Luigi Trucillo: Die Geometrie der Liebe

liebeZentrales Thema von diesem kleinen, aussagekräftigen Roman ist eine Liebe, die chancenlos und ohne Zukunft bleibt, weil die Eifersucht stets die Oberhand gewinnt.
Bereits der Eingangssatz „Der Fuchs weiß viele Dinge, aber der Igel weiß eine große Sache“ und das nachfolgende Eingeständnis, die Bedeutung dieses Spruchs zu spät verstanden zu haben, lässt erahnen, dass der Autor im Handlungsablauf in der Tiefe schürfen wird.

Die Protagonisten sind ein Zeitungsarchivar und eine Sinologin, die sich während einer Schiffsüberfahrt von Italien nach Griechenland kennen und lieben lernen. Weiterlesen

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S. J. Watson: Tu es. Tu es nicht., gelesen von Andrea Sawatzki

nichtJulia lebt heute mit ihrem Mann Hugh und ihrem dreizehnjährigen Sohn Connor in London. Ihre jüngere Schwester Kate wird in Paris ermordet, der Täter nicht gefunden. Es ist rätselhaft, was Kate in der Straße, in der sie erschlagen wurde, eigentlich zu suchen hatte und Julia lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein. Sie beginnt, den Täter in Sexkontakt-Börsen zu suchen, weil Kate dort Kontakte hatte. Dabei lernt sie Lucas kennen und beginnt eine Affäre mit ihm. Weiterlesen

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Meg Wolitzer: Was uns bleibt ist jetzt

jamWow, ein Buch wie ein Herbststurm.
Jam verliert ihre erste große Liebe nach nur 41 Tagen und verkraftet das nicht. Deswegen schicken ihre Eltern sie in ein Internat für „fragile Jugendliche“. Dort wird sie für einen elitären Literaturkurs ausgewäht, der immer nur ein Halbjahr dauert, auf den man sich nicht bewerben kann und in dem immer nur ein Autor bearbeitet wird. Und es werden Tagebücher ausgeteilt, die bis zum Ende des Halbjahres gefüllt werden müssen.
Jam findet heraus, dass sie mit Hilfe des Tagebuchs in die Vergangenheit reisen kann, für immer genau 5 Seiten kann sie die Stunden mit Reeve noch einmal erleben. Aber ist es das, was sie wollte? In der Vergangenheit hängen bleiben und nie mehr erreichen, als sie schon hatte? Weiterlesen

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Angela Steidele: Rosenstengel: Ein Manuskript aus dem Umfeld Ludwigs II.

roseAnastasius Rosenstengel ist „ein Weibsbild in Hosen“.
Eigentlich ist Rosenstengel eine Frau, nämlich Catharina Linck, doch er/sie erfindet das eigene Leben neu, ändert mehrmals Geschlechts- und Religionszugehörigkeit und greift somit in das eigene Schicksal ein. So wird aus dem armen Waisenkind Catharina ein männlicher Prophet, Soldat und Liebhaber „schöner Weibesmenschen“.
Die Gründe für den Wechsel von Rosenstengels Geschlechtsidentität sind unterschiedlich: Als Soldat (1705-1711) rettet sie das Frausein vor dem Todesurteil, als sie als Deserteur angeklagt wird. In Halberstadt heiratet sie dann 1717 als Anastasius Rosenstengel Catharina Margaretha Mühlhahn. Weiterlesen

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Jonathan Franzen: Unschuld

unschuldJonathan Franzen kann schreiben, über was er will – hervorragend ist es immer. Der 1959 geborene Amerikaner arbeitet in einer höheren Liga als 99 Prozent seiner schriftstellernden Zeitgenossen. Es ist unglaublich, wie psychologisch genau, wie plastisch, wie nachvollziehbar und wie fein er seine Figuren zeichnet.

In seinem neuen Werk „Unschuld“, das erfreulicherweise schon fünf Jahre nach „Freiheit“ erscheint (zwischen den „Korrekturen“ und „Freiheit“ hatten neun Jahre gelegen), verfolgt der Autor seine Figuren wieder über mehrere Jahrzehnte. Weiterlesen

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Andrea Camilleri: Das Lächeln der Signorina

andreZu seinem 90. Geburtstag hat der italienische Bestseller-Autor Andrea Camilleri sich und seine deutschen Leser mit zwei Neuerscheinungen beschenkt: Zeitgleich mit dem Kurzgeschichtenband „Der ehrliche Dieb“ ist der neue Montalbano-Krimi-Roman „Das Lächeln der Signorina“ erschienen.
Von der schönen Angelica lässt sich Montalbano da um den kleinen Finger wickeln und stürzt sich in ein amouröses Abenteuer, das Livia so gar nicht gefallen würde. Weiterlesen

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Kathrin Aehnlich: Wenn die Wale an Land gehen

walAls Roswitha als Studierende endlich einen Weg gefunden hat, von zu Hause auszuziehen, weg von der auf Hochglanz polierten Kleinbürgerlichkeit, lernt sie für ein paar Jahre einen Hauch von Freiheit kennen und Mick lieben. Kunst, Literatur, der Geist von Woodstock und Partys mit reichlich Alkohol werden für die Clique um Mick und Roswitha wichtiger als strebsames Lernen. Viel zu schnell wird sie nach ihrem „erfolgreichen“ Studienabschluss in das Erwerbsleben der DDR integriert, in dem fast alles von Seiten der Behörden auf Antrag zugeteilt wird. Roswitha spielt ihre Rolle als „Werkschaffende“, heiratet und gründet eine Familie. Mick dagegen, für diese Art von Anpassung unfähig, verschwindet aus ihrem Blickfeld. Weiterlesen

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Ulrich Wickert: Das Schloss in der Normandie

wickUm Gewalt und Mord an einer Afrikanerin ging es schon in Ulrich Wickerts letztem Krimi „Das marokkanische Mädchen“. Der neue Fall von Jacques Ricou“ führt in „Das Schloss in der Normandie“ und nach Äquatorialguinea.
Korruption, Prostitution, Mädchenhandel, Misshandlung und Mord – in diesem Krimi ist alles drin und in der gewohnt klaren, schönen Sprache des ehemaligen Tagesthemen-Moderators spannend geschrieben. Aber diesmal kann Ricou den Fall nicht alleine lösen, sondern ist auf die Hilfe seiner Freundin, einer Journalistin angewiesen. Weiterlesen

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Carl Frode Tiller: Kennen Sie diesen Mann?

carlsEinem Roman aus Norwegen liegt ein interessantes Konzept zugrunde. Jemand namens David, der aber im gesamten Roman nur indirekt in Erscheinung tritt, hat sein Gedächtnis verloren.

Um ihm auf die Sprünge zu helfen, sollen ihm nahe stehende Menschen Briefe schreiben, in denen sie ihm aus seinem Leben erzählen. Freund Jon, Stiefvater Arvid und Freundin Silje tun das, sodass sich das Buch in drei Teile gliedert. Die werden aber nicht nur von den Briefen selbst gebildet, sondern auch von Episoden aus der Gegenwart dieser Menschen, was die Idee verwässert. Weiterlesen

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Antonia Michaelis: Das Institut der letzten Wünsche

wunschMathilda arbeitet in einem besonderen Institut. Es erfüllt sterbenden Menschen letzte Wünsche und so hat sie allein in diesem Jahr schon etwa 55 Mal Weihnachten gefeiert, 23 Heißluftballonfahrten organisiert und etliche Male Unmögliches möglich gemacht. Doch als der schwerkranke Birger Raavenstein an ihrem Tisch sitzt, kann es ihr gar nicht schnell genug gehen. Er sucht seine Freundin, die er vor 15 Jahren auf wundersame Weise aus den Augen verloren hat, und ihr damals noch ungeborenes, gemeinsames Kind. Mathilda setzt alles daran, diesen Herzenswunsch in die Realität umzusetzen, denn sie fühlt sich zu Birger hingezogen und möchte, dass er glücklich ist, notfalls auch mit einer anderen Frau. Weiterlesen

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