„Die Erben wollen das Haus nicht. Was ihn an diesem Gedanken erstaunt, ist die Annahme, dass dort einmal Kinder gewesen sind. Dabei war das kein Ort für fröhliches Lachen, keiner für Farben, keiner für Kuchenduft. Aber es gab das Zimmer. Das schon. Das verbotene Zimmer.“
Leonard Beck führt ein unaufgeregtes Leben in Berlin. Das einzig Spannende darin passiert in den Stücken, die er als Dramaturg für eine Theaterinszenierung aufbereitet. Als er einen Brief von seiner Mutter erhält, gerät seine ruhige Welt ins Wanken: In der elterlichen Kleinstadt steht ein altes Haus zum Verkauf. Ein Haus, das vor vielen Jahren in Leonard und seinen damaligen Zivildienstkollegen das blanke Entsetzen ausgelöst hat. Doch waren die wilden Spekulationen, die sie damals anstellten, wirklich nur einem jugendlichen Übermut geschuldet oder sind in dem Haus einst tatsächlich grausame Verbrechen begangen worden? Als Leonard unerwartet seine Stelle verliert, reist er Hals über Kopf zu seinen Eltern und stellt sich der Vergangenheit und mit ihr jenen Erinnerungen, die er bisher verdrängt hat.
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