Amy Giles: Jetzt ist alles, was wir haben

Hadley ist 17 Jahre alt und unsichtbar. Natürlich nur wortwörtlich. Sie ist die perfekte Schülerin, eine großartige Sportlerin, hat gute Noten und Aussichten auf einen großartigen Studienplatz. Und das alles nur, damit niemand merkt, dass ihre Familie ein Geheimnis hütet. Doch Hadley hat auch eine 10-jährige Schwester, Lila, um die sie sich Sorgen machen muss, wenn sie in Kürze endlich ausziehen kann. Und dann passiert ein schlimmes Unglück. Ein Flugzeugabsturz, der viele Fragen aufwirft. Fragen, denen sich Hadley auf kurz oder lang stellen muss.

Amy Giles entwirft eine Geschichte über eine Familie, die zerrüttet ist und dennoch nach außen ein perfektes Bild abgibt. Die Mutter in der Schule engagiert, der Vater wohlhabend und ein gern gesehener Spender bei jedem Anlass. Lila ganz unauffällig, aber rebellisch und jung, Hadley die Musterschülerin schlechthin, über die sich niemand beschweren kann. Was also könnte die Familie verbergen? Alles beginnt mit besagtem Flugzeugabsturz, dessen einzige Überlebende ausgerechnet Hadley ist. Weiterlesen

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Ava Reed: Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen

Leni steht in ihrem letzten Schuljahr vor dem Abitur, als ihre Welt plötzlich auf dem Kopf steht. Es beginnt ganz klein in einer Prüfungssituation. Ihr wird schlecht, sie muss sich auf dem Flur übergeben und kann danach tagelang nicht zur Schule. Doch ist das wirklich nur eine Magen-Darm-Grippe? Bald zeichnet sich ab, dass es Leni immer schwerer fällt, am Alltag teilzunehmen. Manchmal schafft sie es nicht mal mehr aus dem Bett und selbst ihre beste Freundin mit ihrer stets guten Laune kann ihr nicht helfen. Alle sind in Sorge, was mit Leni los ist. Und kein Arzt scheint helfen zu können. Bis ein Psychologe die Diagnose Depressionen mit einhergehenden Angststörungen stellt. Leni lässt sich in eine Klinik einweisen und hofft, dort endlich Hilfe zu finden.

Ava Reeds neuer Roman über eine junge Frau mit Depressionen und Angststörungen berührt von der ersten bis zur letzten Seite! „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.“ ist eine besondere Geschichte, der man sich kaum entziehen kann. Der Roman ist zu einem großen Teil aus Lenis Perspektive geschrieben, wird aber auch durch Tagebucheinträge, die sich grafisch vom Rest abheben, unterbrochen. Weiterlesen

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Britta Sabbag: Blackwood: Briefe an mich

Gesine ist 15 Jahre alt, als ihre Mutter bei einem Unfall verstirbt. In der Folge muss sie von Österreich zu ihrer Tante Wanda nach Irland ziehen. Alles ist fremd, die Menschen sonderbar abergläubisch und komisch. Bei ihrer Tante macht Gesine alles falsch, in der Schule macht sie sich schnell Feinde. Nur Sam, der Sohn des Friedhofswärters, nimmt sich ihrer an und stellt ihr das Dörfchen genauer vor. Auch in der Theater-AG kann Gesine schließlich Erfolge feiern und spielt an der Seite des bekannten Arian die weibliche Hauptrolle – sehr zum Leid seiner Freundin. Als die Situation weiterhin aussichtslos scheint, erhält Gesine einen verwirrenden Brief. In der Schublade ihres Schreibtisches liegt tatsächlich ein Schriftstück, das ihr älteres Ich an sie geschrieben zu haben scheint. Könnte das die Lösung für all ihre Probleme sein oder ist diese Magie eher gefährlich?

Britta Sabbag entwirft eine Geschichte für Teenager-Mädels ab etwa 13 Jahren, die mit einigen magischen Elementen gespickt ist. Gesines Tante glaubt an magische Wesen, spricht mit ihnen und pflegt für sie ihren Garten. Gesine hält das so lange für Hokuspokus, bis sie den Brief ihres älteren Ichs erhält. Weiterlesen

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Eva Siegmund: H.O.M.E. – Die Mission

Jahrelang hat die 17-jährige Zoë auf der H.O.M.E.-Akademie gelernt, sich zu verteidigen, sich in Extremsituationen zurecht zu finden, Einsätze zu planen und ihre Mannschaft zu führen. Nun ist sie endlich die Kapitänin der Mother, dem Schiff, das sie zu dem entfernten Planeten Keto bringen soll. Doch das hat sie sich alles ganz anders vorgestellt, denn als Zoë erwacht, befindet sich das Schiff bereits im Landeanflug auf den fremden Planeten und es sind drei Jahre wie im Flug vergangen. Zoë muss feststellen, dass die Leitenden der H.O.M.E.-Akademie ein böses Spiel mit ihr und der Crew treiben. Ein Passagier ist bereits beim Start verstorben und die verbliebenen 15 sollen auch getötet werden, wenn Zoë nicht bestimmte Aufgaben in der vorgegebenen Zeit absolviert.

In Zoës Welt herrscht ein Notstand an Wasser. Der Planet Keto soll erschlossen werden und für eine Kolonialisierung vorbereitet werden. Was die jungen Menschen dort erwartet, ist ungewiss. Mit dabei sind auch Tom, Zoës Bruder, und Kip, der beste Freund von Tom, den Zoë in Berlin kennen und schätzen lernte. Der erste Band der zweiteiligen Serie, „Das Erwachen“, begleitete die junge Frau durch die deutsche Hauptstadt auf der Suche nach der Wahrheit über die H.O.M.E-Akademie. Weiterlesen

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Marieke Nijkamp: Nur in der Dunkelheit leuchten die Sterne

Corey und Kyra galten als unzertrennlich und Corey war es egal, dass Kyra etwas sonderbar war und von den anderen Bewohnern des abgelegenen Nestes Lost Creek in Alaska gemieden wurde. Die beiden hielten immer wie Pech und Schwefel zusammen. Doch dann zog Corey zum Studieren weg und versprach Kyra, dass sie in den Weihnachtsferien zu Besuch kommen würde. Kyra wiederum versprach, auf Corey zu warten. Aber noch vor dem Fest erhält Corey die Nachricht, dass ihre Freundin tot in einem See aufgefunden worden sei. Corey versteht die Welt nicht mehr und reist für fünf Tage nach Lost Creek zurück. Fünf Tage, in denen sie herausfinden muss, was wirklich passiert ist.

Dafür dass die Protagonistin für ihre „Ermittlungen“ nur fünf Tage Zeit hat, geht alles in diesem Roman sehr geruhsam über die Bühne. Noch knapp nach der Hälfte kann man die Handlung eigentlich in einigen wenigen Sätzen zusammenfassen und es ist nicht viel passiert. Auf seltsame Weise hat Kyra in Coreys Abwesenheit unter den Bewohnern des kleinen Städtchens an Beliebtheit gewonnen, man ließ sie ihre Bilder malen und nahm sie ihr bereitwillig ab. Dabei deuten alle Motive von Kyra auf einen Hilferuf hin, Weiterlesen

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Veronica Roth: Rat der Neun 02: Gegen das Schicksal

Nachdem ich hier bei Schreiblust-Leselust im April 2017 schon das erste Buch der Geschichte um Cyra und Akos rezensieren konnte, freue ich mich, das nun auch mit dem zweiten und abschließenden Band tun zu können. Wer sich noch an meine damalige Rezension zu „Gezeichnet“ erinnert, wird verstehen, dass ich mich darauf gefreut habe, nun endlich die Fortsetzung lesen zu können. Aber eins nach dem anderen. Worum geht es bei ‚Rat der Neun‘ eigentlich?

Die durch ihre auch verfilmte Bestseller-Trilogie ‚Die Bestimmung‘ bekannt gewordene Autorin Veronica Roth stellt mit dem ‚Rat der Neun‘ erneut ihr schriftstellerisches Können und ihre Kreativität unter Beweis. Für ihren Science-Fiction/Fantasy-Zweiteiler hat sie ein eigenes Universum erdacht, in dem neun Planeten eine Sonne umkreisen. Der Rat der Neun ist eine Art Zentralregierung dieser Planeten, die jedoch alle durchaus eigene Interessen verfolgen und unterschiedlicher nicht sein könnten. So wird etwa der Planet Thuve von eisiger Kälte beherrscht, während auf dem Planeten Ogra tiefste Dunkelheit herrscht.

In diesem Universum leben die beiden Protagonisten Cyra Noavek und Akos Kereseth. Während Cyra die Tochter des Herrschers der eher aggressiven und kriegerischen Shotet ist, ist Akos der Sohn einer angesehenen Familie des friedlichen Planeten Thuve. Weiterlesen

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Kerstin Ruhkieck: Was geschah mit Femke Star?

Anouk und Femke waren bis vor drei Jahren unzertrennliche beste Freundinnen. Dann geschah etwas, was die beiden unwiderruflich zerstritten hat. Jetzt bittet Femke Anouk um ein Treffen, aber dabei läuft alles schief und es endet damit, das Femke tot ist. In der Nacht verwandelt Anouk sich äußerlich in Femke und versucht in deren Leben herauszufinden, was in diesen drei Jahren geschehen ist.

Kerstin Ruhkieck hat mit Sicherheit kein „schönes“ Buch geschrieben, aber ein überzeugendes. Sie selber – oder der Verlag – warnt bereits vorab, dass es sich um ein Buch handelt, dass bei Betroffenen Triggerwirkung haben kann. Veröffentlicht ist es als Jugendthriller, aber es kann auch Erwachsene überzeugen. Ich bin ja aus dem Alter der Schulzeit schon eine ganze Weile raus, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass mich ein Buch negativ beeinflusst hätte, aber in Zeiten, in denen Schüler von Social-Media-Mobbing in den Selbstmord getrieben werden, bin ich etwas vorsichtig damit, es für Jugendliche uneingeschränkt zu empfehlen. Weiterlesen

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Marissa Meyer: Renegades 01: Gefährlicher Freund

Mit den Luna-Chroniken hat Marissa Meyer eine tolle Reihe vorgelegt, die auf Märchen basierte und die mich von Anfang bis Ende begeistert hat. Leider war sie irgendwann zu Ende. Mit „Renegades – gefährlicher Freund“ führt sie uns jetzt in eine Welt, die genauso spannend zu werden verspricht.

In Gatlon-City regieren die Renegades, Menschen mit Superkräften,die den Rest der Stadt beschützen sollen (laut der Autorin selbst sind Vergleiche mit Gotham-City durchaus legitim). Nur klappt das mit dem Beschützen eher mäßig, wie Nova als Kind schmerzlich erfahren musste. Als ihre Familie getötet wurde, hat sie bis zum Schluß auf die Renegades gehofft, aber es kam niemand. Deswegen schloss sie sich mit wachsender Überzeugung den Anarchisten an, einer Untergrundbewegung. Jetzt ist sie fast erwachsen und soll ihre Kräfte nutzen, um sich bei den Renegades einzuschleichen und zu kundschaften. Dabei verliebt sie sich ausgerechnet in den Renegade-Kommandanten Adrian, was die Sache verkompliziert. Und es macht es auch nicht einfacher, dass dieser ebenfalls ein Geheimnis hat, das es um jeden Preis zu wahren gilt. Weiterlesen

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Alex Wheatle: Wer braucht ein Herz, wenn es gebrochen werden kann

Mo, Elaine und Naomi sind beste Freundinnen. Sie leben in einem Stadtteil, der in der Presse mit den freundlichen Worten sozialer Brennpunkt umschrieben würde. Alle drei sind fünfzehn Jahre alt, sehnen sich nach einem normalen, friedlichen Familienleben und erleben jede auf ihre Art die erste Liebe.

In Mos Gefühlswelt konkurriert die Sehnsucht nach Geborgenheit und Liebe mit einer großen Portion Wut und Hass. Denn sie hat noch nicht einmal annähernd ein normales Familienleben: Ihre kranke Mutter findet stets die falschen Typen, und der Job in der Wäscherei erlaubt finanziell nur winzig kleine Sprünge. Leider ist der neue Freund ihrer Mutter der Schlimmste von allen, findet Mo. Gerade auf Bewährung draußen nistet er sich bei ihnen ein. Der Neue hat auch kein Problem damit, die letzten 5 Pfund einzustecken, während Mo nichts zu essen hat und im Kühlschrank nur Bierdosen stehen.

Der Typ muss weg, schimpft Mo. So schnell wie möglich. Sie zeigt es ihm auf die einzige Art, die ihr zur Verfügung steht. Dabei verliert sie völlig die Kontrolle über ihre Gefühle und zeitweise über ihr Leben. Weiterlesen

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Monika Peetz: Das Herz der Zeit 01: Die unsichtbare Stadt

Lena spielt Handball. Weil sie von ihren Eltern wenig mehr als ein Foto hat und darauf trägt ihr Vater ein Handballtrikot. Vielleicht, oder doch bestimmt, hat sie sich deswegen für diesen Sport und diesen Verein entschieden. Lena lebt mit zwei kleineren Cousinen bei ihrer Tante Sonja, die sich genau an dem Tag verlobte, als Lenas Eltern bei einem Autounfall umkamen. Die Ehe ist längst gescheitert, die Tante frustriert und die Übrigbleibsel von Lenas Eltern sind seit 12 Jahren eingelagert in der Geschäftsidee der Tante: der Citybox. Bis Lena sie eines Tages findet und bei ihnen eine geheimnisvolle Uhr, deren Funktionsweise nicht mal ihre beste Freundin Bobbie enträtseln kann, dabei kann die sonst alle Rätsel lösen.

Und seit sie die Uhr gefunden hat, taucht immer wieder ein geheimnisvoller, weißhaariger Junge in ihren Leben auf. Lena hat nur einen Hinweis: den Kaufbeleg, der beweist, dass ihre Mutter diese Uhr 8 Jahre zuvor in einem Uhrengeschäft gekauft hat, das laut Google mitten im Nirgendwo liegt. Lena macht sich auf den Weg und findet die unsichtbare Stadt, die noch viel mehr Geheimnisse verbirgt, als sie sich jemals vorstellen konnte. Unter anderem leben dort nur Zeitreisende, die damit beschäftigt sind, das Leben von Menschen zu verbessern, die das Schicksal gar zu hart getroffen hat. So wie sie, findet Lena. Aber Zeitreisen ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Weiterlesen

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