Lorrie Moores neuer Kurzgeschichtenband bietet mit seinen acht Erzählungen genau das, was gute Short Stories ausmacht: Viel Platz zwischen den Zeilen, in denen der Leser eigene Gedanken weiterentwickelt.
So lesen wir in der ersten Story von einem Mann, der seinen Ehering nicht abstreifen kann, weil dieser seinen Finger wie ein Fett abschnürender Gürtel umschließt – und dies, obwohl er bereits ein halbes Jahr von seiner Frau geschieden ist.
Oder wir lesen von einer Mutter, die ihren neuen Verehrer immer wieder brüskiert, indem sie ihrem pubertierenden Sohn übermäßige Zuwendung zukommen lässt. Weiterlesen








