In Heathers Kleinstadt gibt es seit mehreren Jahren ein Spiel nur für Schulabgänger. Es heißt Panic und genau darum geht es auch. Man qualifiziert sich für die Teilnahme, indem man von einer hohen Klippe springt. Es ist ein Spiel nur für Schulabgänger und es gibt viel Geld dabei zu gewinnen. Genug, um aus der Kleinstadt zu verschwinden und sich die eigenen Lebensträume zu verwirklichen. Aber es ist gefährlich, wirklich gefährlich. Im letzten Jahr ist Dodges Schwester Dana dabei verunglückt und sitzt seitdem im Rollstuhl. Weiterlesen
Autor: Leselust Team
Will Wiles: Kein Leben ohne Minibar
Dieser seltsame Roman wechselt ungefähr auf der Mitte sein Genre. Zuerst liest sich „Kein Leben ohne Minibar“ wie eine Kritik an der modernen Geschäftswelt, danach wird das Buch unvermittelt zum Horror-Schocker – und bleibt es bis zum Ende.
Neil Double hat einen Job, den es eigentlich gar nicht gibt. Er ist Messevertreter – heißt: Er geht stellvertretend für Geschäftsleute, die dazu keine Lust haben, auf Messen. Kein Wunder, dass die Organisatoren nicht unbedingt gut auf ihn zu sprechen sind: Double hält mögliche Besucher von ihren Messen fern. Weiterlesen
Reinhard Kaiser-Mühlecker: Zeichnungen: Drei Erzählungen
Drei Geschichten von jeweils ungefähr hundert Seiten sind in Reinhard Kaiser-Mühleckers Roman „Zeichnungen“ zu lesen.
Der Titel „Zeichnungen“ ist von der dritten Erzählung übernommen.
Jede Geschichte legt Hintergründe und Wahrheiten offen, die das Leben der Agierenden elementar beeinflusst haben und noch beeinflussen. Immer wieder holt die Vergangenheit das Jetzt ein. Weiterlesen
Susan Kreller: Schneeriese
Stella und Adrian sind befreundet, seit sie sich kennen und das scheint Adrian schon sehr lange zu sein. Zwar sind sie nach der Grundschule auf verschiedene Schulen gegangen, aber das spielt keine Rolle, sie wohnen immer noch nebeneinander. Stelle nennt Adrian „Einsneunzig“ und wann immer sie etwas riesiges in der Welt findet, bringt sie ihm die Information darüber – das größte Insekt der Welt, der größte Vulkan der Welt, es ist eine richtige Sammlung geworden. Denn Adrian ist groß – sehr groß. So groß, dass sie ihn irgendwann in der Schule „Einsneunzig“ riefen und es als Beleidigung meinten. Stella begann sofort damit, daraus einen liebevollen Spitznamen zu machen „Damit es gar nicht erst wehtun kann“. Weiterlesen
Michael Marcus Thurner: Der unrechte Wanderer
Es ist eine archaische Welt, in der Magicae und Wicca einander seit Jahrhunderten misstrauisch gegenüberstehen, ja sich oftmals bekämpft haben. Eine Welt, in der das Recht das Stärkeren, oftmals das Recht des Brutaleren gilt, eine Welt, die geprägt wurde von Krieg und Not.
Der letzte Krieg, den der Gottbettler vom Zaun brach, erschütterte die Reiche und zerstörte das Machtgefüge. Seitdem versuchen die Menschen, mühsam und langsam wieder auf die Beine zu kommen. Sowohl Wicca als auch die Magicae suchen sich neues Wissen und Kräfte anzueignen. Und was wäre besser dazu geeignet, die eigene Machtbasis zu verbreitern, als Wissen aus der fernen Vergangenheit, als die Welt noch besser, machtvoller und gebildeter war? Weiterlesen
Neil Gaiman: Der Ozean am Ende der Straße
In fortgeschrittenem Alter blickt der Erzähler bei einer Rückkehr in die Heimatstadt in seine Kindheit zurück, beginnend mit seinem siebten Geburtstag, den er ganz ohne Gäste verbrachte. Eine recht trostlose Zeit beschreibt er, unter anderem terrorisiert vom neuen Kindermädchen seiner Eltern, das einfach keine Jungs zu mögen scheint. Aber die 11-jährige Nachbarin Lettie entführt ihn in eine andere Welt und wird zu einer wichtigen Stütze und Verbündeten. Weiterlesen
Björn Woll: Mehr als schöne Stimmen: Alltag und Magie des Sängerberufs
Das Opernpublikum genießt die schönen Stimmen in den Aufführungen, aber was für Entbehrungen, Qual und wie viele Glücksmomente stecken eigentlich hinter dem Beruf eines Sängers? Musikjournalist Björn Woll schaut in seinem Buch „Mehr als schöne Stimmen“ hinter die Kulissen, hat mit Stars wie Christa Ludwig, Philippe Jaroussky, Edda Moder, Anja Harteros oder Edita Gruberova gesprochen und erzählt von Alltag und Magie des Sängerberufes.
Über die Wahl der Rollen, Stimmtechnik, Proben, Dirigenten, Regisseure und das Publikum erzählen die Sänger. Und Woll, Dozent an der TU Dortmund, erklärt auch, wie eine Stimme funktioniert und wie sich Oper und Sänger im 20. Jahrhundert verändert haben.
Björn Woll: Mehr als schöne Stimmen: Alltag und Magie des Sängerberufs.
edition Körber-Stiftung, Oktober 2014.
304 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,00 Euro.
Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.
Kiera Cass: Selection, gelesen von Friederike Wolters
Ach du meine Güte, ist das eine Dystopie? Irgendwie schon, die Erde hat mehrere Weltkriege hinter sich und mal wieder gibt es eine neue Form der Herrschaft – irgendwas zwischen Monarchie und „Wir müssen aber wenigstens so tun, als würden wir die Meinung des Volkes respektieren“. Die Bevölkerung ist in Kasten eingeteilt – warum die jetzt Kasten heißen, bleibt mir ein Rätsel – je nach Ansehen des einzelnen Arbeitens gehört man zu einer niedrigeren oder höheren Kaste. Und natürlich sind die Grenzen theoretisch durchlässig, aber ein Vermischen nicht gern gesehen. Weiterlesen
Gaby Köster: Die Chefin
In ihrem Bestseller „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“ hat Gaby Köster von ihrem Leben nach dem Schlaganfall erzählt. Die Heldin des neuen Romans der Comedy-Frau, „Die Chefin“, erinnert auch an die starke Gaby Köster: Marie war Rocksängerin, sitzt nach einem Schlaganfall im Rollstuhl. Eine Abenteuerreise durch halb Europa mit zwei rumänischen Kindern, die sie in der Nachbarwohnung beim Diebstahl erwischt hat, führt Marie zurück auf die Bühne. An ihrer Seite ist Muskelprotz Tarkan, auch ein Nachbar. Gemeinsam suchen sie die Eltern der Kinder, die von Verbrechern verschleppt wurden.
Mit viel Humor schreibt Köster dieses Roadmovie. Und Marie, die „Chefin“ ist so taff und schlagfertig wie sie selbst. Kurzweilig und unterhaltsam ist der Roman. Mut, das Leben nach einer Krankheit zu meistern, macht er auch.
Gaby Köster: Die Chefin.
Pendo, März 2015.
320 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,99 Euro.
Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.
Bernhard Hennen: Drachenelfen – Die letzten Eiskrieger
„Drachenelfen – Die letzten Eiskrieger“ ist der vierte Teil von Bernhard Hennens „Drachenelfen“-Romanen.
Der aktuelle Teil wird von Hennen in die beiden Bücher „Das Traumeis“ und „Die letzten Eiskrieger“ unterteilt.
Nandalee ist schwanger und sowohl diese Schwangerschaft als auch ihr verändertes Wesen sind beängstigend – sowohl für den Dunklen, der über sie wacht, als auch für ihren Kameraden Nodon.
Aber obwohl Nandalees Schicksal in der Handlung immer wieder gestreift wird, sind jetzt doch andere Drachenelfen die Handlungsträger.
Bidayn zum Beispiel, die in geheimer Mission für den Goldenen in Albenmark weilt und die Lyvianne als Auserwählte des Drachens verdrängt. Auch begegnen wir wieder den Drachentötern – den Zwergen Hornbori, Galar und Nyr, die sich vor den Himmelsschlangen verbergen, aber auch weiterhin den Plan verfolgen, alle Drachen zu vernichten. Weiterlesen