Flurin Jecker: Lanz

Der 14-jährige Lanz hat Projektwoche und eigentlich keine Lust, einen Blog schreiben. Trotzdem meldet er sich bei dem Projekt „Ich schreibe einen Blog“ an, weil er weiß, dass Lynn da sein wird. Dass sein Lehrer Gilgen den Kurs leitet und Lynn gar nicht da ist, frustriert ihn.

Natürlich hat er keine Ahnung, was er schreiben soll. Als er dann aber beginnt, werden seine Einträge so persönlich, dass niemand den Blog lesen darf: Lanz hat zwei Zuhause, ein Zimmer bei der Mutter, eins beim Vater, und versucht beiden Eltern das Gefühl zu geben, dass es bei ihnen jeweils am schönsten ist.

Das Dorf in der Schweiz, in dem er lebt, steht nicht gerade für Spaß und Abwechslung. Am meisten beschäftigen ihn seine Gefühle für Lynn, die dann doch noch im Kurs auftaucht. Allerdings meint Gilgen, dass es unmöglich sei, im Projekt „Ich schreibe einen Blog“ erst gar nicht zu bloggen, dann seine Texte geheim zu halten, obwohl der Sinn eines Blogs das Teilen von Eindrücken, Geschichten und Gefühlen mit anderen ist. Weiterlesen

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Sara Pennypacker: Mein Freund Pax

Es herrscht Krieg und Peters Vater muss als Soldat an die Front. Peter soll deswegen zu seinem Großvater in ein weit entferntes Dörfchen ziehen. Doch zu dem alten Mann kann er seinen besten Freund Pax nicht mitnehmen. Pax ist nicht etwa ein Schulkamerad, sondern ein zahmer Fuchs, den Peter vor Jahren vor dem sicheren Tod gerettet hat. Sein Vater zwingt ihn schließlich, Pax vor seinem Umzug in einem Waldstück auszusetzen. Auch in der neuen Umgebung kann Peter den Fuchs nicht vergessen. Er beschließt, auszureißen und die weite Strecke zu Fuß zurückzulegen, um wieder mit Pax vereint zu sein.

Sara Pennypacker hat bereits mit „Der Sommer der Eulenfalter“ ein einfühlsames Jugendbuch geschrieben, das sich ebenfalls einem ungewöhnlichen Thema zuwandte. Weiterlesen

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Hilary Freeman: Mein schönes falsches Leben

Als die 17-jährige Ella eines Morgens die Augen aufschlägt, ist sie eine andere. Und irgendwie doch nicht. Sie ist noch Ella, aber anders. Sie trägt eine andere Frisur, ihr Zimmer ist anders dekoriert, sie hat andere Freundinnen, ihre Eltern sind nicht geschieden und in der Schule belegt sie völlig andere Kurse als sonst. Was ist passiert? Ella beginnt nach Ursachen zu forschen, während sie sich Stück für Stück in dem fremden Leben zurechtfinden muss. Hat das alles etwas mit dem Autounfall zu tun, der ein paar Wochen zurückliegt? Oder mit der seltsamen alten Frau, die ihr ständig begegnet, die aber niemand außer ihr zu sehen scheint?

Die Idee von Hilary Freeman ist nicht schlecht, aber man hätte mehr aus ihr machen können. Viel zu lange hält sie sich mit Ellas neuem Leben auf, bis sie auf den Kernpunkt – im Wesentlichen eine Theorie über Parallelwelten, die aus Wendepunkten im Leben resultieren – kommt. Weiterlesen

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T. A. Wegberg: Meine Mutter, sein Exmann und ich

Joschka ist 15, hat eine Zwillingsschwester namens Liska und zwei Väter. Naja, eigentlich hatte er eine Mutter und einen Vater, bis sich seine Mutter in Frederik umbenennen lassen wollte und sich zum Mann umoperieren ließ. Transgender. Joschka kann damit nichts anfangen und plötzlich will seine Mutter auch nicht mehr, dass er sie „Mama“ nennt. Vor seinen Freunden schirmt er seine Mutter panisch ab, damit diese nicht von der Sache Wind bekommen. Denn in seinem Leben ist auch so schon genug los: Er freundet sich mit dem seltsamen Neuling Sebastian an und kommt endlich seiner großen Liebe Emma näher.

Wegbergs Roman ist lustig und ernst zugleich. Er findet einen perfekten Mittelweg zwischen witzigen Szenen aus Joschkas Familienleben und einer ernsten Annäherung an das Thema Transgender. Weiterlesen

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Simon Packham: Stumme Helden lügen nicht

In nur einer Nacht verändert sich das Leben des 15-jährigen Chris schlagartig. Sein bester Freund Declan kommt bei einem Autounfall ums Leben und nichts ist mehr wie zuvor. Plötzlich bringt Chris keinen einzigen Ton mehr über die Lippen. Er ist verstummt im Angesicht dessen, was er getan hat. Seine Lehrer, Eltern und Mitschüler reagieren mit einer Mischung aus Gelassenheit, Belustigung und Bestürzung. Nur das Mädchen Ariel glaubt, dass mehr hinter Chris‘ Stille steckt und versucht, an ihn heranzukommen.

Simon Packhams Roman ist kurz und knapp gehalten. Man lernt Chris am Tag nach dem Unfall kennen und begleitet ihn in den darauffolgenden Wochen. Die Geschichte wird komplett aus seiner Sicht beschrieben, weshalb man als Leser meist weiß, was in ihm vorgeht. Sein Geheimnis, das dann gar nicht so wild ist, wie es aufgebauscht wird, erfährt man trotzdem erst kurz vor Ende des Romans. Weiterlesen

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Anne Freytag: Den Mund voll ungesagter Dinge

Sophie ist 17 Jahre alt und steht direkt vor ihren Abiturprüfungen, als es ihrem alleinerziehenden Vater einfällt, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Umzug wäre. Er will die Zelte in Hamburg abbauen und zu seiner Freundin und deren zwei Söhnen nach München ziehen – zehn Wochen vor Sophies Abiturprüfungen! Mürrisch lässt sich Sophie darauf ein und ist in München die Neue, die keiner kennt. Doch dann lernt sie das gleichaltrige Nachbarsmädchen Alex und deren Freunde Clemens und Nik kennen und die Geschichte scheint eine Wendung zu nehmen. Alex nimmt sich freundlich Sophie an und selbst die Freundin ihres Vaters, Lena, scheint sich für das Mädchen zu interessieren. Weiterlesen

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Caleb Roehrig: Niemand wird sie finden

Flynn wird von der Nachricht völlig überrascht. Seine Freundin January ist verschwunden. Von Anfang an hat die Polizei ihn in Verdacht – schließlich war sie seine Freundin. Aber Flynn hat January schon lange nicht mehr gekannt – ebenso wenig wie sie ihn. Das muss er feststellen, als er sich selbst auf die Suche nach ihr macht. Vor einigen Monaten hat Januarys Mutter wieder geheiratet – einen reichen Politiker  – und hat ihr neues Leben gehasst, das neue Haus, die neue Schule. Soviel wusste Flynn. Aber war das wirklich so? Flynn lernt Menschen kennen, die January auf der neuen Schickimicki-Schule getroffen haben und behaupten, mit ihr befreundet gewesen zu sein. Und ihren Job im Spielzeugladen, von dem sie immer behauptete, er würde ihr ein letztes Stück Unabhänigkeit bewahren, hat sie längst gekündigt. Ihr ehemaliger Kollege erweist sich überraschenderweise als ziemlich nett – obwohl er behauptet, ebenso wie ihre neuen Schulkameraden, sie hätte sich längst von Flynn trennen wollen, weil er ihr auf die Nerven ging. Weiterlesen

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Sally Nicholls: Eine Insel für uns allein

Holly ist 13 Jahre alt, als sie die Erlebnisse des vergangenen Jahres zu Papier bringt. Sie lebt mit ihrem 19-jährigen Bruder Jonathan und ihrem 7-jährigen Bruder Davy in London. Die Mutter ist vor einiger Zeit gestorben, seitdem kümmert sich Jonathan ganz offiziell um die beiden jüngeren Kinder. Trotzdem muss Holly viel Verantwortung übernehmen und passt meistens auf Davy auf. Eines fehlt den dreien ständig: Geld! Als Davys Kaninchen schwer erkrankt, gibt Holly nicht auf. Das Kaninchen gehört schließlich zur Familie und Familienmitglieder lässt man nicht im Stich! Durch die Erbschaft ihrer Tante tut sich eine Möglichkeit auf, doch die will erstmal gefunden werden. Eine abenteuerliche Schatzsuche beginnt. Weiterlesen

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Chris Weitz: Young World 02: Nach dem Ende

Der erste Band erzählte die Geschichte der New Yorker Jugendlichen in einer Welt, in der eine Seuche alle Erwachsenen getötet hat und auch sie töten wird, sobald sie Erwachsen werden. Das haben sie geglaubt, danach haben sie gelebt, aber es war eine Lüge. Denn es gibt auf der Welt sehr wohl überlebende Erwachsene. Es gibt sogar noch eine Welt, wie sie sie früher gekannt haben, mit Regierungen und Militär und IPhones. Diese Welt hatte New York aufgegeben, abgeschottet, um die Seuche einzudämmen, und sie waren damit erfolgreich.

Donna und Jeff werden getrennt, unterschiedliche Organisationen bemühen sich um sie, denn es sieht so aus, als gäbe es doch endlich ein Mittel gegen die Seuche. Jeff kehrt nach New York zurück. Weiterlesen

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Sara Oliver: Die Welten-Trilogie 02: Verloren zwischen den Welten

Ve ist zurück in ihre eigene Welt gereist und natürlich hat sie es nicht über sich gebracht, den Fahrstuhl zwischen den Welten vollständig zu zerstören. Sie ist mit ihrer Mutter zurück nach New York gekehrt, die zweite Welt scheint sehr weit weg zu sein. Da erkrankt ihre Mutter ganz plötzlich. Ve ist überzeugt davon, dass der TRADE-Konzern hinter der Erkrankung ihrer Mutter steckt, dass der seltsame Heiler, dem sie seit Monaten vertraut, sie mit seinen Tees erst krank gemacht hat. Ves Mutter braucht eine Spenderniere und es scheint nur eine einzige Person zu geben, die ihr helfen könnte: ihr anderes Ich Karla. Also setzt Ve Himmel und Hölle in Bewegung, um den Teleporter wieder in Gang zu setzen, unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen selbstverständlich.

Zurück in der zweiten Welt findet sie heraus, dass Karla erfreulicherweise gerade eine Entziehungskur gemacht hat (was bedeutet, dass sie zur Transplantation immerhin fähig wäre) und weniger erfreulicherweise sich neu verliebt hat. Wird sie sich trotzdem überreden lassen, mit Ve in ihre Welt zu reisen, um Ves Mutter zur retten? Weiterlesen

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