Jussi Adler-Olsen: Selfies

Der dänische Autor Jussi Adler-Olsen (Jahrgang 1950) hat mit seiner Thriller-Reihe um das Sonderdezernat Q in Kopenhagen international Erfolg. Der erste Band „Erbarmen“ von 2008 verkaufte sich millionenfach. Dieser und die nachfolgenden Bände „Schändung“ und „Erbarmen“ wurden verfilmt. In Deutschland haben Jussi Adler-Olsen und sein Ermittlungsteam eine große und treue Fangemeinde. So wundert es auch nicht, dass der siebte Fall für Kommissar Carl Mørck und seine Assistenten Assad und Rose die Bestseller-Listen stürmt. „Selfies“ (in einer Übersetzung von Hannes Thies) erschien am 10. März 2017 bei dtv.

Und es gibt viel zu tun für das Sonderdezernat Q im Keller der Kopenhagener Polizei. Da ist der alte, ungelöste Fall einer jungen Lehrerin, die erschlagen wurde, der auch den pensionierten Kollegen von der Mordkommission Marcus Jacobsen  beschäftigt. Weiterlesen

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Arnaldur Indriðason: Tage der Schuld

Arnaldur Indriðason, 1961 geborener isländischer Krimiautor, ist in Deutschland vor allem durch seine Kommissar Erlendur-Reihe bekannt. Inzwischen sind elf Titel dieser Reihe auf Deutsch erschienen. Mit dem zwölften Band „Tage der Schuld“ (in einer Übersetzung von Coletta Bürling), der am 16. Februar 2017 bei Bastei Lübbe erschienen ist, führt  Indriðason die Leser zu Kommissar Erlendurs Anfängen bei der isländischen Kriminalpolizei in Reykjavik Ende der 1970er Jahre.

In „Tage der Schuld“ ermitteln Erlendur Sveinsson und sein Vorgesetzter Marian Briem in einem Mordfall, in dem eine männliche Leiche in einem See mitten in einem Lavafeld auf der Halbinsel Reykjanes gefunden wurde. Weiterlesen

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Mary Miller: Big World: Storys

Mary Miller ist eine junge (Jahrgang 1977) US-amerikanische Autorin, deren Romandebüt „Süßer König Jesus“ (Originaltitel „The last days of California) von 2013 hierzulande hochgelobt wurde („Sie wird als »the next big thing« gehandelt.“ s. Klappentext Metrolit Verlag). Im Februar 2017 ist ihr Kurzgeschichtenband „Big World“ aus dem Jahre 2009 in einer Übersetzung von Alissa Walser bei dtv erschienen. Darin zwölf Kurzgeschichten über junge Frauen in den USA.

Da ist das namenlose Paar in „Cedars of Lebanon“, die einen verdreckten, gebrauchten Campingwagen herrichten, um damit ein paar Tage wegzufahren. Und während die Frau im Grunde schon weiß, dass sie ihren Freund verlassen wird, wie sie alle Männer verlassen hat, raucht er seinen Joint, guckt einen Film auf DVD oder grillt Hotdogs. Oder das Mädchen und sein Vater, die nach dem Tod der Mutter miteinander zurechtkommen müssen. Die zwei Schwestern Melissa und Audrey verbringen ihre Zeit vor dem Fernseher und in Bars, trinken und schleppen Jungs ab. Weiterlesen

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Fabian Hischmann: Das Umgehen der Orte

Fabian Hischmann, 1983 geborener Autor, war 2014 für seinen ersten Roman „Am Ende schmeißen wir mit Gold“ für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Der Protagonist  dieses Buches, Max Flieger, taucht auch in Hischmanns neuem Roman „Das Umgehen der Orte“ auf, der am 12. Januar 2017 im Berlin Verlag erschienen ist.

Max Flieger, der seine Eltern durch ein Unglück verlor, ist inzwischen 36 Jahre alt und wird zunächst im Jahr 2018 von Tim in eine psychiatrische Einrichtung gebracht, Weihnachten 2019 liefert er sich dann selbst ein. Neben Max Flieger treten in Fabian Hischmanns Roman viele andere Figuren auf, junge Leute, Männer und Frauen. Da ist die fette Lisa, die unglücklich in die selbstbewusste Anne verliebt ist und nach Island auswandert in der Hoffnung, dort nicht mehr zu schwitzen. Oder Dylan, Magnus, der aussieht wie ein Frettchen, und Samuel, die Schriftsteller werden wollen. Weiterlesen

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Jochen Rausch: Im Taxi: Eine Deutschlandreise

Jochen Rausch (Jahrgang 1956) ist Journalist, Autor und Musiker. Seit 2000 ist er Programmchef von 1LIVE und seit 2015 zusätzlich von WDR 2 und WDR 4. Rausch hat seit 2008 mehrere Bücher geschrieben, darunter Erzählungen und Romane. Der Grimme-Preisträger lebt in Wuppertal und bezeichnet sich selbst als „notorischen Taxinutzer“. Nun hat er seine über Jahre gesammelten Taxi-Gespräche in einem Buch vereint. Das Taschenbuch erschien am 12. Januar 2017 im Berlin Verlag.

Darin 120 Mini-Monologe von Taxifahrerinnen und –fahrern in Deutschland, die eindrücklicher nicht sein könnten. Auf je einer Taschenbuchseite erzählen die Männer und (wenige) Frauen aus Berlin, Hamburg, Bochum, Köln, Chemnitz oder München über sich: wer sie sind, woher sie kommen, was sie denken. Weiterlesen

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Richard Ford: Rock Springs: Short Storys

Richard Ford, amerikanischer Schriftsteller (Jahrgang 1944), erhielt  den Pulitzerpreis und PEN/Faulkner Award für seinen 1995 erschienenen Roman „Unabhängigkeitstag“. Ich-Erzähler und Protagonist Frank Bascombe aus diesem und den Romanen „Der Sportreporter“, „Die Lage des Landes“ und „Frank“ steht für den „American Everyman“. Und den Durchschnittsamerikaner treffen die Lesenden auch in den Kurzgeschichten „Rock Springs“ aus dem Jahre 1987, die dtv im November 2016 kurz nach den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen in einer Taschenbuchausgabe (übersetzt von Harald Goland) herausgegeben hat.

Darin zehn Short Storys, in denen Richard Ford über Menschen in ihren Alltagsleben erzählt. In einem Leben, das wenig mit dem amerikanischen Traum vom Tellerwäscher zum Millionär gemein hat. Die Menschen in Fords Kurzgeschichten bleiben, wenn sie Glück haben, Tellerwäscher. Weiterlesen

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Margaret Atwood: Die steinerne Matratze

Margaret Atwood gehört zu den großen Erzählerinnen unserer Zeit. Die 77-jährige Kanadierin erhielt für ihre Romane, Erzählungen und Gedichte  viele Auszeichnungen und Preise, u.a. 2009 den Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund für ihr Gesamtwerk. Ihre Science Fiction liegt in der Tradition von George Orwell und Aldous Huxley. In ihren Texten nimmt sie politische Themen auf und gesellschaftliche Entwicklungen vorweg. Es geht um Macht, Religion, Feminismus, Umwelt und wie nun in dem im November im Berlin Verlag erschienenen Erzählband „Die steinerne Matratze“ um das Alter.

Da sind in der letzten Erzählung „Fackelt die Alten ab“ Wilma und Tobias gezwungen, vor einem tobenden Mob junger Menschen aus ihrer in Flammen stehenden Seniorenresidenz zu fliehen. Weiterlesen

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Navid Kermani: Sozusagen Paris

parisNavid Kermani wurde 1967 in Siegen als Kind iranischer Eltern geboren und lebt heute in Köln. Er schreibt Romane und Sachbücher, Essays und Reportagen. 2015 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Sein Roman „Große Liebe“ aus dem Jahr 2014 und in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts spielend verknüpfte das titelgebende Thema mit Erzählungen aus der arabisch-persischen Mystik. Mit „Sozusagen Paris“, 2016 im Carl Hanser Verlag erschienen, hält der Lesende eine Art Fortsetzung in der Hand. Inzwischen sind 30 Jahre vergangen.

Ein Schriftsteller liest in einem Provinzstädtchen aus seinem Buch („Große Liebe“), das von seiner Jugendliebe handelt. Beim anschließenden Signieren tritt genau diese Frau an seinen Buchtisch, bittet ihn, das Buch „Aber nicht für Jutta“ zu signieren  und der Schriftsteller ist mehr als erstaunt und irritiert. Ist sie es wirklich? Noch immer attraktiv, anziehend, jedoch ohne die Zahnlücke aus seiner Erinnerung. Weiterlesen

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A. F. Th. van der Heijden: Das Biest

biestDer niederländische Schriftsteller Adrianus (Adri) Franciscus Theodorus van der Heijden, geboren 1951, ist in der Nähe von Eindhoven aufgewachsen und lebt heute in Amsterdam. Zuletzt erschien 2011 bei Suhrkamp „Tonio – Ein Requiemroman“, den der Autor nach dem plötzlichen Unfalltod seines einzigen Sohnes Tonio verfasste. Bekannt geworden ist Adri van der Heijden hierzulande vor allem durch seinen mit Preisen ausgezeichneten Romanzyklus „Die zahnlose Zeit“, in dem er ein Porträt der Nachkriegsgeschichte in den Niederlanden zeichnet. Auf die Figur Albert Egberts aus diesem Zyklus stößt der Lesende nun auch in dem neuen Roman „Das Biest“, der im September aus dem Suhrkamp Verlag in die Buchläden kam. Weiterlesen

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Yrsa Sigurdardóttir: DNA

dnaYrsa Sigurdardóttir (Jahrgang 1963) ist Ingenieurin und Schriftstellerin. Sie lebt bei Reykjavik in Island. Zunächst schrieb sie in den 1990er Jahren Kinderbücher, 2006 erschien ihr erster Krimi in Deutschland unter dem Titel „Das letzte Ritual“.

Mit „DNA“  aus dem btb Verlag startet die Autorin nun eine Serie mit Kommissar Huldar von der Kriminalpolizei Reykjavik und der Psychologin Freya.

Der Prolog des Buches, datiert auf das Jahr 1987, führt ein in eine typische Situation der Kindeswohlgefährdung in der Jugendhilfe. Drei kleine Geschwisterkinder, zwei Jungen und ein Mädchen wurden in Obhut genommen und warten darauf, bei Pflegeeltern untergebracht zu werden. Die familiären Umstände, unter denen es zu einer Gefährdung der Kinder gekommen ist, werden nur angedeutet, müssen aber schwerwiegend sein. Die Experten streiten eine Weile darüber, ob eine Trennung der Geschwister ratsam ist und beschließen, dass das das Beste für die Kleinen ist. Weiterlesen

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