Im Frühjahr 1945 ist Clara S. noch immer eine begeisterte Anhängerin des Nazi-Regimes, glaubt an die Wunderwaffe bis zuletzt und scheint es für einen dummen Zufall zu halten, dass die Rote Armee bereits vor den Toren ihrer Heimatstadt Stettin steht. Ihre letzte Spur führt nach Rügen … und dann nichts mehr. Keine Leiche, keine Nachricht, nichts. Clara verschwindet einfach, taucht ein in den Pool von verschämten Erinnerungen. Der Art von Erinnerungen, bei denen man fragende kleine Mädchen mit den Worten „Da war halt Krieg, das war halt so“ zum Schweigen bringt. Weiterlesen
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Sergej Lukianenko: Die letzten Wächter, gelesen von Oliver Brod
Kann das Zwielicht einen noch größeren Gegner hervorbringen als es der Tiger war? Und warum sollte es das tun? Dieser Frage müssen sich sowohl die Tagwache als auch die Nachtwache stellen. Anton war schon immer ein misstrauischer Typ und wo er das nicht von Natur aus war, hat ihn der Dienst als Anderer dazu gemacht. Deswegen weiß er genau, wo er seine Familie in Sicherheit bringen kann, als seine Tochter Nadja in der Schule angegriffen wird. Angegriffen von einem Wesen, dass aus einem Lichten und einem Dunklen besteht und das er nicht zurückschlagen kann. Erst mit Hilfe einer Vampiren, die er eigentlich längst für tot hielt, kann er Nadja retten und seine Familie in einer längst dafür vorbereiteten abgeschirmten Wohnung in Sicherheit bringen. Weiterlesen
Kathrin Lange: Herz in Scherben
Juli und David haben die Ereignisse auf Martha’s Vineyard hinter sich gelassen und leben beide in Boston. Aber David wird plötzlich merkwürdig. Er ist stiller als sonst, und sobald er nur einen Tropfen Blut sieht, wird er kreidebleich und ist für den Rest des Tages nicht mehr ansprechbar. Ausgerechnet da flattert eine Einladung zu einer Feier auf Martha’s Vineyard ins Haus. David fühlt sich verpflichtet, teilzunehmen. Juli hat Angst um ihn und um die Macht, die der alte Fluch auf ihn haben könnte und folgt ihm. Aber eigentlich ist sie es, die in Gefahr ist, denn der Fluch der Familie Bell trifft niemals die Männer, sondern immer nur die Frauen, die sie wirklich von Herzen lieben. Weiterlesen
Kirsten Fuchs: Mädchenmeute
Charlotta wird von ihrer Mutter in ein Ferienlager gezwungen. In ein Camp für Mädchen, in dem sie lernen sollen, in der Wildnis zu überleben. Das Survival Camp wird jedoch realer als gedacht, bereits in der ersten Nacht verschwindet die Camp-Leiterin und sieben völlig unterschiedliche Mädchen sind plötzlich auf sich allein gestellt. Sie wollen weder nach Hause zurück, noch in der unheimlichen Gegend bleiben, also machen sie sich auf den nicht immer legalen Weg ins Erzgebirge, da eine von ihnen behauptet, in einem alten Stollen dort könne man es gut und unentdeckt einige Wochen aushalten. Unterwegs klauen sie ein Auto und nehmen die darin befindlichen Hunde mit in der Annahme, es handle sich um einen Tierfänger auf dem Weg zur Tötung. Weiterlesen
Jenny Blackhurst: Die stille Kammer, gelesen von Tanja Geke
Susan Webster hat die letzten vier Jahre in der psychiatrischen Klinik verbracht, nachdem sie ihren kleinen Sohn erstickt hat. Auch wenn sie sich an die Tat nicht erinnert, so zweifelt sie doch nicht daran, dass sie schuldig ist. Kaum ist sie jedoch entlassen, tauchen seltsame Dinge auf. Dinge, die dafür zu sprechen scheinen, dass ihr Sohn noch lebt. Das ist umso seltsamer, weil Susan inzwischen Emma heißt, da ihr Fall für großes Medieninteresse sorgte und sie einen totalen Neuanfang wollte. Wer also weiß, dass Emma Susan ist und wer weiß etwas über ihren toten Sohn? Susan trifft sich mit dem Reporter Nick und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit der Vergangenheit. Weiterlesen
Andrea Reichart: Rock im Wald
Während die Autorin Candrine Cook (ja, sie schreibt genau solche Romane wie sich ihr Name anhört), die im wahren Leben Catrin heißt, auf einer Tagung Vorträge hält, ämüsiert sich ihr Mann zu Hause als Schützenkönig mit der Königin. Als Catrin auf einem Foto im Internet ihre eigene Kleidung im Gebüsch entdeckt, ist ihr klar, was zu Hause vor sich geht. Im Zug zurück lernt sie einen wirklich netten Anwalt kennen, hat jedoch bis auf weiteres keine Zeit, sich mit ihm zu befassen. Denn zu Hause angekommen stellt sie fest, dass ihr Mann ihre trächtige Hündin Diva irgendwo ins Sauerland abgeschoben hat. Der Hundesitter verunglückt auf dem Weg tödlich und die Hündin verschwindet im Wald. Catrin macht sich auf die verzweifelte Suche und läuft dabei dem dem Anwalt aus dem Zug eben nicht über den Weg. Die Hündin läuft zwar genau in SEINEN Wald, aber die beiden schaffen es, eine ganze Nacht lang aneinander vorbeizurennen. Weiterlesen
P.D. Baccalario: Der Zauberladen von Applecross 01: Das geheime Erbe
Finley McPhee war der Ansicht, dass sein Leben stinklangweilig wäre. In einem ruhigen Örtchen in Schottland genoss er die Ruhe ein wenig allzu sehr, denn er ging lieber angeln, als zur Schule. Bis Aiby Lily und ihre Familie ihren Zauberladen eröffnen: Seitdem geht in dem kleinen Ort alles Drunter und Drüber. Mit Aibiys Hilfe bemüht sich Finley, wenigstens ein wenig zauberisch zu lernen, damit er nicht immer und immer wieder von den Ereignissen überrollt wird. Gerade jetzt taucht ein seltsamer Mann auf, Schafe verschwinden einfach und die Lilys machen sich andauernd auf die Suche nach den seltsamsten Blumen in den unmöglichsten Gegenden. Weiterlesen
Zoran Drvenkar: Der letzte Engel – Der Ruf aus dem Eis
Die Toten kehren zurück. Sie steigen aus ihren Gräbern und machen sich auf den Weg zu ihrem persönlichen Sehnsuchtsort. Und das alles nur, weil Motte geatmet hat. Denn er ist einer der letzten Engel.
Vor vielen Tausend Jahren ging die Menschheit schon einmal unter. Damals bekämpften zwei Schwestern die Engel und wenn der letzte Engel stirbt, stirbt auch alles Leben auf der Erde. Aber das Skelett des letzten Engels wurde im Eis tiefgefroren und im 19. Jahrhundert entdeckt. Wieder sind es zwei Schwestern, die den Ruf der Flügel spüren und sich auf den Weg machen. Weiterlesen
Gudrun Pausewang: Der einhändige Briefträger
Johann lebt so sehr auf dem Dorf, dass sein Zustellbezirk als Postbote 7 Dörfer umfasst. Johann ist siebzehn Jahre alt und weiß genau, was es bedeutet, wenn er einen „schwarzen“ Brief zustellen muss. Er kennt die Menschen in seinem Bezirk und sie kennen ihn. Er weiß, wer sehnsüchtig auf Post aus dem Felde wartet, denn wir schreiben das Jahr 1944. Johann ist nur deswegen Briefträger, weil er bereits in der Armee war und dort eine Hand verloren hat.
Nach langer Pause gibt es wieder ein Buch von Gudrun Pausewang. Ihre Bücher sind nie einfach, weil sie sich brutalen Themen annimmt und obwohl sie Jugendbücher schreibt, nichts beschönigt oder verschleiert. Weiterlesen
Richard Dübell: Der Jahrhundertsturm
Um 1840 herum ist die Eisenbahn gerade erfunden. Noch fährt sie hauptsächlich in England, aber auch von Nürnberg nach Fürth ist bereits eine Dampflok gefahren. Es gibt Visionäre im Deutschland – oder vielmehr in den einzelnen Staaten die einmal Deutschland werden sollen – nicht nur im politischen, sondern auch im technischen Bereich. Bismarck ist noch ein Junker mit übergroßem Selbstbewusstsein und Ehr-geiz, Deutschland noch eine Ansammlung von Flecken auf der Landkarte in Form einzelner Fürstentümer. Aber Bismarks Vision ist ein geeintes Deutschland, mit Preu-ßen als stärkster Macht. Die Vision vom geeinten Deutschland teilt der Politiker mit den Technikern. Weiterlesen