Beängstigend gut: Ein Roman, der das Thema „Kälte“ sprichwörtlich in jeder Zeile verkörpert – und unbewusste Endzeitszenerien als Parallele zur aktuellen Situation zwischen Klimawandel und Corona hervorruft. Wer schon bei „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ der Faszination des ewigen Eises erlegen ist, darf diesen schaurig-schönen Roman nicht verpassen. Die weiblichen Protagonistinnen der Geschichte kämpfen sich durch zwei unwirtliche Settings. Erstens: ein unbewohnter Eisplanet in der Zukunft. Zweitens: Grönland im ausgehenden 19. Jahrhundert. Meisterlich verwebt der Autor die beiden Plotebenen miteinander, legt Fragmente, Szenen, Gedanken, Erinnerungen, Märchenhaftes und Wissenschaftliches wie Puzzleteilchen aneinander. Wir Leser werden in ein weißes Nichts geworfen, das eigenen Naturgesetzten folgt. Hier herrscht nicht der Mensch über die Materie, hier kämpft er im Würgegriff gnadenloser Elemente ums nackte Überleben.
Gleich die ersten Seiten des Romans treiben uns eiskalte Schauer über den Rücken. Die Biologin Elaine erwacht in einer unbekannten Umgebung. Der Boden bedeckt von Eis und Schnee, der Himmel verdunkelt durch graue Nebelwände, durch die ein diffuses Licht hindurchscheint. Hier kann nichts Lebendiges gedeihen. Elaine ist mutterseelenallein. Nach und nach kommt die Erinnerung zurück an ein nicht minder schreckliches Szenario. Die Erde wurde durch einen Kometeneinschlag zerstört. Weiterlesen
Früher stand mein Herz in einem Glas über dem magischen Feuer einer Hexe. Als Herzlose war ich zwar gebunden, aber auch unsterblich – leider hatte ich mit meinem Herz auch all meine Erinnerungen an mein Leben bis zu dem Zeitpunkt, als die Hexe mir selbiges entriss, verloren. Ich würde alles tun, um mein Herz wieder zu bekommen – auch meine Liebe, Lucien, den Prinzen des Reiches zu meucheln und sein Herz meiner Hexe zu bringen. Doch dann mischte sich jemand ein, der seit fünf Jahren spurlos verschwunden war – Prinzessin Varia von Cavanos, die Schwester meines Geliebten ist zurück.




In fünf unterschiedlichen Novellen beschreibt Hartmut Lange Menschen in ihrem Alltag, der durch bestimmte Ereignisse kein Alltag mehr ist. Sie erleben Grenzerfahrungen, die ein Umdenken, Anpassen oder sogar ein Aufgeben erforderlich machen:
