Monika Feth: Der Libellenflüsterer

libeDer neue Band um Jette und ihre Freunde spielt diesmal wieder in der ländlichen Wohngemeinschaft und hat mir sehr viel besser gefallen als die Vorgänger.

Vor einiger Zeit hat Tierschützerin Merle einen Hund an einen Förster vermittelt, der kurz darauf erschlagen aufgefunden wurde. Obwohl der Förster nie verurteilt wurde, macht sie sich bis heute Vorwürfe. Nach wie vor ist ungeklärt, ob es wirklich Unbekannte waren, die damals auf das Grundstück eindrangen. Merle hat die ganze Sache nie wirklich Ruhe gelassen und anlässlich eines Artikels über Tierquäler, den sie schreien soll, kommt also wieder hoch. Weiterlesen

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Edan Lepucki: California

caliWie sieht eine Zukunft aus, in der durch Krankheiten und Krieg die Menschheit dezimiert worden ist? Nutzen die Überlebenden die Chance, ein neues, lebenswertes System aufzubauen? Wie geht man mit der Beschaffungskriminalität um, wenn Energie und sauberes Trinkwasser knapp geworden sind? Haben Reiche und Arme die gleichen Rechte?
Frida und Cal haben die Flucht aus dem zerstörten L. A. gewagt. Besser im Wald leben, sagen sie sich. Besser weg von allem, was krankmacht. Im Wald soll es Piraten geben, die rauben und morden. Trotzdem wagen sie ihr Glück und finden es. Für kurze Zeit. Weiterlesen

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Dawn O’Porter: Papierfliegerworte

papoerRenée und Flo gehen seit Jahren in die gleiche Klasse, reden aber selten ein Wort miteinander. Flo ist die beste Freundin von Sally, die bis aufs Blut mit Renée verfeindet ist und niemals den Kontakt zwischen den beiden zulassen würde. Renée gehört nirgends so richtig dazu, kennt aber ein paar Klassenkameradinnen immerhin entfernt. Durch mehrere Zufälle erkennen die beiden ungleichen Mädchen, dass sie einander brauchen als sie dachten. Es verbindet sie schon bald eine zaghafte Freundschaft, die jedoch immer wieder durch Sally bedroht wird. Wird Flo es jemals über sich bringen, Sally von ihnen zu erzählen? Und wie soll Renée ihrerseits Flo beichten, dass sie sich in dessen Bruder Julian verliebt hat? Weiterlesen

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Ingrid Noll: Der Mittagstisch

nollDie Frauen in den Krimis von Ingrid Noll morden leise und perfide. Und die Polizei kommt ihnen nie auf die Schliche. In ihrem neuen Roman „Der Mittagstisch“ gibt es nur zwei Tote; da hat Ingrid Noll früher schon ein Vielfaches ins Jenseits befördern lassen. Fast rechnet man mit einem dritten Opfer, aber dieser Mann überlebt.
Es ist eine illustre Runde, die sich da täglich am Mittagstisch von Nelly versammelt: Handwerker, Lehrerinnen und ein alter Kapitän, dazu die Kinder. Die Mittdreißigerin bessert mit der Privat-Kantine ihr Budget auf. Da taucht plötzlich der Vater der Kinder aus Amerika wieder auf. Turbulent ist das Leben der allein erziehenden Mutter, aber Nelly meistert es wie eine Superfrau. Weiterlesen

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Christopher Moore: Der kleine Dämoneberater, gelesen von Simon Jäger

Der kleine Daemonenberater von Christopher MooreTravis lebt schon lange – sehr lange. Seit etwa beginn des letzten Jahrhunderts. Seit dem Zeitpunkt, als er sich mit dem Dämon Cash zusammentat, altert er nicht mehr. Das hat unbestreitbar Vorteile – aber auch mindestens einen ganz gravierenden Nachteil: Cash will mit Menschenfleisch versorgt werden und zwar regelmäßig. Kurz gesagt: nach 70 Jahren hat Travis genug von Cash. Da taucht der König der Dschinn auf, seit den Tagen Salomos (des Diebes!) Gegenspieler von Cash und immer noch leicht beleidigt, weil von diesem in eine Flasche im Meer verbannt. Es beginnt eine irrwitzige Jagd Richtung der kleinen Küstenstadt Pine Cove, um dem menschenfressenden Cash endlich das Handwerk zu legen. Weiterlesen

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Charlotte Link: Die Betrogene

link„Der Beobachter“ hätte der neue Krimi von Charlotte Link auch heißen können. Aber so hieß schon ihr letzter Bestseller. Wer „Die Betrogene“ im neuen Thriller der Bestseller-Autorin wirklich ist, entblättert sich erst ganz am Schluss.
Dieses Buch ist (mal wieder bei Link) ein Meisterwerk: über 640 Seiten hoch spannend, psychologisch sehr genau ausgeleuchtet und klug und stringent erzählt.
Eigentlich erzählt Charlotte Link in dem Roman drei, zumindest zwei Geschichten: die von der Scotland-Yard-Polizistin Kate Linville, die auf eigene Faust nach dem Mörder ihres Vaters, auch einem ehemaligen Inspektor sucht, und die von einer kleinen Familie, die mit ihrem Adoptivsohn Urlaub in der Abgeschiedenheit in den Hochmooren von Yorkshire macht. Weiterlesen

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Richard Flanagan: Der schmale Pfad durchs Hinterland

landEin äußerst beeindruckender Roman kommt vom australischen Autor Richard Flanagan: „Der schmale Pfad durchs Hinterland.“ Hat man ihn gelesen, versteht man sofort, warum das englischsprachige Original 2014 mit dem renommierten britischen Booker-Prize ausgezeichnet worden ist.

Im Mittelpunkt stehen die menschenunwürdigen Zustände australischer Kriegsgefangener im Zweiten Weltkrieg, die für die Japaner eine Eisenbahnlinie von Siam nach Burma bauen mussten – und dabei wie die Fliegen starben. Weiterlesen

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Ursula Poznanski: Layers

doriDorian hat es zu Hause nicht mehr ausgehalten. Jetzt lebt er mehr schlecht als recht auf der Straße und sehnt sich nach Wärme und Bildung. Er ist misstrauisch, aber nicht misstrauisch genug. Eines Abends gibt es Streit, Dorian wacht in der Nacht auf neben einer Leiche und mit seinem eigenen blutverschmierten Taschenmesser in der Hand. Er glaubt, alles ist zu Ende, aber da holt ihn Nico in eine Villa. Dort wird ihm alles das angeboten, was er in den letzten Monaten so schmerzlich vermisst hat: Bildung, Freundschaft, ein Ziel, eine Zukunft. Und man will so gut wie nichts dafür haben. Nur das Verteilen von harmlosen Flugblättern oder das zustellten von harmlosen Päckchen wird von den Jugendlichen erwartet. Es ist zu schön, um Realität und von Dauer zu sein. Weiterlesen

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Sheelagh McErin: Das Haus der Masken

sheeRache ist bekanntlich ein Gericht, das man kalt genießen sollte. Der durch einen Anschlag schwer gezeichnete Ash van Lyden plant seine Rache über viele Jahre hinweg wie einst der Graf von Monte Christo. Gegner sind ein einflussreicher Geschäftsmann und seine Söhne. Seit langem sucht Ash einen Lockvogel und hat dafür geeignete Huren von der Straße weggekauft. Keine von ihnen kehrte zurück. Keine von ihnen war die Richtige für seine Pläne. Zur gleichen Zeit werden immer mehr Leichen gefunden, die alle schwerste Misshandlungen und Verstümmelungen aufweisen. Weil es sich nur um tote Huren handelt, hat der Täter zwar einen pressetauglichen Namen, aber keine an der Aufklärung interessierten Polizisten. Weiterlesen

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Ben Aaronovitch: Fingerhut-Sommer

finderPeter Grant ist ein Londoner Urgewächs. Das englische Landleben ist ihm eher suspekt, deswegen hält sich seine Begeisterung in Grenzen, als er zu einem Fall in der tiefsten Provinz hinzugezogen wird. Zwei Mädchen sind verschwunden und die örtliche Polizei ist – obwohl sie sich als erstaunlich kompetent erweist – verzweifelt genug, jemanden von der Mystery-Abteilung anzufordern. Zunächst kann Peter nichts ungewöhnliches feststellen, aber dann wird eines der Handys der Mädchen gefunden und die Chips sind zerbröselt. So zerbröselt, wie es eigentlich nur starke Magie vermag. Aber hat der alte Mann, der alte Magier, der den zweiten Weltkrieg nicht ohne geistige Schäden überlebt hat, wirklich etwas damit zu tun? Oder seine Enkelin, die mit Bienen redet wie mit Ihresgleichen? Weiterlesen

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