Sybille Baecker: Tod in den Highlands

Ein Krimi um Whisky und schöne Landschaft, mit viel Lokalkolorit und Wissensvermittlung über Herstellung, Brennen, Geschmack und Besonderheiten von schottischem Whisky. Wer sich also für Whisky interessiert, der kommt auf seine Kosten.

Alison Dexter, die es ganz gut brauchen kann, einen Fall zu übernehmen, mit dem ihr Name als Privatermittlerin ein bisschen bekannter wird, soll herausfinden, wer es geschafft und gewagt hat, einen edlen Whisky einer renommierten Destillerie in den schottischen Highlands nicht nur zu fälschen, sondern auch bei einer Auktion mit dieser Fälschung in der markanten, typischen Flasche eine gute Stange Geld zu erzielen. Alison hat, wenn sie auf ihr Konto schaut, keine andere Wahl als den Auftrag anzunehmen, zumal die Brennereibesitzerin verspricht, nicht knauserig mit dem Honorar zu sein, aber von Whisky hat sie leider kaum Ahnung.

Hätte sie doch früher mal besser zugehört, wenn ihr Ex-Mann, Samuel, ihr immer wieder erzählt hat, welch kostbare Schätze er in seiner Whisky-Sammlung hat und wie welcher schmeckt und warum er so teuer gehandelt wird und so weiter. Doch das hat Alison nicht wirklich interessiert. Whisky ist nicht so ihr Ding. Umso tiefer muss sie eben jetzt in die Materie einsteigen, wenn sie verstehen will, was so kostbar ist. Ungewollt bekommt sie dennoch Unterstützung von Samuel, der es nämlich zum einen gewesen ist, der Hayley Mac Hattie auf die Idee gebracht hat, ausgerechnet Alison zu engagieren und zum anderen auch derjenige, der dem Schwindel aufgesessen war und bei der Auktion sehr viel Geld in billigen Fusel investiert hat, wie er hatte feststellen lassen.

Bei ihren Nachforschungen ist Alison dann auch, wenn auch widerwillig, mehrfach dankbar für Samuels Wissen, seine Kontakte und sein Netzwerk, aber sie merkt auch rasch, dass er noch immer sehr geschickt darin ist, Menschen für seine Zwecke zu manipulieren. Sehr schnell wird die Liste der möglichen Verdächtigen immer länger. Jeder für sich hat ein Motiv und vor allem ein oder mehrere Geheimnisse, die nicht ans Licht kommen sollten. Auch die Familie der Mac Hatties. Alison gerät in ein Netz aus Lügen und Intrigen, weiß bald nicht mehr, wem sie trauen kann. Die Lage spitzt sich zu, als ein Mord geschieht, der zu noch mehr Verwirrung führt. Doch mit Unterstützung von Samuel und Freunden gelingt es Alison, den Fall zu klären.

Viel Wissenswertes über Whisky und seine Herstellung, viel Lokalkolorit, aber – für mich jedenfalls – auch zu viele Längen. Die Spannung des Krimis baut sich nicht kontinuierlich auf, bleibt flach. 

Sybille Baecker: Tod in den Highlands
Emons-Verlag, März 2026
336 Seiten, Taschenbuch, 15,00 Euro

Diese Rezension wurde verfasst von Sabine Ertz.

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.