Tomohito Oda: Komi can’t communicate 01

In „Komi can’t communicate“ geht es um die Highschoolschülerin Komi, welche unter einer starken Sozialphobie leidet. Sie schafft es nicht mal, ein anderes Wort zu einem ihrer Mitschüler zu sagen. Dabei ist es doch ihr größter Wunsch 100 Freunde zu finden.

Als sie Tadano kennenlernt, scheinen sich die Dinge zum Besseren zu ändern. Er wird ihr erster richtiger Freund und gemeinsam schaffen sie es, zwei weitere Freunde zu gewinnen. Doch je beliebter Komi wird, desto unbeliebter wird Tadano. Als Göttin der Klasse verehrt, scheint jeder Komi zu mögen aber auch gleichermaßen zu meiden. Ihre Stille wird als kühle Eleganz wahrgenommen und sogar ihre Lehrer passen sich dem an.

Diesen Manga habe ich mit gemischten Gefühlen gelesen. Er war keinesfalls schlecht und vor allem die Zeichnungen haben mir gefallen, doch gleichzeitig hat leider auch die Spannung oder das Drama gefehlt. Es fiel mir leicht ihn an einem Stück zu lesen, was hingegen wieder für „Komi can`t communicate“ spricht. Weiterlesen

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Toriyoshi: Wenn ich deine Stimme höre 01

In „Wenn ich deine Stimme höre“ von Toriyoshi geht es um Tatsumi. Er ist einer der beliebtesten Hosts und stets von Frauen umgeben. Es fehlt ihm nicht an Angeboten und er schätzt seine Beliebtheit. Als er eines Tages die Stimme des Synchronsprechers Shuichi hört, ist er hin und weg. Als Shuichi bald darauf auch noch vor ihm steht, beginnt Tatsumi, sich in ihn zu verlieben. Und Shuichi? Er kennt Tatsumi von früher und ist bereits zehn Jahre lang in ihn verliebt. Bald darauf sind die beiden in einer Beziehung, doch wie in jeder Beziehung gibt es große und kleine Hürden…

Mir persönlich hat dieser Manga wirklich gut gefallen. Die beiden Protagonisten Shuichi und Tatsumi waren wirklich sympathisch und auch die Geschichte war weitgehend realistisch und ansprechend gestaltet. Man konnte sich gut in die Charaktere hineinfühlen und ihre Handlungen nachvollziehen. Das Erzähltempo war angenehm und auch die Zeichnungen sahen wirklich gut aus. Weiterlesen

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Tomo Kurahashi: Sick

In „Sick“ geht es um Keito, dessen Leben nur aus Partys, Uni und Sex zu bestehen scheint. Die Kerle wollen sein wie er, die Mädchen vergöttern ihn. Als Macho genießt er die Aufmerksamkeit, die ihm von jedem entgegengebracht wird. Doch eine Person entzieht sich Keitos Charme.

Shota ist zwei Jahre älter und teilt sich ein Labor mit Keito. Er ignoriert seinen jüngeren Mitstudenten regelrecht und nimmt ihn kaum wahr. Kurzum, er hat keinerlei Interesse an Keito. Als dieser ihn jedoch mit auf eine Party schleppt, kommt es zum unfreiwilligen Kuss. Das Eis ist gebrochen und beide bemerken, das da vielleicht doch mehr ist, als sie vielleicht gedacht hätten.

Mir persönlich hat der Manga von Tomo Kutahashi nicht so gut gefallen. Die Charaktere wirkten sehr flach und waren streng nach den Klischees eines Machos und eines Nerds aufgebaut. Die Geschichte hat Potenzial, konnte dieses aber im Rahmen eines One Shots nicht richtig ausschöpfen und hätte mehr Zeit zum Reifen gebraucht. Weiterlesen

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Owen O’Kane: Der kleine Alltagsentschleuniger

Das Buch könnte genauso gut „Ten to Zen“ heißen, obgleich Zen nicht in seiner wörtlichen Bedeutung zu nehmen ist. Der erste Gedanke beim Lesen des Titels mag wohl automatisch so klingen: Nicht schon wieder ein Ratgeber für ein stressfreies Leben (für den mir echt die Zeit zum Lesen fehlt). Owen O’Kanes kleiner Alltagsbremser unterscheidet sich erfreulicherweise von anderen Ratgebern zum Thema.

Das Buch im wortwörtlichen Taschenbuchformat darf gerne mit auf die Reise in unseren Alltag, ins Büro, die Küche und den Keller. Kurze Kapitel erleichtern das stückweise Lesen des Sachbuches. Schließlich handelt es sich hier weniger um einen Fantasy-Titel, mit dem LeserIn stundenlang in eine andere Welt versinkt.

Das Anliegen des Sachbuchs ist strenggenommen das genaue Gegenteil davon, nämlich das Innehalten, das Achtsamsein auf die Gegenwart und auf sich selbst. Klingt gut, ist aber bekanntlich nicht einfach umzusetzen. Weiterlesen

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Kaska Bryla: Roter Affe

Kaska Bryla legt mit „Roter Affe“ ihren Debütroman vor. Um es vorweg zu nehmen: Es ist ein starkes Erstlingswerk.

Wir lernen Mania kennen: Eine Protagonistin, die keinesfalls in den Mainstream passt und dennoch authentisch dargestellt wird und handelt. Mania ist auf der Suche nach Tomek. Nach Tomek, dem Jungen, den sie seit ihrer Kindheit kennt, ihrem besten Freund. Mit ihm verlor sie Kaja, Tomeks Mutter und auf eine Art auch ihre, durch Freitod. Mania war die erste, die Tomek in den Arm nahm, nachdem sich ein älterer Junge an ihm vergangen hatte. Und dennoch sind Mania und Tomek nie ein Liebespaar geworden oder doch?

Mania sucht Tomek. Es ist das Grundthema dieses Romans, der durchzogen wird von Erinnerungen, Tomeks Notizen und gegenwärtigen Handlungen. Mania sucht Tomek zusammen mit Ruth, ihrer besten Freundin, Zahit, einem syrischen Flüchtling, den Mania einst illegal über Ungarn nach Österreich schleuste und von Sue, Tomeks Hündin. Die Handlung wird aus diesen verschiedenen Perspektiven erzählt (ja, auch aus der Sicht von Sue). Zu viert sitzen sie im Mietwagen und fahren von Wien nach Warschau auf den Spuren des verschwundenen Tomek. Weiterlesen

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Hilde Artmeier: Stille Donau

Hilde Artmeier schreibt Thriller und Kriminalromane, manchmal zusammen mit ihrem Mann Wolfgang Burger. In „Stille Donau“ beginnt alles mit Bernedettas Leidenschaft für Regensburgs Gotteshäuser. Protagonistin aber ist Anna di Santosa, Privatdetektivin und Besitzerin einer Modeboutique für Damen.

Der Kriminalroman nimmt seinen Lauf mit dem Mord an Jakob Laudamer, einem Journalisten der Süddeutschen Zeitung. Er war mit Mona bekannt, der Freundin und Mit-Boutique-Besitzerin von „BellaDonna“, die auch Anna di Santosa gehört.

Mona wiederum ist reichlich genervt von Bernedetta, der Aushilfe in der Boutique, die ihre Vorliebe für die Gotteshäuser in Regensburg ihren Aufgaben in dem Damenmodegeschäft vorzieht. So muss Anna, die gerade einen Auftrag als Detektivin abschließt, zur Boutique eilen, um Mona abzulösen, die einen wichtigen Gerichtstermin hat. Mona wird diesen verpassen, denn Anna findet den eingangs erwähnten ermordeten Journalisten. Weiterlesen

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Ilka Piepgras: Schreibtisch mit Aussicht: Schriftstellerinnen über ihr Schreiben

Ilka Piepgras ist Autorin verschiedener Bücher und arbeitet momentan als Redakteurin im Zeitmagazin. Das Essay von Anne Tyler aus den Siebzigern „still just writing“ war der ausschlaggebende Impuls für sie, dieses Buch zu verfassen. Eingangs ergründet sie darin ob und wie sich die Bedingungen des Schreibens von Männern und Frauen unterscheiden. Dabei stellt sich heraus, dass schreibende Frauen mit mehr Problemen zur kämpfen haben und auch im Literaturbetrieb weniger wahrgenommen werden. Über Jahrhunderte hinweg war und ist der Literaturbetrieb eine Männerdomäne. Für Frauen waren keine Plattformen vorhanden und sie mussten reichlich Mut aufbringen, um mit ihrem Schreiben an die Öffentlichkeit zu gehen. Da Frauen in der Literaturgeschichte keine Tradition haben,   mussten sie sich ihre Anerkennung in der Kunst- und Kulturszene eben auch immer härter erkämpfen als Männer. Zwar ist es mittlerweile längst so, dass immer mehr Frauen Bücher veröffentlichen und auch die Leserschaft überwiegend weiblich ist,  – die Schreibbedingungen für Schriftstellerinnen haben sich jedoch nicht wesentlich geändert. Aus diesem Grund gibt Ilka Piepgras in diesem Buch den Schriftstellerinnen ein Podium. Weiterlesen

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Leia Stone: Celestial City – Akademie der Engel: Jahr 1

Der Krieg zwischen Himmel und Hölle hat auf der Erde großen Schaden angerichtet. Alle Menschen sind in die Berührung einer übernatürlichen Kraft gekommen, die nun in ihnen weiterlebt. In einer Welt, die nun von Engeln und Dämonen regiert wird, müssen sich alle Achtzehnjährigen einer Zeremonie unterziehen, die zeigt, mit welcher Kraft sie ausgestattet sind und vor allem, ob diese Kraft von Engeln oder von Dämonen stammt.

Die achtzehnjährige Brielle macht sich keine großen Versprechungen von dieser Zeremonie, denn seit ihre Mutter ihre Seele an einen Dämonen verkauft hat, steht ihre Zukunft fest: Als Erstgeborene ist sie Teil des Pakts und wird ihr Leben als Dämonensklavin verbringen.

Als ihr bei der Zeremonie auf einmal schwarze Flügel aus dem Rücken wachsen, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. Nur die weinigen Menschen, die von der Kraft der Erzengel getroffen wurden, werden zu Celestials – Menschen mit Flügeln. Auf einmal kämpfen beide Seiten um das Recht, Brielle für sich zu beanspruchen und obwohl sie durch den Pakt mit dem Dämon als verlorene Seele gilt, darf sie die Falllen Acadamy besuchen, die Schule, die von Engeln geleitet wird. Weiterlesen

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Zaia Alexander: Erdbebenwetter

Literaturkritiker Denis Scheck hat das Buch bereits als „modernen Hexenroman“ bejubelt. Dem positiven Tenor kann man nur zustimmen. Aber Obacht! Der Begriff Hexenroman könnte in manchen Lesern falsche Erwartungen wecken. In Zaia Alexanders Werk gibt es keine übernatürlichen Kräfte, Zaubersprüche und Hexentränke, erst recht keine Frauen, die auf Besen durch die Nacht fliegen. Ihr Hexenroman ist viel subtiler. Es geht um Themen wie Selbstfindung, Abhängigkeiten und Potentialentfaltung. Darum, den richtigen Weg einzuschlagen, dabei die Zeichen und Menschen zu erkennen, die einen auf diesen Weg führen.

Auf einen wichtigen Hexenbegleiter wollte die Autorin in ihrer modernen Version allerdings nicht verzichten: Katzen! Diese nehmen in dem Roman eine wesentliche Rolle ein, sie erfüllen die Funktion eines zweibeinigen Handlungsträgers, agieren gleichwertig mit den menschlichen Figuren. Eine ungewöhnliche Perspektive, die nicht nur Katzenliebhaber begeistern dürfte. Auch die zweiten Wegbegleiter sind ungewöhnlicher Natur: Kinder. Die Autorin tauscht gekonnt die Blinkwinkel und lässt jene Schutzbefohlenen, die eigentlich von einem Erwachsenen erzogen oder domestiziert werden, zu den eigentlichen Lehrmeistern der Protagonistin werden. Auch sonst ist nichts so, wie Leser es bei einem konventionellen Hexenroman erwarten würden. Weiterlesen

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Ava Reed: Wenn ich die Augen schließe

Norah und ihre Freunde feiern. Wie alle anderen haben sie auf der Party Spaß, tanzen und trinken Alkohol. Am frühen Morgen wollen sie in Tims Wagen wieder nach Hause fahren. Sie wissen, dass Tim ebenfalls getrunken hat und erst seit kurzem einen Führerschein besitzt. Vielleicht verliert er deshalb die Kontrolle über sein Fahrzeug, während die anderen noch ausgelassen zur lauten Musik singen. Alle bis auf Norah kommen mit ein paar Kratzern und dem Schrecken davon. Denn Norah war als einzige nicht angeschnallt und wird durch die Frontschreibe geschleudert. Nachdem sie irgendwann aus dem Koma erwacht, erfährt sie, dass sie hätte sterben können. Abgesehen von den Blessuren und der Notoperation spürt Norah noch eine Veränderung. Etwas in ihr ist anders.

„… Ich fühle mich wie eine Uhr, die nicht mehr läuft, wie ein Habicht mit gebrochenen Flügeln. Ich bin ein Zebra ohne Streifen oder ein Baum ohne Wurzeln.“ (S. 50)

Aus irgend einem Grund fehlen ihr die Erinnerungen aus den letzten drei Jahren, und sie weiß nicht mehr so genau, was sie ausmacht. Gefühle und Neigungen müssen neu entdeckt werden. Nur ihr alter Freund Sam kann helfen, glaubt Norah. Ihm vertraut sie ihre Gedanken an. Weiterlesen

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