Laura Sebastian: Ash Princess

Die 16-jährige Thora hat alles verloren, ihre Mutter, ihre Herkunft, ihren eigenen Willen, ja, sogar ihren Namen. Im Königreich ihrer Mutter war sie Theodosia, die Thronerbin. Seitdem ihre Mutter getötet wurde und die Stadt durch eine Belagerung in die Hände des Kaisers gelangte, gehört das alles Vergangenheit an. Thora ist nichts weiter als eine gut gehütete Sklavin. Wenn es dem Kaiser danach ist, holt er sie hervor und lässt sie öffentlich als die Ash Princess auspeitschen. Etwa wenn die ehemaligen Bewohner Astreas in den Minen aufbegehren und einen Protestversuch wagen. Als Thora von Menschen aus ihrer Vergangenheit kontaktiert wird, schöpft sie neue Hoffnung.

Die Geschichte rund um die Ash Princess Theo enthält alles, was das Fantasy-Herz begehrt: Prinzen, Regenten, einen Hauch Magie, Göttermythen, Liebe, Intrigen und den ein oder anderen Hinterhalt. Laura Sebastian, ihres Zeichens Amerikanerin, versteht sich bestens darauf, die Geschichte interessant zu erzählen und alles in der genau richtigen Dosis einzufügen. Weiterlesen

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David Whitehouse: Der Blumensammler

Ohne dass sie es wissen, ist das Leben dreier Männer miteinander verknüpft. Professor Cole schrieb als junger Mann Liebesbriefe und versteckte sie in den botanischen Nachschlagewerken einer Bibliothek, damit sie von seiner zukünftigen Frau gefunden und gelesen werden. Einer dieser Briefe wird von Peter entdeckt, als er seinen Wissensdurst über eine seltene Blume stillen will. Und dreißig Jahre später wird Dove, der nach einem abgebrochenen Studium in der Notrufzentrale arbeitet, von Migräne- und Ohnmachtsattacken heimgesucht, durch die er in visionären Träumen Peters Suche nach sechs einzigartigen Blumen miterlebt und erleidet.

Große Abenteuer fangen im Kleinen an, und sie enden manchmal glücklich oder dramatisch. Im Falle der drei Männer entsteht ein dynamischer, lebensverändernder Prozess, der sie aus der selbst erwählten Sackgasse katapultiert.

Der 1981 in England geborene David Whitehouse hat sich auf Abenteuerromane spezialisiert. Weiterlesen

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Hilmar Klute: Was dann nachher so schön fliegt

Es ist doch super, wenn das erste Buch des Jahres gleich so ein Superlativ ist. Es tat so gut es zu lesen, dass ich aufgepasst habe, mich durch nichts stören zu lassen, wenn ich es las. Weit entfernt von Erlebnissen mit Romanen, die ich am liebsten schon nach hundert Seiten aufgegeben hätte oder bei denen ich anfing quer zu lesen um zum Ende zu kommen. Bei Hilmar Klute habe ich jeden Satz genossen. Um sogar eine gewisse Beklemmung zu spüren, weil auch dieses Buch ein Ende hat – willze machen! Ich hätte es immer weiterlesen können.

Hilmar Klutes Figur Volker Winterberg (wie viel Klute steckt darin?) ist ein Lyrikfan – und selber junger Dichter -wie er im Buche steht (!) und so komme ich gleich zur zweiten Ebene dieses Romans: er macht bekannt mit all den großen Dichtern und Lyrikern unserer (Nachkriegs-) Zeit, vor allem die, welche die Gruppe 47 bildeten, mit all den Namen wie Rühmkorf, Uwe Johnson, Reich – Ranicki oder auch sonstige literarische Helden wie Böll, Gernhardt, ach was weiß ich…Und immer wieder Nicolas Born, Grass, Handke, Walter Richter! Weiterlesen

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David Safier: Die Ballade von Max und Amelie, gelesen von J. Ahlborn & V. Karun

Eine Warnung für alle Puristen vorweg: ja, die Hunde werden vermenschlicht. Das ist so bei Fabeln, auch bei längeren. Alle, die sich darauf einlassen können, erwartet eine wunderschöne Geschichte über die Ewigkeit der Liebe.

Das Leben kann grausam sein, wer wüsste das besser als die einäugige Hündin Narbe, die auf einer Müllkippe lebt und auch dort aufgewachsen ist. Sie hat ihre Geschwister sterben sehen, hat Kämpfe verloren und wurde von ihrer Familie ausgestoßen. Aber sie lebt. Eines Tages verirrt sich der Rüde Max auf Narbes Müllkippe. Er ist so ganz anders als die Hunde, die sie kennt. Er lässt sich von Menschenkindern beinahe töten, anstatt sie einfach anzugreifen. Er ist schwach? Narbe beschließt, ihm zu helfen und gemeinsam machen sie sich auf den Weg zurück zu Max zuhause, dass er irgendwie verloren hat.

Die beiden so unterschiedlichen Hunde lassen sich aufeinander ein, erkennen Schwächen als Stärken. Aber irgendetwas ist seltsam. Weiterlesen

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Jennifer Estep: Elemental Assassin 11: Spinnenglut

Gin Blanco, genannt die Spinne, war die berühmteste und berüchtigte Auftragskillerin von Ashland. Egal ob in den Slums oder den Vierteln der Reichen und Berühmten, wenn ihr Name fiel, warfen sich Menschen, Zwerge und Vampire unbehagliche Blicke zu. Dies hat Gin, – wie das Getränk -, auch der Tatsache zu verdanken, dass sie mit Mab, der Anführerin des organisierten Verbrechens und der Feuermagie kundig, die gefährlichste Macht der Stadt ausgeschaltet hat – endgültig. Damit hat sie Rache für die Ermordung ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester genommen. Seitdem meinen die Verbrecher der Stadt, dass sie, um den vakanten Thron zu übernehmen, nur Gin aus dem Weg räumen müssen. Wenn das so einfach wäre – Leichenberge hinter dem von Gin betriebenen Diner legen beredt Zeugnis davon ab, dass sie ihre Fähigkeiten, mit Gefahren umzugehen nicht verlernt hat.

Dumm, dass sie, just als alles sich etwas zu beruhigen schien, in einen neuen Kampf hineingezogen wird. Ihre jüngere Schwester ist als Polizistin hinter dem Mann her, der die Stadt mit Drogen versorgt. Seitdem dieser, ein Luftelementar, einen ihrer Spitzel ermordet und dessen Lebenskraft in sich aufgenommen hat, ist die Sache für sie persönlich geworden. Weiterlesen

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Walter Wüllenweber: Frohe Botschaft

Sensationelles Buch zur richtigen Zeit. Walter Wüllenweber gelingt mit diesem (Sach-)Buch ein Paradox zu beschreiben, weil es gleichzeitig warnt und entspannt.

Man sich endlich mal Zeit nehmen kann, sich zurückzulehnen, weil die Dinge tatsächlich mal so wie sie sind bewertet werden – in allen positiven Entwicklungen der letzten Jahrzehnte  – und man wiederum im nächsten Moment aufschreckt, ob der unglaublichen Ungerechtigkeit in der Verteilung des Reichtums und der Ressourcen in dieser Welt! Dabei ist es immer wichtig, seine eigene Position zu orten, denn die Frage bleibt, wie und was hab ich damit zu tun und was geht überhaupt noch, wenn ich mich einmische? Es ist, so analysiert Wüllenweber richtig, so leicht, sich auf den „Es-geht-eh-alles-den Bach runter-Virus“ zu berufen und dann mit guten Freunden in ebensolchen Restaurants mit einem noch besseren Roten anzustoßen. Mich hat dieses Buch schwer beeindruckt, denn die gnadenlose Zusammenfassung der letzten Jahrzehnte, in denen es – auch mir – immer besser ging und die Verhältnisse (immer natürlich relativ und von statistischen Werten ausgehend ) wie, Z.B. „Der Himmel über der Ruhr ist wieder blau“ (erinnern wir uns an Willy Brandt Anfang der  70ger) tatsächlich besser wurden. Weiterlesen

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Jill Myles: Queen of Blood 01: Die Bestimmung

Seri ist nur ein einfaches Bauernmädchen vom Stamm der Vidari. Schon 100 Jahre unterdrücken die herrschenden Athoniten ihr Volk und es regt sich langsam so etwas wie organisierter Widerstand unter den Vidari. Seri ist wenig begeistert, als sie herausfindet, dass ausgerechnet ihr Liebster Rilen zu den Widerständlern zählt, denn das ist mehr als gefährlich. Dann kommt der Blutprinz Graeme ins Land, um den Platz auf seinem Thron einzunehmen und ein weiteres Mal nach einer Ehefrau fürs Leben zu suchen, seiner so genannten Eterna. Als Seri in diesem Zusammenhang die Möglichkeit erhält, als Dienerin einer der adeligen Frauen viel Geld zu verdienen, nimmt sie Chance an. Und es passiert Unsagbares: Seri wird von der Gottheit der Athoniten zu Graemes Eterna auserkoren und soll ihn heiraten! Dabei ist sie doch schon in Rilen verliebt und plant ganz gewiss nicht, am Hof der Athoniten zu leben.

Über die Blutprinzen findet Seri später noch weitere schockierende Details heraus. Ihr Leben erinnert an das von Vampiren, ohne dass sie im Roman selbst auch nur einmal so genannt werden. Jessica Clare, bekannt durch diverse erotisch angehauchte Fantasy- und Nicht-Fantasy-Romane, schreibt hier unter dem Pseudonym Jill Myles eine Vampirgeschichte im weitesten Sinne, Weiterlesen

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Evelyn Skye: The Crown’s Game

Russland, 1825: Die 16-jährige Vika trainiert mit ihrem Vater seit vielen Jahren, um einmal die Zauberin des Zaren zu werden. Der Zar beschäftigt stets einen Zauberer, der ihm in der Kriegsführung hilft. In manchen Generationen werden allerdings zwei Zauberer geboren und Vika muss feststellen, dass der etwa gleichaltrige Nikolai auch Anspruch auf den Platz erhebt. Es kommt zu einem Wettkampf in fünf Runden, dem Spiel um die Krone, bei dem es nur einen Sieger geben. Der andere Zauberer muss sterben. Als Vika auch noch beginnt, etwas für Nikolai zu empfinden, scheint die Lage aussichtslos.

Evelyn Skye hat russische Literatur und Geschichte studiert. Das spürt man auch in ihrem Roman. Sie legt die Handlung ins Russland des beginnenden 19. Jahrhunderts. Von den Menschen weiß aber kaum jemand, dass Zauberei überhaupt existiert. Sieht jemand einen Zauber, versucht er ihn ganz banal zu erklären. Deshalb lebte Vika bisher eher im Verborgenen auf einer russischen Insel. Weiterlesen

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Kent Nerburn: Nicht Wolf nicht Hund. Auf vergessenen Pfaden mit einem alten Indianer

In diesem Buch wird unterhaltsam der authentische Versuch einer Annäherung an die indianische Kultur beschrieben.

Bereits 1994 wurde Nicht Wolf nicht Hund in den USA verlegt und avancierte dort zum Bestseller. In Großbritannien wurde das Buch  2017 neu herausgebracht. Hierzu hat Robert Plant, der Sänger von Led Zeppelin ein Vorwort verfasst.

Der Autor Kent Nerburn ist Ethnologe und Theologe. Nach einem Telefonanruf sucht er den alten Lakota-Indianer Dan auf Bitten von  dessen Tochter Wenonah in einem Reservat auf. Dan möchte, dass Kent Nerburn die Geschichte seines Volkes aus Sichtweise eines Indianers und nicht aus Sicht der Weißen für die Nachwelt aufzeigt und niederschreibt. Hierzu übergibt Dan an Kent Nerburn einen Schuhkarton mit Notizen, die er über lange Jahre angereichert hat. Alle Aufzeichnungen wie Briefe, Zeitungsausschnitte, Fotos oder schnelles Gekritzel auf Servietten, liegen wild durcheinander in dem Karton. Hieraus eine Story zu entwickeln erweist sich für Kent Nerburn als schwierig. Weiterlesen

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Todd Calgi Gallicano: Magic Guardians 01: Der Fluch des Greifen

Sam London lebt in einem kleinen Kaff in Californien. Seine alleinerziehende Mutter ist Lehrerin, und so hat er es nicht eben leicht, schließlich kennt sie alle Tricks und Schliche, mit denen man sich vor der Schule drücken kann aus dem ef-ef. Seit einigen Jahren schon versucht Sam herauszufinden, für was er wirklich begabt ist – sein Zimmer legt beredt Zeugnis davon ab, was er nicht alles ausprobiert hat. Sport, Musik, Kunst – alles nicht sein Ding.

Nur eines fasziniert den Zwölfjährigen wirklich – Fabelwesen, Tiere, die nie ein Mensch zuvor zu Gesicht bekommen hat. Seine Obsession geht soweit, dass er schon von diesen Wesen träumt! Gerade in letzter Zeit hat er von der Begegnung mit einem waschechten Greifen – ja die mit Adlerschnabel und Löwenkörper – geträumt, als er in den Nachrichten einen Bericht von einer Tankstelle im Death Valley sieht, die er aus seinen Träumen kennt. Ihm ist klar – er muss da hin, vielleicht gibt es den Greifen ja wirklich? Gesagt, getan – zwar war es nicht einfach, doch Sam schafft es in die Wüste zu kommen, und dort seinen Greifen zu treffen.
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