Ingrid Kaltenegger: Das Glück ist ein Vogerl

Was für ein schönes Buch: Der Österreicherin Ingrid Kaltenegger gelingt mit „Das Glück ist ein Vogerl“ ein herrlich leichter und amüsanter Roman, der niemals in Klamauk umschlägt.

Wichtige Erfolgszutat ist die Sprache, denn die Autorin bedient sich einer milden Form des österreichischen Dialekts: Ein Vogel ist eben ein Vogerl, ein Tisch ein Tischerl und ein T-Shirt ein Leiberl. Außerdem haben alle Namen einen Artikel – der Franz trifft den Egon. Für deutsche Leser entsteht dadurch eine eigenartige, verzaubernde Sprachmelodie, die fast so etwas wie Poesie erzeugt.

Inhaltlich geht‘s um den Franz, der mit verschiedenen Problemen zu kämpfen hat. Weiterlesen

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Gaby Hauptmann: Scheidung nie – nur Mord!

Nach außen führt Tina ein Luxusleben: Ihr Mann Stefan verdient offenbar gut, er leitet mit seiner Schwester die eigene Firma. Die Tochter ist gut geraten und studiert, der Hund ein liebenswerter Kumpel. Aber Stefan hat einen teuflischen Plan: Er will Tina loswerden. Nicht per Scheidung, sondern für immer.

Bestseller-Autorin Gaby Hauptmann erzählt das Familiendrama in ihrem neuen Roman „Scheidung nie – nur Mord!“ amüsant. Und am Schluss auch richtig spannend. Stefans Firma schlingert knapp an der Pleite vorbei – was er vor seiner Frau und Schwester bislang gut verbergen konnte und gerne mit Geld um sich wirft, seiner Frau allerdings das Haushaltsgeld vorrechnet. Weiterlesen

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Susann Pásztor: Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

Hospiz- oder zu Hause sterben? Ein großes Thema. Überall gibt es mittlerweile Möglichkeiten, um sich bei karikativen- oder kirchlichen Organisationen zum Sterbebegleiter ausbilden zu lassen. Das ist nicht leicht, denn man kommt, noch vor der Begegnung mit einem oder einer Sterbenden, auf jeden Fall an seine Grenzen. Susann Pásztor hat uns mit diesem Roman den Einstieg leicht gemacht. Karla hat ihr Leben so gelebt, wie sie auch sterben möchte, eben unter ihren Bedingungen.  Karla ist eigensinnig, sogar zickig, aber im Kern auch milde und warmherzig. Und sie hat vielleicht noch ein halbes Jahr.

Fred wird ihr, ehrenamtlich Sinn im Leben suchend, zugeteilt. Karla ist Freds Erste. Er ist entsprechend nervös. Weiterlesen

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Andreas Brandhorst: Das Arkonadia-Rätsel

Jasper und Jasmin sind Reisende im Auftrag von Omni, eines Bundes von Superzivilisationen, der die Galaxis beherrscht. Beide erhalten den Auftrag zum Planeten Arkonadia zu reisen und dort das Rätsel des Nerox zu lösen.

Der Nerox ist ein geheimnisvolles Objekt, das alle 453 Jahre erscheint und jedwede höhere Technologie lahmlegt. Unter den vielen Spezies, die Arkonadia bevölkern, gibt es machtgierige Gruppen und Karrieristen, die versuchen, den Nerox zu erreichen, um durch ihn den ganzen Planeten zu beherrschen. Dazu ist ein „Werkzeug“ nötig und so wird Zirzo, der beste Werkzeugmacher Arkonadias, gezwungen die Reise zum Nerox mitzumachen. Weiterlesen

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Claudio Paglieri: Kein Vorteil für Commissario Luciani

Der italienische Journalist und Schriftsteller Claudio Paglieri (Jahrgang 1965) lebt in Genua und arbeitet seit 1990 für eine regionale Tageszeitung. Vor zehn Jahren startete er seine Krimireihe um den mageren Genueser Kommissar Marco Luciani mit „Kein Espresso für Commissario Luciani“, in dem es um Verbrechen im Profifußball-Milieu ging. Seitdem sind vier weitere Krimis erschienen. Am 18. August 2017 legte der Aufbau Verlag den sechsten Band mit dem Titel „Kein Vorteil für Commissario Luciani“ vor. Darin widmet sich Claudio Paglieri kriminellen Verstrickungen im Tennissport.

Marco Luciani hat mit seinem Sohn Alessandro die Stadt Genua, seine Arbeit bei der Polizei und Alessandros Mutter Sofia verlassen und ist in Barcelona untergeschlüpft. Dort vermietet er die Wohnung seiner Ex-Freundin, der Sängerin Alice, an Touristen, während Alice mit ihrer Band auf Tournee ist. Eines Tages bittet sie ihn um Hilfe bei der Suche nach der Tochter von Mauro Rossi, Weiterlesen

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Sebastian Faulks: Der große Wahn

Der englische Autor Sebastian Faulks bezieht den Titel seines Romans „Der große Wahn“, dessen Handlung weitgehend im Jahr 1980 spielt, gleich auf dreierlei: den Wahn der beiden Weltkriege, den Wahn im Sinne psychischer Krankheiten und den Wahn der Liebe. Und es bedarf schon eines gewissen Spagats, das alles unter einen Hut zu bekommen: Der Ich-Erzähler, ein Psychiater, sehnt sich zeitlebens nach seiner großen Liebe Luisa zurück, die er 1944 im Krieg kennengelernt – und wieder verloren hat. Auch hat er Fragen zu seinem Vater, der im Ersten Weltkrieg gefallen ist. Durch die Verbindung zu einem Kriegsveteranen scheinen Antworten plötzlich möglich. Weiterlesen

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Matthew Reilly: Der große Zoo von China

China ist die aufstrebende Nation. Der meiste Reichtum auf der Welt ist hier angesiedelt, die Majorität aller Menschen sowieso und der Drang der Nation, endlich an die ihnen zustehende Stelle in der Machtpyramide aufzusteigen, nämlich auf Platz 1 ist ungebrochen. Dafür allerdings benötigt China ein Aushängeschild. Die USA haben Coca Cola und Disney, exportieren ihre Kultur, ihre Filme, Musik und Literatur beherrschen die Welt – das Reich der Mitte hat importierte Hochtechnologie und Massen an Arbeitern, die alles Kopieren, aber nicht entwickeln können.

Als Forscher in Südchina unter einem der dicksten Nickelvorkommen der Welt urweltliche Reptilieneier entdecken ist das eine Sensation. Als diese sich als lebensfähig erweisen und aus ihnen echte, lebende Drachen schlüpfen weiß die Parteiführung, die Tatsache geheim zu halten und einen Plan umzusetzen, Weiterlesen

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Henning Mankell: Der Sandmaler

Knapp zwei Jahre nach dem Tod von Henning Mankell ist nun der erste Afrika-Roman des schwedischen Bestseller-Autors erschienen. Es ist der zweite Roman überhaupt, den Mankell geschrieben hat. – Eine Entdeckung.

26 Jahre jung war Mankell als er 1974, lange vor den Wallander-Romanen, „Der Sandmaler“ geschrieben hat. Zwei Jahre zuvor war er zum ersten Mal nach Afrika gereist. Der Kontinent hat den Autor auch als Schriftsteller nie mehr losgelassen und immer fasziniert.

Man spürt in diesem frühen Werk schon Mankells große Erzählkraft, die später die Wallander-Krimis zu Bestsellern gemacht hat. Weiterlesen

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Kenneth Oppel: Vom Suchen und Finden

Amerika, irgendwann Mitte des 19. Jahrhunderts: Rachelt Cartland ist die Tochter eines der angesehensten Professoren des Landes. Doch ausgerechnet ihr Vater hat für Rachels Interesse an der Paläontologie, bei der man nach Fossilien längst ausgestorbener Dinosaurier und anderer Lebewesen sucht, nichts übrig. Er würde Rachel lieber zu Hause am Herd mit einem netten Ehemann sehen.  Als Rachel Samuel Bolt kennenlernt, scheint sich das Blatt zu wenden. Samuel ist der Sohn eines mit Cartland verfeindeten Paläontologen und zwischen den rivalisierenden Wissenschaftlern entbrennt ein Wettrennen auf der Suche nach den Knochen des Tyrannosaurus Rex. Keiner der beiden merkt jedoch, dass sich zwischen ihren Kindern eine Sympathie und Zuneigung entwickelt. Weiterlesen

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Tristan Garcia: Faber. Der Zerstörer

Faber ist anders als alle anderen. Schon als Kind fällt er durch seine Überlegenheit an Intelligenz und Mut auf. Als er mit acht Jahren neu an die Schule kommt, beschützt und hilft er den beiden Außenseitern Basile und Madeleine, die auf dem Pausenhof ausgegrenzt und gequält werden. Dies ist der Beginn einer langjährigen Freundschaft des Dreiergespanns, die über die Jahre während ihrer Grundschulzeit und später im Collège der fiktiven Stadt Mornay anhält.

Faber, dessen algerische Eltern ihn verlassen haben, wächst nachdem seine ersten Pflegeeltern tödlich verunglücken, bei einem älteren französischen Ehepaar auf. Obwohl seine Adoptiveltern sich liebevoll alle Mühe mit ihm geben, entwickelt er ein stark persönlichkeitsgestörtes, unbezwingbares Eigenleben. Häufig zieht er sich in seine Kammer zurück und befasst sich, seinem Alter weit voraus, unter anderem mit anspruchsvoller Literatur. Immer wieder fügt er sich selbst mit einem Cutter Verletzungen zu, um das Leben aushalten zu können. Weiterlesen

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