Travis lebt schon lange – sehr lange. Seit etwa beginn des letzten Jahrhunderts. Seit dem Zeitpunkt, als er sich mit dem Dämon Cash zusammentat, altert er nicht mehr. Das hat unbestreitbar Vorteile – aber auch mindestens einen ganz gravierenden Nachteil: Cash will mit Menschenfleisch versorgt werden und zwar regelmäßig. Kurz gesagt: nach 70 Jahren hat Travis genug von Cash. Da taucht der König der Dschinn auf, seit den Tagen Salomos (des Diebes!) Gegenspieler von Cash und immer noch leicht beleidigt, weil von diesem in eine Flasche im Meer verbannt. Es beginnt eine irrwitzige Jagd Richtung der kleinen Küstenstadt Pine Cove, um dem menschenfressenden Cash endlich das Handwerk zu legen. Weiterlesen
regina-lindemann
Ursula Poznanski: Layers
Dorian hat es zu Hause nicht mehr ausgehalten. Jetzt lebt er mehr schlecht als recht auf der Straße und sehnt sich nach Wärme und Bildung. Er ist misstrauisch, aber nicht misstrauisch genug. Eines Abends gibt es Streit, Dorian wacht in der Nacht auf neben einer Leiche und mit seinem eigenen blutverschmierten Taschenmesser in der Hand. Er glaubt, alles ist zu Ende, aber da holt ihn Nico in eine Villa. Dort wird ihm alles das angeboten, was er in den letzten Monaten so schmerzlich vermisst hat: Bildung, Freundschaft, ein Ziel, eine Zukunft. Und man will so gut wie nichts dafür haben. Nur das Verteilen von harmlosen Flugblättern oder das zustellten von harmlosen Päckchen wird von den Jugendlichen erwartet. Es ist zu schön, um Realität und von Dauer zu sein. Weiterlesen
Ben Aaronovitch: Fingerhut-Sommer
Peter Grant ist ein Londoner Urgewächs. Das englische Landleben ist ihm eher suspekt, deswegen hält sich seine Begeisterung in Grenzen, als er zu einem Fall in der tiefsten Provinz hinzugezogen wird. Zwei Mädchen sind verschwunden und die örtliche Polizei ist – obwohl sie sich als erstaunlich kompetent erweist – verzweifelt genug, jemanden von der Mystery-Abteilung anzufordern. Zunächst kann Peter nichts ungewöhnliches feststellen, aber dann wird eines der Handys der Mädchen gefunden und die Chips sind zerbröselt. So zerbröselt, wie es eigentlich nur starke Magie vermag. Aber hat der alte Mann, der alte Magier, der den zweiten Weltkrieg nicht ohne geistige Schäden überlebt hat, wirklich etwas damit zu tun? Oder seine Enkelin, die mit Bienen redet wie mit Ihresgleichen? Weiterlesen
S. J. Watson: Tu es. Tu es nicht., gelesen von Andrea Sawatzki
Julia lebt heute mit ihrem Mann Hugh und ihrem dreizehnjährigen Sohn Connor in London. Ihre jüngere Schwester Kate wird in Paris ermordet, der Täter nicht gefunden. Es ist rätselhaft, was Kate in der Straße, in der sie erschlagen wurde, eigentlich zu suchen hatte und Julia lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein. Sie beginnt, den Täter in Sexkontakt-Börsen zu suchen, weil Kate dort Kontakte hatte. Dabei lernt sie Lucas kennen und beginnt eine Affäre mit ihm. Weiterlesen
Meg Wolitzer: Was uns bleibt ist jetzt
Wow, ein Buch wie ein Herbststurm.
Jam verliert ihre erste große Liebe nach nur 41 Tagen und verkraftet das nicht. Deswegen schicken ihre Eltern sie in ein Internat für „fragile Jugendliche“. Dort wird sie für einen elitären Literaturkurs ausgewäht, der immer nur ein Halbjahr dauert, auf den man sich nicht bewerben kann und in dem immer nur ein Autor bearbeitet wird. Und es werden Tagebücher ausgeteilt, die bis zum Ende des Halbjahres gefüllt werden müssen.
Jam findet heraus, dass sie mit Hilfe des Tagebuchs in die Vergangenheit reisen kann, für immer genau 5 Seiten kann sie die Stunden mit Reeve noch einmal erleben. Aber ist es das, was sie wollte? In der Vergangenheit hängen bleiben und nie mehr erreichen, als sie schon hatte? Weiterlesen
Kathrin Lange: Herz zu Asche
Charlie lebt also noch. Auf der einen Seite freut sich Juli, muss sich David doch nicht länger mit der Frage quälen, ob er sie nicht doch ermordet hat. Auf der anderen Seite bedeutet die Wiederauferstehung der großen Liebe ihres Freundes natürlich auch Konkurrenz. Und Charlie erzählt eine mehr als seltsame Geschichte, warum sie so lange verschwunden war, obwohl durch alle Medien ging, dass sie für tot gehalten wurde. Selbst David scheint zu merken, dass da etwas nicht stimmt, und ist weit davon entfernt, sofort mit fliegenden Fahnen wieder zu ihr zurückzulaufen. Aber da ist noch der Fluch der Familie und David scheint immer noch davon überzeugt zu sein, dass er sich von Juli trennen muß, um sie vor dem Tod zu bewahren. Weiterlesen
Sanne Søndergaard: Mein fantastisches Leben – von wegen!
Agnes Jacobson ist ein Teenager und die sind ohnehin nicht gerade für ihre überschäumende Lebensfreude bekannt. Agnes hat es aber besonders hart getroffen: zu dick, nicht „normal“ genug für ihre Klassenkameraden, verliebt in den Klassenprinzen, man hat es nicht einfach mit fast 15. Weil sie nicht sieht, dass auch nur irgendwo am Horizont ein Licht scheinen könnte, beschließt sie, sich genau an ihrem 15. Geburtstag das Leben zu nehmen. Sie nimmt die Sache wirklich ernst und fängt sogar ein Todestagebuch an, in dem sie ihre letzten Tage akribisch festhält. Weiterlesen
Angela Marquardt: Vater, Mutter, Stasi: Mein Leben im Netz des Überwachungsstaates
Angela Marquart – heute erfolgreiche Politikerin – war 15 Jahre alt, als sie eine Bekenntniserklärung zur IM unterschrieb. Als die Mauer fiel, hatte die Stasi ihr Leben für die nächsten Jahre bereits verplant. Trotzdem sagte sie noch zu Beginn unseres Jahrhunderts, sie habe nie bewusst für die Stasi gearbeitet. Nach diesem Buch glaubt man es ihr ohne Vorbehalte. Denn das Buch erzählt die Geschichte eines Mädchens, dass von den Eltern bewusst politisch unaufgeklärt bzw. – was noch schlimmer ist – teilaufgeklärt gehalten wurde. Sie hatte niemals Begegnungen mit ominösen Männern in grau, die sie zu irgendetwas überreden wollten. Weiterlesen
Thomas Finn: Aquarius, gelesen von Oliver Rohrbeck
Jens Ahrens ist Berufstaucher. Er kennt das Risiko, in alten Schiffswracks an Deutschlands Küsten zu tauchen, aber eines Tages passiert es doch: Eine Mine expliert. Jens verliert das Bewusstsein und erwacht in gefangen, verwirrt und von einer seltsamen Frau bewacht. Mit einiger Mühe kann er fliehen und findet sich in einem kleinen Küstenort wieder. Dort ist man wenigstens zum Teil bereit seine Geschichte zu glauben, denn dort geschehen seit einiger Zeit mysteriöse Mordfälle. An Orten, die nicht unbedingt zum geflutet werden neigen – z.B. einer Telefonzelle – ertrinken Menschen. Und zwar – umso mysteriöser – in Salzwasser. Weiterlesen
Joy Fielding: Sag, dass du mich liebst
Vor kurzem hat Bailey Carpenter ihre Eltern kurz hintereinander verloren. Das und der schwelende Erbschaftsstreit mit ihren Stief- und Halbgeschwistern machen ihr zu schaffen. Trotzdem arbeitet sie erfolgreich als Privatermittlerin für eine angesehene Anwaltskanzlei in Miami. Bis sie während eines Auftrags überfallen und vergewaltigt wird, von einem Unbekannten, von dem sie nach nicht allzu langer Zeit denkt, ihn an jeder Straßenecke wiederzuerkennen. Oder besser nicht „jeder Straßenecke“, denn sie traut sich kaum bis gar nicht mehr aus dem Haus. Wenn sie schläft hat sie Albträume und wenn sie wach ist, durchsucht sie zwanghaft die Wohnung nach möglichen Angreifern. Aber es gibt ja noch die Nachbarn, die Bewohner des gegenüberliegenden Hochhauses und den Ex-Freund. Weiterlesen