Zoe Sugg & Amy McCulloch: The Magpie Society – Aller bösen Dinge sind drei

Dieses Buch ist die Fortsetzung von „Die Nächste bist du“. Den ersten Band habe ich nicht gelesen und fand mich dennoch ziemlich gut in dieser Geschichte zurecht. Magpie heißt auf Deutsch die Elster, Magpie assoziiere ich aber auch mit Magie. Das Autorinnenduo Zoe Sugg, britische Bloggerin, und Amy McCulloch, kanadische Autorin, erzählen die Geschichte – des Internats Illumen Hall und das sich entfaltende Geheimnis der Geheimgesellschaft Magpie Society – in einer dualen Perspektive. Spannend wäre, wenn tatsächlich eine von ihnen alle Kapitel von Audrey und die andere jene von Ivy geschrieben hätte, denn man spürt, dass die zwei Autorinnen mit ihren verschiedenen Stilen der Story und den Protagonistinnen einen abwechslungsreichen Aspekt verleihen.

Beim Lesen hat es mich leider nicht auf die Weise gepackt, dass ich unbedingt Tag für Tag weiterlesen wollte, da am Anfang faktisch nicht viel passierte, was mich und meine Leselaune antreiben konnte. Dass die Handlung im Verlauf der Story chaotisch wurde und sich dabei konstruiert angefühlt hat, hat es auch nicht besser gemacht. Vielleicht hat mich dieser Faktor durchhalten lassen und bis zum Ende getrieben? Denn all die Geheimnisse, Hinweise und Twists schienen nie zu enden. Weiterlesen

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Katharina Ziegelbauer: Superkraft Immunsystem: Mit den Hausmitteln der TCM zu neuer Power

Was für ein wundervolles Herzensbuch! Man spürt beim Lesen sofort die positiven Vibes. Das Cover ist sehr eye-catching, erfrischend und stimmungsaufhellend. Es strahlt wie die Sonne und versprüht spritzige Hoffnung. Insgesamt ist diese Lektüre liebevoll und ästhetisch gestaltet, sowohl Rezepte als auch einzelne Themen werden mit wunderschönen Bildern akzentuiert in Szene gesetzt.

Es werden wertvolle Tipps aufgeführt für eine gute Verdauung, wie man das Immunsystem stärkt und unser Qi sowie unser Yin und Yang ausbalanciert. Wenn diese Energien im Gleichgewicht sind, geht es unserem Körper und unserer Verdauung gut, und mithilfe von abgestimmten Rezepten kann man dem Organismus helfen, diese Harmonie zu fördern. Weiterlesen

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Axel Melzener: Genre: Ein Leitfaden für Autoren

Die Freude am Grellen und Schrecklichen, am Lauten und Bizarren, am Verworrenen und Verwunschenen, am Psychedelischen und Ab- und Jenseitigen, am Mindf*ck, an der Enthemmung und Erregung […] was für Storys wir schreiben können, wenn man uns nur lässt.“ (Zitat Axel Melzener)

Hinter dem dezenten Cover dieses Buches versteckt sich ein höchst moderner, medien- und literarpraktischer Pageturner. Diese schwindelerregende Lektüre ist von einer Magie durchzogen, die horizonterweiternd, schonungslos ehrlich und faszinierend zugleich ist. Zu gern hätte ich sie in Warpgeschwindigkeit gelesen, doch sie ist so wertvoll, dass ich alles genauestens studiert und dabei unfassbar viel markiert habe.

Seite um Seite löst der Autor Axel Melzener die Handbremse im Kopf des Kreativen, bricht betonierte Blockaden und verpasst uns eine längst überfällige Frischzellenkur, denn zwischen den klugen Zeilen lauert so viel Wahrheit, Weisheit und pure Erkenntnis. Er liefert unkonventionelle Denkanstöße zu Trends, Innovationsstrategien, zeigt Chancen sowie Herausforderungen und hilft dem Leser dadurch, den eigenen Horizont zu erweitern. Dabei inspiriert er uns dazu, Klischees zu demontieren oder mit ihnen zu spielen. Das ist stark, weil Erkenntnis stiftend. Weiterlesen

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Hermann Bausinger: Vom Erzählen: Poesie des Alltags

Der 2021 verstorbene Kulturwissenschaftler Hermann Bausinger widmete der Erzählkunst sein letztes Buch. Auf den 208 Seiten nimmt er uns mit in die Welt des Erzählens, der Märchen, Übertreibungen, Stilebenen und des Witzes. Dabei analysiert er nicht nur Gespräche über den Gartenzaun oder auf einer Sommer-Gartenparty, sondern widmet sich auch dem Sinn sinnloser Geschichten, „Wiederholungsorgien“ der Fernsehsender, aber auch Fragen, wie sich Gerüchte entwickeln und wie Menschen einander Dinge erzählen. Zu nebensächlich? Nicht, wenn Bausinger Philosophie und Wissenschaft mithilfe vieler Beispiele so facettenreich und unterhaltsam verwebt.

Im Kapitel zur Erzähltheorie des Sprachwissenschaftlers Philipp Perlmann zitiert der Autor: „Man eigne sich die eigene Vergangenheit an, indem man daraus einen Sinn mache. Das Verstehen, das durch das erzählende Erinnern erreicht werde, (…) bringe das entscheidende Gefühl der Zugehörigkeit zu einem selbst hervor.“ Daraus schlussfolgernd sei das eigene Selbst, ein sich dauernd erweiterndes Gespinst von Geschichten – „wie ein Gebilde aus Zuckerwatte auf dem Jahrmarkt, nur ohne Materie“. (S. 42) Weiterlesen

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Kass Morgan & Danielle Paige: Der Club der Rabenschwestern

Das Autorenduo Morgan/Paige hat einen spannenden, hinreißend hexenhaften, modernen Urban Fantasy geschaffen, der mich direkt in seinen magischen Bann gezogen hat – und bis zur letzten Seite süchtig macht. „Der Club der Rabenschwestern“ ist ein buntes Potpourri aus Magie, Young Adult, College-Drama, mysteriösen Geheimnissen und einem Spritzer Zickigkeit.

Das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt. Die ehrgeizige Scarlett, die versucht, die neue Präsidentin der „Rabenschwestern“ zu werden und die naive Vivi, die neu am Westerly College ist und keinen Schimmer davon hat, dass sie selbst eine Hexe ist.

Zwischen den weitläufigen viktorianischen Häusern und den gregorianischen Bauten liegt das Verbindungshaus des geheimen Hexenzirkels, der sich als exklusive Studentinnenverbindung tarnt. Vivi bringt frisches Blut in die legendäre Schwesternschaft und muss schon bald spüren, dass es sich in der Realität bei Magie nicht nur um Tarot, Partys und magische Gesichtsmasken dreht. Sie lernt, Magie zu kontrollieren und entdeckt Fähigkeiten, die ihre wildesten Träume übersteigen. Weiterlesen

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Jamie Wheal: Next Level Living

Der englische Originaltitel könnte passender nicht sein: „Recapture the Rapture: Rethinking God, Sex, and Death in a World That’s Lost Its Mind“.

Auf 514 Seiten offenbart der Autor ein intensives Transformationsprogramm, das Traumata heilt, Inspiration steigert und uns dabei hilft, aufzuwachen, endlich erwachsen zu werden und für eine Welt einzustehen, die uns alle braucht.

Denn wenn wir uns spirituell weiterhin nicht weiterentwickeln „[…] und anderen das Feld überlassen, wird uns nichts anderes übrig bleiben, als auf einem ausgelaugten Planeten Mad Max zu spielen, während eine Handvoll Tech-Tycoons ihr Bewusstsein auf Computer laden oder sich einen der letzten Flüge ins All sichern.“ [S. 19]

Seite um Seite, Wort für Wort, habe ich all das wertvolle Wissen aufgesaugt, denn der Autor holt „radikale“ Forschung aus ihren Nischen heraus und wendet sie auf den Mainstream an. Weiterlesen

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Zoran Drvenkar: Wir: Die süßen Schlampen

Sie sind so oberflächlich wie eine Pfütze am Straßenrand und schauen auf ihre Handys, als wären es Navigationsgeräte, ohne die sie nicht wüssten, wo sie nach dem Film hingehen sollen. Sie haben zu viel, und weil sie zu viel haben, wollen sie mehr und mehr, denn sie kennen es nicht anders. Sie sind gierig, […].“ (Nessi, Zitat S. 35)

Mich reizten an diesem Thriller der ansprechende Klappentext und die Zeilen auf dem Buchrücken. Denn die sechszehnjährigen Mädchen wirken in der Story wirklich unantastbar, unsterblich und unzertrennlich.

Als ich mit dem Lesen begonnen habe, ist mir dann nach 67 Seiten aufgefallen, dass mir die Geschichte bekannt vorkommt. Also habe ich in meinem Bücherregal gesucht und bin auf den Thriller „Du“ (VÖ: 2012) vom selben Autor gestoßen, den ich damals abgebrochen hatte, da er mir persönlich zu langatmig und verworren war. Weiterlesen

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Jasmin Gonzalez: Wir sind die Töchter der Hexen, die ihr nicht verbrennen konntet

Das Buch ist hip, rebellisch, ganzheitlich, tiefgreifend, modern und verspricht ein pures, anregendes Lesevergnügen. Von mir wurde es rasant und intensivst durchgesuchtet. Dabei habe ich unglaublich viel Wertvolles sowie Berührendes markiert, denn die Autorin schreibt schonungslos ehrlich, von Herz zu Herz.

Du ahnst es selbst, Frauen lesen nicht nur kitschige Liebesromane. Und dieses ist keines der typischen Klischee-Bücher. Jasmin Gonzalez hat eine Lektüre kreiert, die mich unterhalten, aber auch zum Nachdenken angeregt hat – ein Plädoyer für Weiblichkeit und Female Empowerment.

Es ist tatsächlich sehr schwierig, zu sagen, was ein grandioses Buch für eine Frau ist, ohne jemanden zu beleidigen oder eine feministische Debatte auszulösen, doch dieses hier ist Gold wert. Aber es geht nicht darum Männer zu bashen, sondern Zusammenhänge zu verstehen. Beispielsweise wird die Institution Kirche (die über dem Recht steht und sich über jegliche moralische Regel hinwegsetzen kann) und die herrschende männliche Elite kritisch unter die Lupe genommen. Außerdem wird u. a. die sogenannte Hexenwunde* „witchwound“ definiert, die noch immer tief in unserem Unterbewusstsein verankert ist. Weiterlesen

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Elisa Aseva: Über Stunden: Posts

„Über Stunden“ ist eine scharfzüngige und schwindelerregend feinsinnige Lektüre, die gleichsam wachrüttelt und fasziniert. Das Buch ist viel mehr als nur Posts, Prosaminiaturen und gesammelte Lyrik, denn zwischen den Zeilen ihrer ehrlichen, zum Teil politischen Statements und poetischen Alltagsbeobachtungen funkelt die Glut. Ja, Glut kann funkeln, wenn sie von Elisa stammt, dieser starken modernen Frau.

Im Kern geht es jedoch auch um ihre Erfahrungen als Woman of Color in Berlin. Dabei fängt sie eine rohe Wahrheit ein, die so persönlich und gleichzeitig so universell ist. Sie schreibt in einem lebhaften, coolen Stil und zeigt sich nur im Ungesagten verletzlich.

Mit einer guten Prise Humor und Ironie seziert sie poetisch Themen wie Rassismus, Klassenunterschiede, Gentrifizierung, Beziehungen und das Virus. Sie nimmt uns als Leser* an die Hand und lässt uns durch ihr Kaleidoskop in ihre Welt blicken. Weiterlesen

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Sophie Cousens: Unsere Zeit ist immer

Als ich das Buch das erste Mal in meinen Händen gehalten habe, hat mich die goldglitzernde Reliefschrift des Covers wunderschön angefunkelt.

„Unsere Zeit ist immer“ handelt von Minnie und Quinn, die beide zur selben Zeit am Neujahrstag kurz nach Mitternacht im selben Krankenhaus zur Welt gekommen sind. Dabei verdrängte Quinn sie um wenige Minuten und gewann somit den Geldpreis als erstes Baby Londons in 1990. Aber erst an ihrem dreißigsten Geburtstag lernen sich die beiden kennen. Im Laufe der Story erfahren wir nach und nach, wie oft sich ihre Wege zuvor fast gekreuzt hätten.

Minnies Lebensweg wird hartnäckig von ihrem „Geburtstagsfluch“ (selbsterfüllende Prophezeiung) beeinflusst, der tief in ihrem Unterbewusstsein verwurzelt ist und sie somit aktiv alle Fettnäpfchen in ihr Leben zieht, in die sie dann unausweichlich hineinstolpert. Quinn hingegen ist ein Goldjunge, der mit dem silbernen Löffel im Mund geboren wurde.

Auf den 496 Seiten wird dem Leser* so viel geboten und man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Weiterlesen

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