Kali liebt drei Dinge: Humor, das Schreiben und die Liebe. Im Drehbuchstudium kommt all das zusammen, und das Leben scheint perfekt. Doch schnell merkt sie, dass das echte Leben wohl doch keine RomCom ist. Oder doch? Schon bei der Aufnahmeprüfung lernt sie ihren vermeintlichen Traumprinzen kennen – doch schnell stellt sich heraus, dass Rei ihr gegenüber weder ehrlich noch sympathisch ist. Und ausgerechnet mit ihm soll sie einen Film machen …
In diesem Buch geht es für mich ums Nicht-Aufgeben, gute Geschichten und die Leidenschaft zum Schreiben.
„Filmemacher sind doch eh Hobby-Psychologen.“ (~Between the lines, S. 187)
Dieses Zitat vereint für mich die wichtigsten Bausteine dieses Buchs: Viel Witz, gepaart mit tiefgründigen Themen und über allem ganz viel Liebe füreinander, für Bücher, für Filme, fürs Schreiben und für all die kleinen Details dazwischen.
Das Buch begann schon mit einem sehr persönlichen Vorwort der Autorin, aus dem klar geworden ist, wie viel Herzblut in die Geschichte geflossen ist, und genau diese liebevolle Art hat das Lesegefühl für mich ausgemacht, sodass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.
Das Entscheidendste sind dabei für mich die Charaktere, die ich ab Seite eins in mein Herz geschlossen habe. Die Gespräche zwischen den beiden Protagonisten waren nicht nur äußerst unterhaltsam, sondern haben auch viele tiefgründigere Themen behandelt, mit denen ich mich sehr gut identifizieren konnte. Vermutlich habe ich gerade deshalb die – sehr süße – Beziehung zwischen den beiden sehr gerne verfolgt. In diesem Punkt und in den freundschaftlichen Beziehungen zu den Nebencharakteren hätte das Buch für mich auch noch ein bisschen länger sein können. Hier hoffe ich auf eine Fortsetzung in den folgenden Bänden.
Davon abgesehen hat mir die Geschichte aber rundum gefallen. Das Setting des Filmstudiums fand ich sehr spannend, weil Berufe abseits des Schauspiels zur Geltung kamen. Außerdem habe ich die Thematik des Drehbuchschreibens als sehr inspirierend empfunden.
Die Handlung hatte kaum dramatische Wendepunkte, wodurch aber aus meiner Sicht die liebevolle, entspannte Erzählweise nur unterstützt wurde.
Der Schreibstil war auch äußerst angenehm zu lesen. Der Fokus lag vor allem auf den Dialogen und der Figurendynamik, sodass sich die Geschichte sehr lebendig angefühlt hat.
Aus diesem Grund komme ich zum Fazit, dass „Between the lines“ mir vor allem einen unterhaltsamen und gemütlichen Nachmittag mit sehr wohligem Lesegefühl beschert hat.
Anna Dimitrova: Between the lines.
Arctis, August 2026.
eBook, 13,99 Euro.
Diese Rezension wurde verfasst von Sanya Lehmann.
