Jen Calonita: Disney Twisted Tales: Elsas Suche

So gut wie jeder kennt die Geschichte von Disneys Eiskönigin. Die zwei Schwestern, die immer zusammenhalten und gemeinsam jede Hürde überwinden. Doch was wäre, wenn Elsa und Anna sich nie kennengelernt hätten?

Prinzessin Elsa ist alleine in ihrem Schloss aufgewachsen, mit keiner Gesellschaft als der ihrer Eltern und einiger Dienstboten. Die Einsamkeit, die sie von jeher gefühlt hat, verstärkt sich noch, als ihre Eltern plötzlich frühzeitig bei einem Schiffsunglück ums Leben kommen. Elsa ist nun alleine für ihr Reich verantwortlich und muss sich darauf vorbereiten, den Thron zu besteigen. Doch irgendetwas stimmt nicht mit ihr: Immer wieder wird sie von kurzen Erinnerungen heimgesucht, die nicht ihre eigenen zu sein scheinen. Und dann ist da noch die Magie, die plötzlich auftaucht und die sie nicht kontrollieren kann. Statt sich auf ihre Aufgaben als Königin vorzubereiten, muss sie sich mit tausend Fragen herumschlagen: Wussten ihre Eltern von ihrer Macht, Eis und Schnee zu zaubern? Warum haben sie nie etwas gesagt? Und wer ist das kleine Mädchen mit den roten Haaren, an das sie sich immer wieder erinnert, das sie aber noch nie gesehen hat?

Anna wächst bei ihren Zieheltern in einer kleinen Bäckerei auf. Sie liebt ihre Arbeit dort und verzaubert den ganzen Ort mit ihren Schneemannplätzchen und weiteren einzigartigen Kreationen. Doch obwohl sie das Backen liebt, fehlt ihr etwas in ihrem Leben. Sie kann es nicht zuordnen, aber irgendetwas zieht sie nach Arendelle und fort aus ihrem kleinen Ort. Ihre Eltern wollen jedoch nichts davon wissen. Warum lassen sie Anna nicht fortgehen? Was ist es für ein Geheimnis, das sie hüten? Weiterlesen

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Stefanie vor Schulte: Junge mit schwarzem Hahn

Martin steht ohne Familie da, seit sein Vater in einem Anfall von Wahn alle erschlagen hat. Er ist elf Jahre alt, bettelarm und fristet sein Leben als Tagelöhner. Gleich zu Beginn des Romans wird klar: „Er lebt von dem, was er verdient. Sonntags aber wird nichts verdient, da muss er fasten.“ (Kapitel 1)

Doch trotz allem ist er klug und freundlich, dazu ruhig und sehr bedacht. Das können die Menschen um ihn herum kaum begreifen – sie selbst sind ganz anders gestrickt. Und als ob das noch nicht reichen würde, ihn im Dorf zum Außenseiter zu machen, trägt er ständig seinen schwarzen Hahn mit sich herum, von dem alle meinen, er sei der Teufel.

Aber was soll Martin tun? Schließlich ist er hier zu Hause.

Einzig Franzi fühlt sich Martin verbunden und auch sie ist ihm zugetan. Franzi versteht ihn und hat es selbst nicht leicht. „Sie ist sehr schön, und die Männer bekommen Lust, ihr wehzutun.“ (Kapitel 1)

Die Männer, die das Sagen haben, sind vor allem der Henning, der Seidel und der Sattler, von denen Martin denkt, dass sie strohdumm seien (und die Geschichte bestätigt das mit einem wunderbar schrägen Humor) und von denen es heißt: „In der Hauptsache besteht ihre Gabe wohl in der Einschüchterung anderer.“ (Kapitel 4) Weiterlesen

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Tessa Korber: Alte Freundinnen

Freundschaft ist etwas sehr Kostbares, besonders wenn sie über viele Jahre existiert. Eine solche Freundschaft besteht zwischen Franziska, Annabel, Nora und Luise, die sich seit ihren Studienzeiten kennen. Jede ist anders und ihre Lebenswege sind völlig unterschiedlich, dennoch haben sie über die  vielen Jahre zusammengehalten, standen einander zur Seite, teilten Freud und Leid. Und sie hatten einen Traum: im Alter wollten sie zusammenziehen, eine WG bilden.

Das ist der Ausgangspunkt des Romans von Tessa Korber. Die Autorin, Jahrgang 1966 und in Nürnberg lebend, beginnt ihre Geschichte, als Franziska, ständig am Rande der Pleite lebende Schriftstellerin, genervt von ihrer Aushilfstätigkeit in einem Altersheim, diesen Traum wieder aufleben lassen möchte. Die vier Frauen sind inzwischen alle über 60. Annabel lebt als pensionierte Lehrerin in einer nahezu staubfreien Wohnung. Nora hat Karriere gemacht und nimmt sich meist, was sie will. Und Luise ist frisch verwitwet.

Es bietet sich die Gelegenheit, in Franziskas Elternhaus zu ziehen. Das erfordert zwar einige Umbaumaßnahmen und verlangt von Franziska, sich wieder in die dörfliche Gemeinschaft einzufügen, aus der sie als junge Frau geflohen war, aber die vier Frauen gehen dieses Projekt mit Begeisterung an. Annabel, die immer mehr erblindet, findet eine neue Liebe. Nora wird schwer krank, Luise entschwindet in ihre eigene Fantasiewelt und Franziska schreibt ein neues Buch. Weiterlesen

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Charlie Gilmour: Elsterjahre: Wie ein kleiner Vogel mein Leben veränderte

Der Autor Charlie Gilmour ist der Adoptivsohn von David Gilmour, dem britischen Musiker und Bandmitglied der Rockgruppe Pink Floyd. Charlie Gilmour ist Jahrgang 1989 und wuchs in London und Sussex auf. Auch heute lebt er in London und schreibt für Zeitungen und Magazine. Die Geschichte über eine Elster, die er und seine Frau Yana liebevoll aufgenommen und aufgepäppelt haben, wurde zu einem Medienereignis in Großbritannien, nachdem die BBC darüber eine Dokumentation gedreht hatte.

Weil das Gefieder der kleinen Elster wie Benzol schimmert, geben Charlie und Yana dem Vogel den Namen Benzene. Von seinen Menscheneltern liebevoll zubereitet, frisst Benzene Würmer und Maden, die ihm anfangs aufopfernd und aufwändig alle zwanzig Minuten angeboten werden. Später versteckt Benzene das Fressen auch schon mal zwischen irgendwelchen Ritzen im Zimmer oder den Haaren der Pflegeeltern. Nichts scheint Yana und David zu viel zu werden, was die Beziehung zu der Elster immer enger werden lässt.  Stets sind die beiden um das Wohl des Vogels bedacht. Sogar während ihrer Hochzeitsvorbereitungen und dem späteren Fest sorgen sie sich um das Tier.  Weiterlesen

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Annalena McAfee: Blütenschatten

Im Zentrum der Künstlerin Eve steht ein mehrteiliges Werk über Giftpflanzen. Gut dosiert retten sie Leben. Eve komponiert die Schönheit der Blüten und zeigt ihre tödliche Verführung.

In ihrem Tagesablauf hat Eve jedoch die ausgewogene Dosierung aus den Augen verloren. Luka, ein neuer Mitarbeiter, sorgt unter ihren Assistenten für Aufruhr. Er weckt bei seinen Kollegen Neid und Misstrauen und bei Eve starke Gefühle, von denen sie dachte, sie wären Vergangenheit.

Während Eve von ihrem alten Leben Abschied nimmt und durch das nächtliche London streift, zieht sie eine Bilanz über ihren Weg als Künstlerin. Und je näher sie ihrem Atelier kommt, um so deutlicher wird die Befürchtung, einem Irrtum aufgesessen zu sein. Für Eve geht es jetzt um alles, ihre Familie und Karriere.

Blütenschatten ist Annalena McAfees dritter Roman, den pociao und Roberto de Hollanda aus dem Englischen übersetzt haben. Die Londoner Autorin war bei der Financial Times Feuilletonredakteurin und gründete beim Guardian die Kunst- und Literaturbeilage. Vor diesem Hintergrund weiß sie genau, wie Ausstellungen und Werbung in der Kunstszene funktionieren. Weiterlesen

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Karen Harrington: Briefe an mein verrücktes Leben

Sarah Nelson wird zwölf Jahre alt und ist in ihrem Leben schon etliche Male umgezogen. Immer dann, wenn jemand herausfindet, wer sie wirklich ist. Denn Sarah ist die Tochter von Jane Nelson. Ebendiese Frau versuchte, ihre Zwillinge im Alter von zwei Jahren in der Küchenspüle zu ertränken. Der Fall ging um die Welt, Sarahs Bruder Simon verstarb, doch Sarah konnte gerettet werden. Seitdem lebt ihre Mutter in einer geschlossenen Anstalt und Sarah beim Vater. Mit zunehmendem Alter fragt sie sich immer mehr, ob etwas vom Verhalten ihrer Mutter auf sie abgefärbt hat. Sie sind doch blutsverwandt, also muss etwas von Jane Nelson auch in Sarah stecken, nicht wahr?

Karen Harrington ist ein ganz besonderer Jugendroman gelungen. Die Zielgruppe lässt sich dabei gar nicht so genau bestimmen. Vom Schreibstil her spricht der Roman Jugendliche ab zwölf Jahren an, doch zwischen Zeilen steht so viel mehr, dass auch erwachsene Leser und Leserinnen von dem kleinen Juwel bestens unterhalten werden. Weiterlesen

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Kasie West: Neun Chancen für die Liebe

Sophie jobbt Tag für Tag in dem Blumenladen ihrer winzigen Heimatstadt – nicht ihre erste Wahl. Viellieber würde sie in der Änderungsschneiderei helfen, denn ihr großer Traum ist es, in New York Design zu studieren und die Kleinstadt mit all ihren Bräuchen für immer hinter sich zu lassen. Doch dafür braucht sie Geld, also steht sie bei jeder Festlichkeit bereit, Blumen zu arrangieren und Kunden die perfekten Sträuße zu kreieren.

Andrew ist der Sohn eines bekannten Fernsehkochs, der es sich nach der Beendung seiner Show zur Aufgabe gemacht hat, kleine Catering-Unternehmen zu unterstützen – so auch das örtliche Unternehmen aus Sophies Heimatstadt.

Das bedeutet, dass die beiden sich bei jeder Festlichkeit über den Weg laufen: Die Valentinsfeier im Altenheim, Hochzeiten, Beerdigungen … Alle paar Wochen treffen sie sich und entscheiden ziemlich schnell: Sie können sich nicht ausstehen. Dabei scheint alles so einen guten Anfang zu nehmen! Bei ihrer ersten Begegnung will Andrew Sophie eine Tulpe schenken – blöd nur, dass er diese ausgerechnet aus einem ihrer aufwendigen Sträuße entwendet und damit stundenlange Arbeit zerstört … Weiterlesen

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Philipp Moog: Anderwelt

Helmuth Bethmann, von fast allen, selbst von seinen Enkeln T.H. genannt, liegt im Sterben – die Lunge ist vom Krebs zerfressen, Metastasen breiten sich in seinem Körper aus. Während er im Krankenhaus auf den Tod wartet, erinnert er sich an seine Jugend in der NS-Zeit. Besonders eine bisher totgeschwiegene Episode verfolgt ihn im wachen Zustand und im Traum. Er möchte sie erzählen. Am liebsten Marco, seinem Lieblingssohn. Doch Marco entzieht sich. Hat keine Zeit, ist in seinem Beruf als Fotograf und mit diversen Frauenbekanntschaften anderweitig beschäftigt.

Dafür ist Justus da, der zuverlässige älteste Sohn – erfolgreicher Arzt, Pflanzenkenner und -liebhaber. Dass auch bei ihm nicht alles rund läuft, wird schnell klar. Justus hasst Vieles, was in seinem Leben einen festen Platz hat: Tennis spielen, neben anderen Männern in Urinale pinkeln und den Hund seiner frisch verliebten Teenie-Tochter Katja (der die Abneigung erwidert). Er kämpft mit seinem hohen Blutdruck und seinem Tinnitus. Entspannung findet er nur in seinem Garten. Er macht sich nicht nur um seinen Vater Sorgen, sondern auch um seine Mutter Amelie, die immer mehr vergisst. Manchmal sogar, dass ihr Mann wohl nicht mehr heimkommen wird.

Auch Neele, die Schwester von Justus und Marco, kümmert sich um T.H. Doch noch mehr hat sie mit sich, ihrem Mann und ihren Kindern zu tun. Ihre Ehe steckt in einer Krise, die sie mit ungewöhnlichen Mitteln zu beheben versucht. Weiterlesen

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Rick Riordan: Die Abenteuer des Apollo 05: Der Turm des Nero

Seitdem sein Vater, der allmächtige Zeus höchstselbst seinen vorlauten, oberflächlichen und egoistischen Sohn Apollo in einem sterblichen Körper gesteckt und der Gnade einer menschlichen Jugendlichen ausgeliefert hat, musste der einstige Gott der Musik und der Prophezeiungen einige bittere Pillen schlucken. Im Kampf gegen drei ehemalige römische Kaiser, die sich zu den Herren der Welt aufschwingen wollen, gab es herbe Verluste zu beklagen.

Inzwischen sind Apollo, Entschuldigung Lester natürlich und seine Meisterin Meg, Ziehtochter Neros wieder zurück in New York. Hier inmitten Manhattans residiert, standesgemäss in einem luxuriösen, mondänen Hochaus Nero und erwartet die Beiden und ihre Freunde bereits. Sein Plan ist einfach – sind das nicht die besten Pläne? – und narrensicher. Er lockt seine Gegner zu sich, dünnt sie auf dem Weg aus, bringt sie kräftemäßig an den Rande des Zusammenbuchs und zermalmt sie dann dadurch, dass er einmal mehr seinem Faible nachgeht. Sie erinnern sich bestimmt, Rom brannte, für New York hat er ein vergleichbares Schicksal vorgesehen. Das kann, das will, das darf Lester/Apollo natürlich nicht zulassen – und wenn es ihn seine Unsterblichkeit kostet und er zum voraussichtlich mausetoten Menschen werden muss, ein derartiges Opfer haben seine Freunde und die Menschen im Big Apple nicht verdient … Weiterlesen

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Hallgrimur Helgason: Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen

Gestatten: Toxic, also eigentlich Tomislav Bokšić, gebürtiger Kroate, von Beruf Profikiller bei der kroatischen Mafia. Bisher hat er 66 Aufträge erfolgreich ausgeführt. Na gut, Nummer 66 hatte einen Schönheitsfehler, der Typ war vom FBI. Deswegen ist Toxic jetzt auf der Flucht. Beim Check-in am Flughafen entgeht er nur knapp einer Verhaftung, indem er, professionell, aber ungeplant und deswegen recht riskant, die Identität von Nummer 67 „übernimmt“. Dumm nur, dass sich hinter Nummer 67 der Prediger David Friendly verbirgt, welcher auf dem Weg nach Reykjavik ist. Dort wird er, also Father Friendly, schon erwartet, er ist in eine Fernsehshow eingeladen. Toxic spielt mit, er lebt für einige Tage bei einem isländischen Priester und dessen Frau und tritt mehrmals in der Show auf. Die Tochter der Familie erweist sich als „Tag 1“-Frau: „Wenn sie die einzige Frau in unserer Einheit wäre und wir einen Monat in den Bergen festsäßen, würde ich am Tag 1 anfangen, vor ihr zu träumen.“ (S. 47) Weiterlesen

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