Julie Leong: Die Wahrsagerin kleiner Schicksale

Tao stammt eigentlich aus Shinn, dem verfeindeten Reich Eshteras. Als ihr Vater stirbt, heiratete die Mutter in das andere Reich, sagte allen Traditionen und ihrer Heimat Adieu und nahm ihre kleine Tochter mit.

Dass diese aufgrund ihres Äußeren gemieden und geschnitten wird, dass Tao sich nie wirklich zugehörig gefühlt hat, führte dazu, dass sie zutiefst einsam, ja haltlos ist.

Dass sie eine magische Gabe ihr Eigen nennt, verkompliziert die Sache weiter. Wenn sie die orangenen Roben der Magiesucher sieht, nimmt sie schnell Reißaus – weiß sie doch, dass sie, einmal in die Gilde der Magier aufgenommen, machen muss, was man ihr sagt.

So unterdrückt sie ihre Gabe, sagt den Leuten für ein paar Kupfermünzen kleine Dinge voraus.

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Anne Herzel: Lichter unter London 01: Verlorene Städte

Maeve studiert in Dublin Katakombenforschung. Eines fernen Tages, wenn – nicht falls – sie die Prüfungen erfolgreich ablegt, wird sie als eine der „Mudlarks“ den Untergrund Londons erforschen, wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso zu Tage fördern wie Reichtümer. Das zumindest ist ihr Plan. Bis dahin aber hat sie es nicht einfach. Mitstudierende mobben sie und andere aus ihrer Klasse. Um dem einen Riegel vorzuschieben, geht Maeve eine riskante Wette ein. Sie schließt sich einer Touristengruppe an, entfernt sich von dieser, um einen der seltenen Kristalle zu suchen und als Beweis für ihren Mut, mit heimzubringen.

Es kommt, wie es kommen muss – Maeve verunglückt, rutscht zunächst in den „First Drop“, dann noch eine Etage tiefer in den „Second Drop“, immer in Gefahr, von der ihr unbekannten Flora und Fauna getötet zu werden.

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Kevin Hearne: Kerze & Krähe: Die Chroniken des Siegelmagiers 03

Für alle, die mich noch nicht kennen, darf ich mich noch einmal kurz vorstellen – Al MacBharrais, der Name, von Beruf Inhaber einer Druckerei in Glasgow, Schottland.

Wer mich näher kennt – das sind wenige –, der weiß, dass sich hinter meinem gezwirbelten Schnurrbart und meiner Zuneigung zu Gebranntem – egal ob Gin oder schottischem Whisky – einer von derzeit nur fünf auf Erden weilenden Siegelmagiern verbirgt.

Unsere Aufgabe ist es, über den mühsam ausgehandelten Frieden zwischen den Welten der Sidhe, der Götter, aller übernatürlichen Wesen und der Menschenwelt zu wachen.

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Bradley Harper: Miss Harkness und das Damengambit

Neun Jahre sind vergangen, seitdem die drei Musketiere – der schottische Professor Bell, Doktor Doyle und Margaret Harkness – in London dem Serienkiller Jack the Ripper nachstellten und letztlich dafür sorgten, dass der Mörder nicht länger die Straßen von Soho unsicher machte.

Mittlerweile ist unsere Journalistin ein wenig gealtert und, wie viele, die ein gewisses Alter erreichen, zwickt es hier und da. Ein Leiden wird diagnostiziert, dessen Linderung eine wärmere Gegend als London voraussetzt. Woher aber das Geld für eine Überfahrt nach Down Under nur besorgen?
Die Unsitte, Verbrecher nach Australien abzuschieben, wurde eingestellt – sich also verhaften und deportieren zu lassen, kommt für unsere wackere Suffragette und Autorin skandalöser Romane daher nicht in Betracht. Umso willkommener eine Offerte aus dem Deutschen Kaiserreich.

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Lev Grossman: The Bright Sword

Collum, Bastardsohn eines Händlers von den Inseln, möchte eigentlich nur eines sein – ein Ritter. Nachdem ihn sein Stiefvater bei dem örtlichen Adeligen in die Lehre geschickt hat, lernt er die Schattenseiten dieses Daseins kennen. Er wird missbraucht, muss die Arbeiten verrichten, die sonst niemand machen will, und das Erlernen des Waffengangs bleibt dem Sohn des Adeligen allein vorbehalten.

Bis der Ausbilder Mitleid mit dem inzwischen dank seines Frondienstes verkrüppelten Jungen hat und ihm den Umgang mit Dolch und Schwert lehrt.

Irgendwann ist Collum es leid, immer herumgeschubst zu werden – er rebelliert, stiehlt die Rüstung seines Lehnsherrn nebst Pferd und setzt aufs Festland über. Camelot ruft. Sein Plan ist ebenso einfach wie verrückt: Er will sich den Tafelrittern anschließen, Artus seinen Schwertarm weihen und fortan für das Gute eintreten.

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Anika Beer: We Burn The Sun

Willkommen in der Zukunft. Wir schreiben das Jahr 2091. Die Welt versinkt buchstäblich in schmelzendem Eis. New York existiert nur noch in einigen riesigen Plastikbauten, deren Fundamente tief in den Meeresboden gerammt wurden, um das Leben oberhalb des Wassers zu ermöglichen. Peu à peu sollen die Menschen in wassersichere neue Städte umgesiedelt werden – ein Riesengeschäft für die Konzerne. Wer zu spät dran ist, kann schwimmen lernen.

Natürlich gilt dies nicht für die Schönen und Reichen, die in ihrer schwimmenden Stadt im Luxus und in Sicherheit leben.

Störend sind da die Piraten, die ein ums andere Mal Städte angreifen, Ressourcen entwenden und Robin-Hood-mäßig den Armen spenden.

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R. J. Barker: Götter des Wyrdwood

Einst wurde Cahan du Navare von seiner eigenen Schwester zum ultimativen Krieger ausgebildet – mit dem Ziel, die herrschende Ordnung zu stürzen und ein neues Zeitalter einzuläuten.

Cahan jedoch hatte genug vom Schlachten und hatte sich schon vor Jahren vom Feld der Ehre und den Plänen, die andere über sein Leben machten, in die Wälder von Forbearn zurückgezogen. Manch einer meint, er habe sich hier verkrochen, sei vor seiner Verantwortung, seinen Taten und seinem Schicksal geflohen – und sie haben recht. In der Einsamkeit züchtet er Tiere, fällt Holz und lebt abgeschieden, aber in relativem Frieden mit seinen Mitmenschen.

Dann kam das Imperium und wollte ihn meucheln. Er entkam – jetzt sind die Herrschenden so richtig sauer.

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Akram El-Bahay: Die Buchreisenden

Wäre es nicht toll, wenn man leibhaftig in sein Lieblingsbuch eintauchen könnte? Quasi vor Ort miterleben, wie die Handlung ihren Lauf nimmt?

Natürlich dürfte man beileibe nie einschreiten oder etwas verändern – das versteht sich ja von selbst. Aber allein die Tatsache, dass man Long John Silver, Harry Potter oder Huck Finn bei ihren Abenteuern begleiten könnte – das hat doch was, oder?

Nun, ein kleiner Buchladen in einem Gässchen in London bietet genau dies seiner zahlungsfähigen Kundschaft an. Seit Jahrzehnten lesen die dort lebenden Buchhändler ihre Kundschaft in das jeweilige Lieblingsbuch. Notwendig dafür ist die Erstauflage des Werkes und dass selbiges von sehr vielen Menschen goutiert wurde. Das nötige Kleingeld braucht man selbstredend auch – umsonst ist der Tod, und der kostet bekanntermaßen das Leben.

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T. Kingfisher: The Hollow Places: Kara und die rätselhafte Welt hinter den Dingen

Kara ist Mitte dreißig und hat sich gerade von ihrem Mann scheiden lassen. Als freischaffende Grafikdesignerin verdient sie nicht wirklich gut, sprich, sie müsste eigentlich bei ihrer Mutter unterschlüpfen.

No way – da kommt das Angebot ihres Onkels gerade recht, erst einmal in seinem Gotteslob-Museum für Naturwunder, Kuriositäten und Tierpräparate zu wohnen und den Bestand zu katalogisieren. Back to her roots also, da sie in ihrer Jugend des Öfteren beim Onkel im pittoresken Hog Chapel in North Carolina geparkt wurde.

Der Bestand des Museums: jede Menge präparierte Tierleichen, eine unübersehbare Anzahl seltsamer, wundersamer oder unbekannter Objekte – und ein Kater, der die Mäuse davon abhält, den Bestand zu dezimieren.

Nach Feierabend trifft sie sich mit Simon, der für seine Schwester das Café neben dem Museum betreibt. Als ehemaliger Drogendealer – lange Story – und gerne mit einem Zylinder auf dem Kopf unterwegs, ist der bekennend schwule Mann eine Seele von Mensch.

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Sabaa Tahir: Heir

Sabaa Tahirs „Heir“ führt uns zurück in ihre lebendige, aber unbarmherzige Welt, die sie in „An Ember in the Ashes“ (dt. bei One, Neuauflage bei cbj in Vorbereitung) zum ersten Mal vorstellte.

Dieser Auftakt zu einer neuen Duologie spielt etwa zwei Jahrzehnte nach den Ereignissen des ursprünglichen Quartetts und hält ein Wiedersehen mit einigen bekannten Figuren und Schauplätzen für uns bereit, führt aber auch viele neue Figuren ein und erweitert die Schöpfung.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus drei Perspektiven erzählt: Aiz, Sirsha und Quil.

Aiz ist eine abgehärtete junge Frau aus den Slums von Kegari, die entschlossen ist, ihr Volk zu rächen. Lange Zeit litten ihre Landsleute unter der grausamen Behandlung durch Tiral, einen blutrünstigen Flottenkommandanten. Dank ihrer magischen Fähigkeiten als Windschmiedin hat Aiz zahllose Bedrohungen überstanden, ist aber dennoch untröstlich und verbittert, als ihr Jugendfreund Cero, der seine Windkräfte besser als sie kontrollieren kann, sie verlässt, um Pilot zu werden. Nachdem sie von den Behörden inhaftiert wurde, entdeckt Aiz eine neue Aufgabe, indem sie anderen Unschuldigen hilft, die gefangen genommen und gefoltert wurden. Sie glaubt, dass die göttliche Mutter Div sie bei ihrer Mission leiten wird.

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