Daniel Defoe: Kapitän Singelton (1720)

bobBob Singelton ist ein Kind reicher Eltern und lebt in London. Als kleiner Junge wird er entführt und arbeitet nach einigen Jahren und Umwegen auf einem Überseeschiff, auf dem er ohne Heuer arbeiten muss. Eines Tages veranlassen rebellische Matrosen den Kapitän zu drastischen Maßnahmen. Dieser verbannt in einem kurzen Prozeß eine Handvoll der vermeintlichen Anführer auf eine Insel. Darunter befindet sich auch Bob. Zum Glück der Ausgesetzten setzen sich noch weitere Matrosen ab, um ihren Kameraden zur Seite zu stehen. Als Gruppe rechnen sie sich eine größere Überlebenschance in der Wildnis aus. Weiterlesen

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Dennis Lehane: The Drop – Bargeld

drop„… Detective Evandro Torres arbeitete schon seit einiger Zeit im Raubdezernat, aber vorher war er ein Mann von Format gewesen. Ein glorreiches Jahr und drei Monate lang war er Detective bei der Mordkommission gewesen. Dann hatte er, wie meistens bei den guten Dingen des Lebens, alles vermasselt und war abgestiegen. Ins Raubdezernat.“ (S. 54)
Bei Dennis Lehane sind die Polizisten zu einer Nebenfigur geworden. Degradiert, machtlos und auch in Liebesdingen erfolglos. Die Rolle des Guten übernimmt Bob, ein ehemaliger Krimineller, der seit zwei Jahrzehnten in „Cousin Marvs Kneipe“ als Barkeeper arbeitet und im Haus seiner verstorbenen Eltern lebt. Weiterlesen

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Carrie La Seur: Denn wir waren Schwestern

wirDer wichtige Anruf im Leben kommt meistens zu einem Zeitpunkt, wenn man ihn am wenigsten würdigen kann.
Für Alma ist dieser Anruf an einem Sonntagmorgen. Sie lebt als erfolgreiche Anwältin in Seattle und befindet sich gerade vor einem wichtigen Vertragsabschluss, von dem sich alle Beteiligten einen großen Profit versprechen. Als Belohnung wird Alma die Partnerschaft in der Kanzlei in Aussicht gestellt.
Almas wichtiger Anruf kommt aus dem Polizeipräsidium von Billings, Montana. Gerade sei die Leiche ihrer Schwester gefunden worden. Die Tochter Brittany befinde sich nun beim ermittelnden Beamten. Statt zu reden, habe sie Almas Visitenkarte vorgezeigt. Weiterlesen

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Pierre Lemaitre: Wir sehen uns dort oben

obenEs gibt Bücher, die der Leser als wahren Glücksfall in der Literatur empfindet. Nach vielen Stunden kurzweiliger Lektüre, gepaart mit echter Anteilnahme, Spannung und Mitgefühl ist der Schlusspunkt vielmehr als nur das Ende eines Romans.
Der Autor Pierre Lemaitre hat in seinem wunderbaren Roman „Wir sehen uns dort oben“ eine aberwitzige Geschichte zum Leben erweckt, die so verrückt klingt, dass sie schon wieder wahr sein könnte:
Das Schicksal dreier Männer wird kurz vor Ende des Ersten Weltkrieges an der Front verwoben. Da sind auf der einen Seite Albert und Édouard, die wie ihre kampfesmüden Kameraden nur noch überleben wollen. Weiterlesen

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Jack London: König Alkohol (1913)

jackEs gibt unterschiedliche Thesen, wie eine Gesellschaft, insbesondere die Männergesellschaft funktioniert. Für Jack London (1876 – 1916) ist der wahre Treibstoff einer Gesellschaft der Alkohol.
Zum ersten Mal lernte Jack London die Wirkung des Alkohols im Alter von fünf Jahren kennen, als er seinem Vater an einem Sommertag einen Eimer Bier bringen sollte. Hitze und Durst hatten ihn dazu verleitet, buchstäblich über den Durst zu trinken. Seine zweite Alkoholvergiftung hatte er mit neun Jahren nach einer Tanzveranstaltung, auf der jeder Junge seine Männlichkeit unter Beweis stellen sollte. Über viele Jahre konnte er dem Geschmack von Alkohol nichts abgewinnen, jedoch sah er im gesellschaftlichen Trinken auch Vorteile. Weiterlesen

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Annalena McAfee: Zeilenkrieg

zeileDer Wunsch, berühmt und reich zu sein, scheint heute besondere Blüten zu tragen. Für ein paar Minuten medialer Aufmerksamkeit wird fast alles geopfert. Die einen fressen Maden, andere zeigen unverhüllte Tatsachen oder der seelische Striptease wird universal verkauft: zum Beispiel in der Presse, im Fernsehen oder als Buch mit sensationellen Enthüllungen, die dann auch noch für das Kino filmisch aufgearbeitet werden. Man könnte lange darüber streiten, wer in diesem Medienfeuerwerk das wahre Opfer ist. Derjenige, der sich bloßstellt oder diejenigen, die sich von den neuesten Nachrichten unterhalten lassen? Weiterlesen

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Penelope Fitzgerald: Die Buchhandlung (1978)

peneEinen Neuanfang wagen, eine Karriere nach der Karriere planen … wer möchte das nicht, wenn gerade das Ende einer Sackgasse erreicht worden ist?
Für Florence Green ist so ein Punkt des Stillstands gekommen, als ihr Mann stirbt. Seit acht Jahren wohnen sie in Hardborough.
„Der Ort selbst war eine Insel zwischen Meer und Fluß; er zog sich mürrisch in sich zusammen, sobald er die Kälte spürte.“ (S. 15). Hier wird schon lange ein Stillstand gepflegt, der sogar den Fischhändler zur Aufgabe zwingt. Inzwischen gibt es so gut wie keine Geschäfte mehr, und das Geldverdienen ist schwierig geworden. Weiterlesen

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Sophia Bennett: #rausmitderdicken

rausEs gibt Katastrophen, die braucht kein Mensch.
Für die sechzehnjährige Sascha verändert sich gerade ihr komplettes Leben: Zuerst ist ihr neues iPhone weg. Ein Musikclip von ihr und den drei Freundinnen wird von einem Unbekannten ins Netz gestellt und ein Hit. Kurz darauf dürfen die vier Freundinnen bei einem Casting vorsingen. Die gerade begonnene Gesangskarriere hat jedoch einen Haken. Die Freundinnen werden nur unter der Bedingung ins Finale zu kommen, wenn eine von ihnen, und zwar die nicht so schlanke Rose die Gruppe verlässt, obwohl sie von allen die beste Stimme hat. Derart von der Jury bedrängt und von den Kameraleuten eingekesselt, nimmt die Katastrophe ihren Lauf. Weiterlesen

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James Carol: Broken Dolls

doll„… Menschen bewältigen den Alltag mit Hilfe von Routine, von vertrauten Mustern. Fallen sie weg, entsteht Chaos. Alles … war ihr genommen. … Ihre Entführer bestimmten jetzt über jede Einzelheit ihres Lebens. Wann sie schlief, wann sie aß, was sie tat und was sie anhatte. Das, was Rachels Persönlichkeit bis dahin ausgemacht hatte, wurde nach und nach zerstört, bis nur noch eine kaputte Puppe übrig war.“ (S. 222/223)
Jefferson Winter arbeitet für die Polizei als Berater. Er wird immer dann gerufen, wenn Massenmörder beziehungsweise Psychopathen ihr Unwesen treiben. Mit Massenmördern kennt er sich aus. Weiterlesen

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James Fenimore Cooper: Der letzte Mohikaner (1826)

mohiEs ist Krieg. Blutig und gewaltreich. Die Britten und Franzosen spielen im August 1757 das Spiel „Teile und herrsche“ im Umland des heutigen New Yorks. Inzwischen sind nicht nur viele Indianerstämme miteinander verfeindet, auch innerhalb eines Stammes gibt es kämpferische Auseinandersetzungen. In diesen unsicheren Zeiten wollen Cora und Alice unbedingt zu ihrem Vater, der gerade das Fort William Henry befehligt, auf welches ein übermächtiges französisches Heer anrückt. Während die Verstärkung für Fort William Henry den Hauptweg nimmt, führt der indianische Kundschafter Magua die kleine Reisegruppe unter dem persönlichen Schutz von Major Heyward durch den Wald angeblich zum Fort. Weiterlesen

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