Solomon Vine, leitender Spezialist der britischen Spionageabwehr, dachte, schon alles gesehen und erlebt zu haben. Als ihn eine Terminänderung nach Istanbul zu der Vernehmung eines möglichen Terroristen bringt, gerät er in ein Netz aus Lügen und Täuschungen. Ebenfalls hineingeraten ist sein Kollege Wilde, mit dem er früher befreundet war. In den Reihen des Secret Services soll es einen Maulwurf mit dem Codenamen Niemand geben, behauptet der Inhaftierte. Die Enthüllung dieses Geheimnisses sei seine Freiheit wert. Am gleichen Tag steht Vine vor dem Ende seiner Karriere: In Abwesenheit von Wilde wird der Inhaftierte angeschossen. Alle Indizien sprechen für Solomons Schuld, so dass dieser auf unbestimmte Zeit suspendiert wird. Drei Monate später verschwindet Wilde spurlos. Weil alles nach einer Entführung durch Profis aussieht, bietet ihm Vines ehemaliger Chef die Chance für eine Rehabilitation. Solomon soll in Wildes Vergangenheit nach den Motiven der Entführer suchen. Ohne es zu ahnen, gerät Solomon immer tiefer in ein Komplott, für das er erneut den Sündenbock spielen soll. Weiterlesen
Autor: Leselust Team
Susanne Pavlovic: Die Herren von Nebelheim
Krona Karagin hat in ihrem Leben vieles falsch gemacht. Dass sie sich mit etwas über 14 Jahren als Soldatin verdingte, dass sie das Abenteuer suchte und im Alkohol ihren Frieden zu finden glaubte erwies sich im Nachhinein als nicht ganz so geschickt. Die ungeliebte Mutterrolle konnte sie nie ausfüllen, zwei Ehen blieben auch auf der Strecke. Doch sie hat auch einiges richtig gemacht. Ihre Freunde konnten und können immer auf sie zählen, das ist doch auch mal schon etwas. Mittlerweile ist sie als Heermeisterin von Abrantes bestellt, und eckt mit ihrer direkten, so mancher Höfling findet vulgären Art, bei den Adeligen immer wieder an. Und das, wo hoher Besuch vor der Tür steht. Adelige und Zwerge sind schon in der Feste angekommen, die Elfen haben sich, erstmals seit Generationen angekündigt, als man in den aufgegebenen Stollen unterhalb der Burg auf Monster trifft. Wesen, die mittels dunkler Magie geschaffen wurden, und die hungrig sind. Als Krona in die Mine eindringt hat sie Visionen von sich selbst – einem älteren Selbst, auf das sie später in den Tunneln stößt. Damit noch nicht genug werden Sie und Wolfram der Spielmann kurz danach mittels Magie in die Zukunft versetzt – eine Zukunft, in der die Elfen dabei sind, alle Menschen des Reiches auszulöschen … Weiterlesen
Claudia Sammer: Ein zögerndes Blau
Leon wächst geborgen auf in einem Haus voller Lachen und Musik. Doch seine glückliche Kindheit endet, als der Krieg über die Familie hereinbricht. Der Vater wird eingezogen, die Mutter wird mit ihren Söhnen in einen Zug ins Nirgendwo verfrachtet. Auf einem Bahnhof verliert Leon im Gedränge seine Mutter und seine Brüder. Er strandet in einem fremden Land an einem unbekannten Ort, findet andere Kinder mit demselben Schicksal und schließt sich mit ihnen zusammen. Gemeinsam überleben sie von dem, was sie im Wald und auf den Feldern finden oder sich erbetteln. Eine besondere Beziehung hat er zu einem kleinen Mädchen, das nicht redet und nichts von sich preisgibt. Leon nennt sie Teres. Als beide von einer Bauernfamilie aufgenommen werden, wird aus Leon Leonas und aus Teres seine Schwester. Ihre alten Identitäten scheinen ausgelöscht.
Die beiden müssen im Haushalt und in der Landwirtschaft mithelfen, aber sie haben genug zu essen und werden gut behandelt. Bald können sie sich in der fremden Sprache ausdrücken. Doch Leon leidet unter der Eintönigkeit. Weiterlesen
Adam Silvera: Am Ende sterben wir sowieso
Am 5. September kurz nach Mitternacht klingelt Matteos Telefon. Er weiß schon, bevor er drangeht, welche Nachricht er erhalten wird. Heute wirst du sterben. Heute ist der Tag. Die so genannte „Death Cast“ warnt die Menschen mittlerweile vor. Gegen Mitternacht an ihrem Todestag erhalten sie eine telefonische Nachricht und können so ihren letzten Tag voll genießen und besondere Dinge tun. Gesetzt den Fall, sie fallen nicht direkt nach der Nachricht tot um. Denn das weiß man dennoch nicht. Man weiß nicht, wie man stirbt und wann. Nur, dass es vor Mitternacht des nächsten Tages passieren wird. Matteo beschließt, die Chance zu nutzen und sucht sich über eine der zahlreichen Apps, die existieren einen letzten Freund, mit dem er den Tag verbringen kann. Seine Wege kreuzen die von Rufus, der sich auf der Flucht vor der Polizei befindet und der ebenfalls eine Nachricht von Death Cast erhielt. Am Ende des Tages werden beide tot sein. Weiterlesen
Sam Carrington: Saving Sophie – Ihr letzter Moment könnte auch Deiner sein
Die 17-jährige Sophie wird nach einer Partynacht von der Polizei nach Hause gebracht. Sie ist seltsam verwirrt, spricht sinnlose Sätze über ihre Freundin Amy und man bekommt nichts aus ihr heraus, was passiert sein könnte. Am nächsten Morgen dann der Schock: Amy ist nach der Nacht gar nicht nach Hause gekommen. Bange Stunden des Wartens beginnen für Amys Eltern und auch Sophies Eltern Karen und Mike machen sich Sorgen um den Verbleib der Freundin ihrer Tochter. Weiß Sophie mehr als sie vorgibt?
Sam Carrington entwirft mit „Saving Sophie“ eine spannende Geschichte, die aber stellenweise etwas langatmig gehalten ist. Manchmal passiert Kapitel für Kapitel nicht wirklich nennenswertes. Ein paar gute Kapitelenden gibt es und man möchte dennoch immer wieder erfahren, was nun wirklich passiert ist. Bald wird eine Leiche gefunden und es stellt sich heraus, dass es sich dabei nicht um Amy, sondern um Erin, Sophies allerbeste Freundin, handelt. Zeitgleich erhält Sophie verstörende Nachrichten auf ihrem Computer, verpixelte Bilder, Andeutungen. Doch das behält sie lieber für sich. Weiterlesen
Wolf Haas: Junger Mann
Mal was leichtes, federndes für zwischendurch. Vom Großmeister literarisch, komödiantischer Krimis im Wiener Milieu (Kommissar Brenner) fein gezeichnet, und mit einem ständigen Schmunzeln auf den Lippen zu lesen. Der „junge Mann“, ich glaube der Vor- oder Familienname wird nie erwähnt, erzählt von sich selbst und von seiner ersten großen Liebe und von einem Typ namens Tscho, vor dem er Respekt hat, ihn vielleicht auch heimlich bewundert und dessen Freundin und spätere Frau Elsa, in die sich der „junge Mann“ herrlich verliebt. Elsa selbst ist äußerst kokett ihm gegenüber und lässt den Altersunterschied einfach mal weg in dem sie kräftig mit dem (sagen wir ca.) Vierzehnjährigen flirtet, wenn Tscho mit seinem Scania LKW mal wieder auf dem Autoput Richtung Teheran unterwegs ist.
Der „junge Mann“ arbeitet in den Sommerferien an der Tankstelle eines unbestimmten Ortes nicht weit von der deutschen Grenze in Österreich und fühlt sich in seiner pubertierenden Zeit einfach zu dick. Zu Hause hat er eine fürsorgliche Mutter, die ihn zu sehr füttern will, und sein Vater, köstlich beschrieben, hat einen kleinen psychischen Schatten in der Landesklinik aufzuarbeiten. Weiterlesen
Beate Sauer: Der Hunger der Lebenden. Ein Fall für Friederike Matthée
Juni 1947: Im Bergischen Land, unweit von Köln, wird die Hofbesitzerin und ehemalige Polizistin Ilse Röder ermordet. Vier Schüsse direkt ins Gesicht haben ihre Schönheit zerstört, die viele Männer bewundert haben. Franziska Wagner, ein junges Mädchen mit einem langen Vorstrafenregister und viel Wut im Bauch, wird mit einer Pistole in der Hand neben der Toten gefunden. Für Hauptkommissar Heimerzheim, der die Ermittlungen leitet, ist der Fall klar, vor allem, als herauskommt, dass Ilse Röder für die Einweisung von Franziska Wagner in ein Polizeiliches Jugendschutzlager verantwortlich war. Zudem wurde Franziska Tage vor der Tat in der Nähe des Hofes gesehen. Doch Friederike Mathée von der weiblichen Polizei in Köln beginnt bald daran zu zweifeln. Sie fängt an – teilweise auch auf eigene Faust – Informationen über Franziska und über Ilse Röder zu sammeln. Bei einer Polizeiaktion lernt sie die kleine Elli kennen, die gemeinsam mit Franziska in einer verfallenen Fabrik Unterschlupf gefunden hat und Friederike ganz neue Facetten der jungen Frau zeigt. Und als die Obduktion ergibt, dass Ilse Röder vor Kurzem ein Kind geboren hat, obwohl ihr Mann in Russland vermisst wird, kommen neue Verdächtige ins Spiel. Weiterlesen
T.C. Boyle: Das Licht
Für sein neuestes Werk „Das Licht“ bedient sich der US-amerikanische Kultautor T.C. Boyle einer Methode, die er bereits bei früheren Büchern angewandt hat: Er schreibt einen Roman rund um Geschehnisse, die sich wirklich ereignet haben.
In diese
m Fall geht es um die Hippie-Kommune um Professor Timothy Leary, der zu Beginn der 60er-Jahre mit der bewusstseinserweiternden Droge LSD experimentiert hat. Die beiden fiktiven Figuren Fitz und seine Frau Joanie, aus deren Sicht der Roman geschrieben ist, geraten in den Inneren Zirkel rund um Leary. Sie nehmen die Droge, haben gute und schlechte Trips – teils mit rauschhaftem Sex und Kaskaden von bunten Farben, teils mit schlimmen Angstzuständen und Albträumen – und werden immer mehr zum Teil der Gruppe. Sie ziehen mit ihr nach Mexiko und schließlich nach Millbrook im US-Bundesstaat New York. Dort bekommen sie unter anderem Besuch von den legendären Merry Pranksters in ihrem bunten Schulbus „Further“ des Autors Ken Kesey („Einer flog übers Kuckucksnest“) – ein Besuch, den es ebenfalls tatsächlich gegeben hat. Weiterlesen
Gabriel Tallent: Mein Ein und Alles
Julia ist 14 Jahre alt und so gar kein typischer Teenager. Sie läuft in weiten Armeeklamotten umher, lässt sich Turtle nennen und kann bestens mit allen Waffen ihres Vaters umgehen. Die beiden leben nach dem Tod der Mutter seit vielen Jahren allein im Wald. Nur der Großvater väterlicherseits lebt noch in einem Wohnwagen in der Nähe. Doch als auch er stirbt, hat Turtle kaum mehr Kontakte zur Außenwelt. In der Schule ist sie Außenseiterin und schon durch ihr seltsames Verhalten aufgefallen. Und das möchte ihr Vater Martin auf keinen Fall. Auffallen muss um jeden Preis vermieden werden.
Gabriel Tallent hat mit „Mein Ein und Alles“ eine besondere Geschichte über sexuellen Missbrauch geschrieben. Die komplette Geschichte wird aus Turtles Sicht beschrieben. Sie ist auf den ersten Blick sehr sonderbares Mädchen. Umgibt sich mit Waffen, interessiert sich nicht für Themen von Gleichaltrigen und für Jungs. Erst als sie dem ein Jahr älteren Jacob über den Weg läuft, scheint es eine kleine Wendung zu geben. Aber Kontakt zu einem Jungen würde ihr Vater Martin ihr niemals erlauben. Für ihn gibt es nur sich und Turtle. Die beiden gehören zusammen. Für immer. Komme, was da wolle. Weiterlesen
B. Hennen & R. Corvus: Die Phileasson Saga 06: Totenmeer
Ein Gottesurteil soll es bestimmen, wer denn den Ehrentitel „König der Meere“ verdient tragen darf. Wird es der Foggwulf Asleif Phileasson oder inzwischen einäugige Beorn Asgrimmson, genannt Beorn der Blender sein, der die Umrundung des Aventurischen Kontinents und die Bewältigung von zwölf Questen für sich entscheiden kann? Die Zeit und die Abenteuer werden es weisen, das Wohl!
Mittlerweile haben unsere beiden Kapitäne und ihre jeweilige Mannschaft schon einige Abenteuer überstanden. Sie waren in den ewigen Gefilden des Eises, in dem sie einen vergessenen Elfenturm fanden, reisten durch Dschungel und Wüsten. Mittlerweile sind sie wieder in ihrem Element – soll heissen, das Meer, das sie alle lieben, hat sie wieder. Beon hat sich einen Vorsprung erschlichen, auch, weil er sich nie scheut, seinem Konkurrenten zu behindern wo er kann. Tödliche Anschläge sind verboten, doch Überfälle von Banditen oder Gerüchte, die die Obrigkeit dazu anleiten, sich dem Foggwulf und seiner Ottajasko misstrauisch gegenüber zu zeigen ist ein probates Mittel, den Widersacher zu bremsen. Nicht zu vergessen, dass er statt eines Orakels eine uralte Zauberin zu seiner Mannschaft zählen kann, die schon dafür sorgen wird, dass er die Queste heil überstehen wird. Weiterlesen