Ursula K. LeGuin: Der Tag vor der Revolution: 25 Science-Fiction-Storys

Ursula K. Le Guin gehört unbestritten zu den wichtigsten Autorinnen unserer Zeit. Ihre Werke genießen, weit über die Science-Fiction-Fanbase hinaus, Anerkennung; ihre Stimme fand bei Leserinnen und Lesern jedweder Nationalität und Herkunft Gehör.

Ich lernte sie über ihre „Erdsee-Romane“ kennen und lieben (zunächst erschienen auf Deutsch bei Heyne, dann in einer Neuauflage bei Piper; später folgte eine tolle Neuübersetzung in einem Band bei Fischer TOR).

Erst später entdeckte ich ihre bahnbrechenden Romane, die zunächst bei Heyne aufgelegt wurden. In den letzten Jahren haben Fischer TOR sowie der Carcosa Verlag die Autorin neu entdeckt und sowohl Neuauflagen als auch bisher unveröffentlichte Titel publiziert.

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Derek Landy: Nur Zorn im Herzen: Skulduggery Pleasant 17

Die Schlichter sind unabhängig – von jedem. Das müssen sie auch sein, schließlich obliegt ihnen, auf diejenigen aufzupassen, auf die sonst niemand achtet. Sprich, auf die Großmagier der Sanktuarien. Dumm nur, dass dieses Kontrollorgan aus genau zwei Personen besteht – Walküre Unruh und Skulduggery Pleasant. Beide sind brillant, scharfzüngig, magisch versiert und kaum aufzuhalten, wenn sie ein Ziel ins Visier nehmen. Doch selbst sie können nicht überall gleichzeitig sein.

In jüngster Zeit haben sie es nicht nur mit gefährlichen Gegnern, sondern zunehmend auch mit bürokratischen Hürden zu tun. Denn ja, auch unter Zauberern gibt es Bürokraten, die lieber Akten wälzen als Probleme zu lösen. Dabei gäbe es genug aufzudecken, genug zu verhindern. Doch wie heißt es so schön: Die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam – aber unaufhaltsam.

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James Islington: The Strength of the Few: Hierarchy 02

Nachdem „The Will of the Many“ nach seinem triumphalen Siegeszug durch den angloamerikanischen Sprachraum auch hierzulande an den Kassen der Buchhandlungen punkten konnte, warteten Fans und Lesende gespannt auf den zweiten Teil der Trilogie. Der Adrian Verlag präsentiert diesen dankenswerterweise nur kurze Zeit nach der englischsprachigen Originalausgabe.

Mit diesem Roman gelingt es James Islington, seinen vielversprechenden Serienauftakt auf ein neues, höheres Niveau zu heben und die großen Erwartungen, die an die Fortsetzung geknüpft wurden, zu erfüllen. Mit „The Will of the Many“ legte der Verfasser sinnbildlich einen soliden Grundstein, ein festes Fundament, auf dem er nun seinen ambitionierten, komplexen und emotional mitreißenden zweiten Teil errichtet.

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Amber Hamilton: Seven Deadly Thorns: Ein Herz so schwarz wie Ebenholz

Einst waren die Nachbarn Verbündete, vielleicht gar Freunde. Doch dann gerieten die beiden Reiche in einen Konflikt, der desaströse Auswirkungen für Aragoa hatte.

Ein magisch verursachter, giftiger Nebel zog durch das Reich – hinterließ vergiftete Felder und Plantagen sowie verlassene, tote Ortschaften. Diejenigen, die sich retten konnten, flohen in die magische Schutzkuppel, welche die Magier Aragoas um die königliche Burg errichtet hatten. Doch die Nahrung wird immer knapper, die Ressourcen schwinden. Das Königshaus ließ, um einem vermeintlichen Verrat zuvorzukommen, alle eigenen Magier zu Verrätern erklären und sie jagen und meucheln.

Als der König vor Kurzem einfach tot umfiel, veranlasste dies seine Gemahlin, ihren Attentäter – gemeinhin nur als „der Jäger“ bekannt – und ihre Truppe auf die Suche nach allen Magiern in der Burg zu entsenden. Ihre Mission: finden und töten.

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Hafsah Faizal: A Steeping of Blood: Blood & Tea 02

Mit „A Steeping of Blood“ liefert Hafsah Faizal den fulminanten Abschluss ihrer „Blood & Tea“-Dilogie. Uns erwartet ein Roman, der die ruhige Eleganz von Teestuben aus dem ersten Teil gegen politische Intrigen, düstere Enthüllungen und explosive Emotionen eintauscht. Was in „A Tempest of Tea“ als atmosphärisches Gauner-Abenteuer begann, verwandelt sich vorliegend in ein tief emotionales, vielschichtiges Finale, das seine Figuren ebenso herausfordert wie seine Leserinnen und Leser.

Die Ereignisse setzen unmittelbar nach dem verheerenden Ende des ersten Bandes ein. Arthie Casimir, ihr Bruder Jin und die restliche Crew stehen vor den Scherben einer Stadt, die ins Chaos gestürzt wurde. Das Aufdecken der wahren Identität des Widders – des Monarchen von Ettenia – hat die Machtverhältnisse verschoben, nur leider nicht unbedingt zu ihren Gunsten. Zudem verschwinden immer mehr Menschen scheinbar spurlos. Die Schuld wird den Vampiren zugeschoben. Auch alte, einst felsenfeste Loyalitäten drohen endgültig zu zerbrechen.

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Mai Corland: Three Shattered Souls: Macht ist Lüge: The Broken Blades 03

Willkommen in Yusan. In den vier Provinzen des Reiches herrscht Unruhe. Der Gottkaiser wurde abgesetzt, ein neuer Herrscher hat die Macht übernommen und sich des göttlichen Artefakts bemächtigt.

Der Usurpator auf dem Schlangenthron weiß, dass die Abenteurer, die einst im Auftrag des Drachenkönigs auszogen, um die anderen magischen Artefakte zu stehlen, erfolgreich waren. Drei der göttlichen Hinterlassenschaften hat die mittlerweile auf vier Gefährten geschrumpfte Truppe gesichert. Dass sich unter ihnen inkognito Abkömmlinge der königlichen Familien der vier Provinzen befinden, macht sie für den neuen Herrscher besonders gefährlich.

Kein Wunder also, dass der Kaiser eine nie dagewesene Belohnung für ihre Ergreifung auslobt – wer ihm einen der vier lebend bringt, erhält eine Million Goldstücke.

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C. L. Clark: Ambessa: Chosen of the Wolf: ARCANE League of Legends

Mit Ambessa – Chosen of the Wolf gelingt C. L. Clark ein packender High-Fantasy-Roman, der nicht nur die bekannte und beliebte Figur Ambessa Medarda aus dem League-of-Legends-Universum weiter beleuchtet, sondern ihr eine Tiefe verleiht, die weit über ihre bisherigen Auftritte – insbesondere in der gefeierten Serie Arcane – hinausgeht. Das Buch schlägt eine Brücke zwischen Videospiel, animierter Serie und eigenständigem Roman, ohne dabei Vorkenntnisse der Leserinnen und Leser vorauszusetzen. Tatsächlich steht der Roman so sehr für sich, dass selbst völlige Neulinge in Runeterra – wie ich – die fesselnde und emotional komplexe Geschichte genießen können.

Im Zentrum des Plots steht Ambessa, eine gefürchtete noxianische Generalin, die nach einem triumphalen Sieg in die Heimat zurückeilt, da ihr Großvater, der bisher den Clan angeführt und geprägt hat, im Sterben liegt.

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Kalie Cassidy: Das Lied der Tiefe

Seien Sie willkommen am Hof des grausamen Königs Nemea. Seit dieser sich – aus einfachen Verhältnissen stammend – hochgemordet und die Herrschaft über die unwirtliche Insel Seraf an sich gerissen hat, ist er unter seinen Standesgenossen verpönt.

Nun hat er zur Hochzeit seines Mündels mit seinem Kommandanten gerufen – und alle sind trotz ihrer Ressentiments seiner Einladung gefolgt. Dass die junge Braut Imogen Nel, von deren ererbtem Reichtum der König zehrt, eine Sirene ist, ahnt er nicht.

Als ihr Verlobter sie anlässlich der Verlobungsfeier verführt, brechen schwarze Flügel aus ihrem Rücken – ihr Geheimnis, das sie so lange gehütet hat, ist offenbart.

Sie ahnt, nein, sie weiß, dass sie ein Schicksal schlimmer als der Tod erwartet, sofern sie nicht flieht.

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Ava Reed: Witches of Deadly Sins

Seit Jahrtausenden sind Hexer und Hexen auf der Suche nach der verschollenen Büchse der Pandora. Sollte sie aufgefunden werden, so die landläufige Hoffnung, könnte das daraus entwichene Böse eingefangen werden, die Erde wieder zu einem Refugium des Friedens und des gedeihlichen Miteinanders werden.

Überall auf der Welt suchen die altehrwürdigen Hexenfamilien nach Relikten, Spuren und Hinweisen – seien sie auch noch so diffus.

Sasha stammt aus einer solchen Hexenfamilie, auch wenn sie kein Hexenmal trägt. Sie beherrscht die Kräfte der Erde, des Wassers und des Feuers wie kaum eine andere Hexe. Nach dem Tod ihrer Mutter verließ sie Tante und Großmutter sowie das geliebte Haus in Amsterdam, das ihre Heimat war. Mit diesen ließ sie auch den wenig empathischen Vater und ihre andere, despotische Oma zurück.

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Alan Moorel: Das Große Wenn: Long London 01

Sie kennen London? Oder meinen Sie eher – Sie glauben, London zu kennen? Nun, dann steht Ihnen eine Überraschung bevor – zumindest, wenn Sie den vorliegenden Roman goutieren.

Alan Moore ist als Verfasser von Comics weltweit ein Begriff, was sage ich, eine Institution. Kürzlich erschien, ebenfalls bei Carcosa, sein Mammutwerk „Jerusalem“ – ein Roman, der an Joyces „Ulysses“ erinnert und der, ob seiner stilistischen wie inhaltlichen Besonderheiten, nicht einfach zu lesen und zu begreifen ist.

Der Auftakt von „Long London“ – in Großbritannien ist der zweite Band über die Abenteuer Dennis Knuckleyards unter dem Titel „I Hear a New World“ für Frühjahr 2026 in Vorbereitung – ist anders. Vielleicht nicht ganz so anspruchsvoll, aber dennoch herausragend, eine Bereicherung und ein Leseerlebnis (das ganz nebenbei von Hannes Riffel kongenial ins Deutsche übertragen wurde).

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