Erscheint ihre Mutter, sieht Thene rot! Dies liegt nicht nur an der stets signalfarbenroten, viel zu engen Garderobe ihrer Mutter. „Als wollte Mama nicht nur alle Menschen ihrem Willen unterwerfen, sondern auch alle Augen zwingen, sich immer nur auf sie zu richten“. Die 25jährige Thene, welche gerade in Oxford ihren Abschluss macht, stammt aus einer durchgeknallten Familie. Ein schwuler Vater, eine nudistisch veranlagte Oma, ein zaubernder Bruder. Der Roman liest sich wie eine einzige Aneinanderreihung skurriler Situationen und pointierter Streitgespräche! Für dieses makabre, irrwitzige Debüt wurde Nele Pollatschek mit dem Hölderlin Förderpreis ausgezeichnet.
Eigentlich freut sich Thene darauf, ihren Masterabschluss an der renommierten Oxford-Universität zu feiern. Leider hat ihre Mutter beschlossen, diesem Event beizuwohnen. Was bedeutet, dass sich wieder alles nur um sie drehen wird. Thenes Mutter ist Punkerin, Weltretterin, betreibt einen investigativen Blog, verliebt sich grundsätzlich in Looser und stellt ihre eigenen Belange über die ihrer Kinder. Sie macht Dinge einfach deshalb, weil andere sagen, dass sie nicht funktionieren werden. Höchst manipulativ versucht sie, ihr Umfeld nach ihrer Pfeife tanzen zu lassen. Notfalls mit Gebrüll oder Geheul. Ein Streit um bunte Socken endet schnell in einem Grundsatzdialog. So schafft es ihre Mutter auch diesmal, allerdings unfreiwillig, Thenes Ehrentag zu überschatten. Weiterlesen






Der Scheich und die Sheikha von Alwabbi haben ein riesiges Luxusmuseum erbaut, ohne ein einziges Kunstwerk darin. Die russischen Zinn- und Kaliummagnaten Wladimir Antipowski und Dimitri Woldakow befinden sich in einem Wettstreit. Mrs. Appledore, eine achtzigjährige Grande Dame der Park Avenue, plant einen letzten Coup. Die französische Regierung will es zurück, doch die britische Regierung will es nicht hergeben. Sie alle finden in London zusammen, um sich bei einer Auktion „Die Launenhaftigkeit der Liebe“ zu sichern. Dieses lange verschollene Gemälde hat die Köchin Annie McDee in einem Trödelladen gefunden – nichts ahnend, dass sie damit in das Abenteuer ihres Lebens gerät. Hannah Rothschild ist ein amüsantes, spannendes Stück Literatur über die Kunst gelungen. Kein Wunder, entstammt sie doch der berühmten jüdischen Bankiersfamilie Rothschild, die auch durch ihre Kunstsammlungen zu Ruhm und Reichtum gelangte. 
