Außergewöhnliche Liebesgeschichte, hervorragende Charakterstudie und ein gelungenes Gesellschaftsporträt: Bernhard Schlink hat in diesem Roman wieder zum großen Wurf ausgeholt. Wie schon in seinem Weltbesteller „Der Vorleser“ bleibt die Liebe hier so leidenschaftlich wie unerfüllt. Es geht um die Sehnsüchte von Menschen, die andere Wege einschlagen, als der Rest ihrer Zeit. Auch die ersten Triebe des beginnenden Faschismus, der sogar in guten, „aufrechten“ Menschen Wurzeln fasst, werden meisterlich dargestellt. Olga hat das Zeug, zu einer der ganz großen Frauenfiguren der Weltliteratur aufzusteigen.
Herbert ist ein Junge, der viel rennt. Olga ist ein Mädchen, das gerne dasteht und zuschaut. Sie lernen sich als Kinder kennen. Nach dem Tod der Eltern wird Olga Ende des 19. Jahrhunderts von Breslau zur Großmutter aufs Land nach Pommern gebracht. Dort lebt Herbert mit seiner Schwester Viktoria in herrschaftlichen Verhältnissen. Seinen Eltern gehört ein großer Gutshof samt Fabrik. Trotz unterschiedlicher Herkunft werden die Drei zu Freunden. Doch als die Heranwachsenden Gefühle füreinander entwickeln, Weiterlesen
Lassen Sie sich durch den Buchtitel nicht täuschen: In diesem Roman gibt es jede Menge zum Lachen, Staunen, Wundern. Thea Dorn ist ein teuflisch gutes und rundum wahnwitziges Meisterwerk gelungen: Die Humangenetikerin Johanna sucht einen Weg zur Unsterblichkeit. Sie trifft den 1776 geborenen Physiker Johann Ritter. Allerdings leidet der verschrobene Einsiedler unter dem „Joch“ seiner Unsterblichkeit. Diese kuriose Ausgangssituation sorgt für geniale Dialoge und überraschende Wendungen. Der Clou: Ein allwissender Erzähler kommentiert das Geschehen in mittelalterlichem Jargon. Ist es ist der Beelzebub höchstselbst? Er nutzt die Gunst der Stunde, um ein paar Vorurteile aus der Welt zu schaffen …






