssituation beeinflusst. Die Protagonisten haben nicht nur eine persönliche Verbindung zueinander, sondern gleichermaßen zum Wasser, zur Elbe.

Die hundertzweijährige Margrit lebt in einer Seniorenresidenz. Immer wieder lässt sie sich von dem jungen Arthur zum Römischen Garten in Hamburg fahren. Von hier kann sie über die Elbe blicken und sich ihren alten Erinnerungen an den Krieg, an ihre Kindheit und Jugend widmen. Die Vergangenheit holt sie jetzt im hohen Alter ständig ein und beschäftigt sie. Auch der Römische Garten selbst hat eine besondere Bedeutung für sie, denn die einstige Gärtnerin Else Hoffa, die diesen Garten für die Hamburger Kaufmannsfamilie Warburg gestaltet hatte, war die Liebhaberin von Margrits Mutter gewesen. Margrit lebt von und aus den Erinnerungen alter Geschichten, zu denen ihr immer wieder neue Details einfallen. Bevor ihre Gedanken nicht alles geklärt haben, kann sie das Leben nicht loslassen.

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