Tolstoi will sein Land verschenken. Johannes Guttzeit zieht als moderner Apostel durch die Lande und predigt die vegetarische Lebensweise. Nietzsches zarathustrische Philosophie wird zum Glauben einer neuen Zeit. In Zürich formt sich der Dadaismus. Auf dem Monte Verità in Ascona tanzen langhaarige Menschen den „Tanz an die Sonne“ – nackt, frei, ekstatisch. Um 1900 bildet sich eine Gegenbewegung zur zunehmenden Industrialisierung. Die eigene Selbstentfaltung steht im Vordergrund. Peter Michalzik folgt den schillerndsten Figuren dieser Epoche. Er gibt Anekdoten zum Besten, die es nicht in unsere Geschichtsbücher geschafft haben. Sehr unterhaltsam!
Von Philosophie bis Politik: Selten haben „gehaltvolle“ Bereiche so viel Spaß gemacht, wie in diesem Buch. Der Autor versieht seine Informationen mit einem humoristischen Unterton, der hervorragend zu den besonderen Akteuren passt. Wussten Sie, dass Nietzsche mit beginnendem Wahn seine Briefe mit „Der Gekreuzigte“ oder „Dionysos“ unterschrieb? Oder dass Kafka in Mailand ein Bordell besuchte, um die Damen lediglich aus der Ferne zu beobachten? Weiterlesen



Der Scheich und die Sheikha von Alwabbi haben ein riesiges Luxusmuseum erbaut, ohne ein einziges Kunstwerk darin. Die russischen Zinn- und Kaliummagnaten Wladimir Antipowski und Dimitri Woldakow befinden sich in einem Wettstreit. Mrs. Appledore, eine achtzigjährige Grande Dame der Park Avenue, plant einen letzten Coup. Die französische Regierung will es zurück, doch die britische Regierung will es nicht hergeben. Sie alle finden in London zusammen, um sich bei einer Auktion „Die Launenhaftigkeit der Liebe“ zu sichern. Dieses lange verschollene Gemälde hat die Köchin Annie McDee in einem Trödelladen gefunden – nichts ahnend, dass sie damit in das Abenteuer ihres Lebens gerät. Hannah Rothschild ist ein amüsantes, spannendes Stück Literatur über die Kunst gelungen. Kein Wunder, entstammt sie doch der berühmten jüdischen Bankiersfamilie Rothschild, die auch durch ihre Kunstsammlungen zu Ruhm und Reichtum gelangte. 


Lassen Sie sich durch den Buchtitel nicht täuschen: In diesem Roman gibt es jede Menge zum Lachen, Staunen, Wundern. Thea Dorn ist ein teuflisch gutes und rundum wahnwitziges Meisterwerk gelungen: Die Humangenetikerin Johanna sucht einen Weg zur Unsterblichkeit. Sie trifft den 1776 geborenen Physiker Johann Ritter. Allerdings leidet der verschrobene Einsiedler unter dem „Joch“ seiner Unsterblichkeit. Diese kuriose Ausgangssituation sorgt für geniale Dialoge und überraschende Wendungen. Der Clou: Ein allwissender Erzähler kommentiert das Geschehen in mittelalterlichem Jargon. Ist es ist der Beelzebub höchstselbst? Er nutzt die Gunst der Stunde, um ein paar Vorurteile aus der Welt zu schaffen …