Graeme Macrae Burnet: Sein blutiges Projekt: Der Fall Roderick Macrae

Culduie, ein winziger Ort in den Highlands, liegt malerisch in der Nähe des Meeres. 1869 ist das Leben der verarmten Bauern hart und überschaubar. Zum Entsetzen der Bewohner soll Lachlan Mackenzie, einer der größten Streithammel, der neue Constable werden, um die unbeliebte Arbeit des Erfüllungsgehilfen für den Gutsverwalter zu übernehmen. Natürlich nutzt er die ihm verliehene Macht für seine Rachefeldzüge. Keiner ist vor ihm sicher. Geldstrafen, Sonderarbeiten und Gewalt verändern das dörfliche Miteinander.

Der ärmste Bauer ist Roderick Macraes Vater und gleichzeitig der einzige, der passiven Widerstand leistet. Innerhalb weniger Monate verändert sich das Leben des sechszehnjährigen Roderick gravierend. Weiterlesen

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Rebecca Gablé: Die fremde Königin

Der Panzerreiter Gaidamar kennt weder seinen Vater, noch seine Mutter. Er wurde Um 930 einem Adeligen als Ziehsohn übergeben und weiß nicht mehr, als dass während seiner Kindheit ein adeliger Mann manchmal heimlich zu Besuch kam und dass das sein Vater gewesen sein muss. Eines Tages hörten die Besuche einfach auf.

Inzwischen ist Gaidamar erwachsen und ein erfolgreicher Panzerreiter – ebenso wie sein Ziehbruder. Aber Gaidamar wird ausgewählt, um die italienische Königin Adelheid und ihre Tochter aus der Gefangenschaft zu befreien zum zu König Otto zu bringen und das bindet ein Band, dass die beiden nie wieder werden lösen können.

Die fremde Königin ist bereits der zweite Teil von Rebecca Gablés Romanreihe um König Otto und schließt fast nahtlos an den ersten Teil an – es empfiehlt sich, diesen zuerst zu lesen, da der zweite Band ziemlich viele Andeutungen enthält, die dann einfach mehr Spaß machen. Auffällig fand ich, dass mit Gaidamar zwar eine fiktive Figur eine recht große Rolle hat, aber bei weitem ist das hier nicht so ausgeprägt wie in anderen Gablé-Romanen. Weiterlesen

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Annie Proulx: Aus hartem Holz

Mehr als 10 Jahre sind vergangen, seit die Pulitzerpreisträgerin Annie Proulx ihren letzten Roman veröffentlicht hat. Sie hat so erfolgreich und polarisierende Werke wie „Brokeback Mountain“ geschrieben und auch in ihrem neuen Roman ist wenig so, wie es zu sein scheint.

1693 möchten zwei junge Franzosen in Kanada (Neufrankreich zu dieser Zeit natürlich noch) ihr Glück machen. Beide finden zunächst einmal die Gefangenschaft, weil sie in eine Art Leibeigenschaft geraten und den lieben langen Tag Bäume fällen müssen. Sie gehen damit unterschiedlich um. Der eine wird der beste Baumfäller von allen, der andere flüchtet und scheint in der endlosen kanadischen Wildnis einfach zu verschwinden. Der eine heiratet eine einheimische Indianerin legt damit die Grundlage zu einer Familie von Holzfällern, die sich über das ganze Land verteilen werden. Der andere pflegt seinen Hass und gründet das erfolgreichste Holzunternehmen der nächsten 300 Jahre. Weiterlesen

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Graham Moore: Die letzten Tage der Nacht

New York, 1888: Paul hat sein Jura-Studium erst vor kurzem beendet, als sich ihm eine großartige Möglichkeit bietet. Ausgerechnet George Westinghouse bittet ihn um juristischen Beistand! Dieser Mann ist kein geringerer als der ärgste Konkurrent von Thomas Edison, der die Glühbirne erfunden haben will. Paul muss sich auf die Suche nach der Wahrheit begeben. Wer hat tatsächlich die Glühbirne erfunden und kann ein Patent auf sie anmelden? Dass er sich dabei mit einem der mächtigsten Männer des Landes anlegen muss, stört ihn kaum. Als ein serbischer Wissenschaftler auftaucht, der an der Erfindung der Glühbirne maßgeblich beteiligt gewesen sein scheint, schöpft Paul neue Hoffnung für die Wahrheitsfindung. Weiterlesen

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James Lee Burke: Vater und Sohn

Der ehemalige Texas Ranger Hackberry Holland lebt nach seinen eigenen Regeln. Er erschießt nur die Männer, die besser tot als lebendig sind. Eines Tages soll er beim Überfall eines Zuges helfen, in dem sich angeblich bewaffnete Soldaten aufhalten. Als der Rauch verfliegt, hat Hackberry erstmalig auf Kinder und Frauen geschossen. Er gerät ins Grübeln und zieht eine Bilanz über sein Leben. Eine gescheiterte Ehe und eine misslungene Beziehung wollen ihm nicht mehr aus dem Kopf gehen. Mit seiner letzten Frau Ruby hat er einen gemeinsamen Sohn. Beide hat er aufgrund von Missverständnissen und Intrigen aus den Augen verloren. Inzwischen ist Ishmael Soldat und von Granatsplittern schwer verwundet. Auf der Suche nach ihm kommt Hackberry einem skrupellosen Waffenhändler in die Quere. Seine Einmischung hat weitreichende Folgen. Weiterlesen

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Wolfgang Thon: Blutiges Land

Wir befinden uns mitten im Dreißigjährigen Krieg. Wallenstein hat im Auftrag des katholischen Königs gerade die protestantischen Horden des Dänenkönigs in Lütten geschlagen, der Sieg scheint in greifbarer Nähe zu sein. In einem kleinen Kaff abseits des Kriegsgeschehens lebte man bislang friedlich. Bis eines Tages Reisende vorbeikommen. Die ersten, Protestanten mit einem Juden im Gepäck sind auf der Flucht, die Anderen, Katholiken versuchen die Flüchtigen einzufangen. Beide aber gehen mit den Bewohnern der Region nicht eben pfleglich um. Die Zeit, der Krieg und die damit verbundene Verrohung hat seinen Tribut gekostet – der geschliffene Stahl ist ebenso schnell gezogen, wie die Arkebuse abgefeuert. Weiterlesen

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Richard Dübell: Der Jahrhunderttraum

Im Jahrhundert der Industrialisierung schien plötzlich alles möglich. 1891 sind die ersten Flugpioniere unterwegs und Levin von Briest will unbedingt einer von ihnen werden. Sein älterer Bruder Otto strebt zwar ein Ingenieurstudium an, hat mit der neuen Technik aber nur wenig im Sinn. Ihn treibt es eher in das Detektivbüro von Edgar Trönicke, der den Tod seiner Großeltern aufklären soll. Die sind bei einem Zugunglück in der Schweiz umgekommen, aber war es wirklich ein Unglück oder war es Sabotage? Otto ist fasziniert von der Arbeit Edgars und von dessen Schreibkraft. Die jüngste der Geschwister, Amalie, scheint sich in ihr Leben zu fügen. Endlich hat sie eine Freundin gefunden, doch die große Liebe scheint auf sich warten zu lassen – oder hat sie sie doch schon gefunden. Weiterlesen

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Maike Nielsen: Und unter uns die Welt

Sylt, 1929: Christian Nielsen hat von Kindesbeinen an nur einen großen Traum: Er will in die Luft, am liebsten mit einem dieser neuen Zeppeline, die die Menschen begeistern und innerhalb weniger Tage den Atlantik überqueren. Doch sein Weg ist steinig und verschlägt den jungen Mann erstmal zur Schifffahrt. Weit weg, im entfernten Hawaii lebt Lil mit ihren Eltern. Auch sie beschließt, ihr Elternhaus zu verlassen und nach New York zu ihrer Tante zu ziehen. Denn auch in Lil keimt ein Traum. Sie ist fest davon überzeugt, dass Frauen genauso gute Reporter sein können wie Männer. Um an ihr Ziel zu kommen, wendet sie eine List an und gibt sich selbst einen Männernamen, unter dem sie ihre Artikel veröffentlichen kann. Dann lernt sie auf New Yorks Straßen einen Mann kennen, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht. Sie hat den Matrosen nur ganz kurz gesehen und noch Jahre danach soll sie an diesen schicksalshaften Augenblick denken. Weiterlesen

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Julian Fellowes: Belgravia

Julian Fellowes hat das angestaubte Genre der Adelsgeschichten so populär gemacht, dass sein „Downton Abbey“ im Guinessbuch der Rekorde landete, als „die von Kritikern am besten bewertete TV-Serie“. Wer seit dem Serienende unter Entzugserscheinungen leidet, kann aufatmen: In seinem Roman Belgravia verknüpft der britische Autor gekonnt Liebe und Intrigen mit geschichtlichen Ereignissen des 19. Jahrhunderts. Industriealisierung, Emanzipation und Klassenkampf lesen sich unglaublich spannend vor dem Hintergrund des nobelsten Londoner Stadtteils.

James Trenchard hat es geschafft. Vom Sohn eines Markthändlers hat er sich zum Baunternehmer emporgearbeitet. Doch ein Schatten liegt auf ihm: Weiterlesen

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Carmen Korn: Töchter einer neuen Zeit

Sie sind noch jung, als der Große Krieg endete, wie man den Ersten Weltkrieg zu ihrer Zeit nannte, einer Zeit, in der man sich nicht vorstellen konnte, dass sich wo etwas noch einmal wiederholen könnte. Um vier Frauen geht es in diesem Roman. Henny und Käthe gehen zur Hebammenschule, Lina muss auf ihren Bruder aufpassen, weil die Eltern im letzten Kriegswinter verhungerten, um die Kinder überleben zu lassen und Ida ist zwar privilegiert aufgewachsen, aber auch in den Zwanzigern ist nicht alles Gold, was glänzt. Die Geschichten der vier Frauen verweben sich miteinander im Laufe der Jahre, gemeinsam mit ihnen erlebt der Leser eine Reise durch die Zeit, die einen nicht mehr loslässt. Weiterlesen

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