James A. Sullivan: Die Chroniken von Beskadur 01: Das Erbe der Elfenmagierin

Ardoas ist ein ganz besonderer Elf. Er wächst behütet und wohl ausgebildet in der Siedlung der Elfen auf, trägt er doch in sich die Erinnerungen einer legendären Heldin. Er ist inzwischen die siebte Inkarnation der Elfenmagierin Naromee, nur hat er, wie seine sechs Vorgängerinnen und Vorgänger leider keinen Zugriff auf die in seinem Geist gespeicherten Erinnerungen der legendären Magierin. Ein Orakel könnte es ihm ermöglichen, auf das schlummernde Wissen und die Erinnerungen zuzugreifen – wie seine Vorgängerinnen gleich welchem der drei Geschlechter sich diese oder sie der zugehörig gefühlt haben, muss er sich auf die Suche nach dem verschollenen Orakel machen – wissend, dass all jene, die vor ihm diesen Weg gingen, verschwunden, mutmasslich ermordet wurden.

Er hat einen entscheidenden Vorteil – er kann auf die Aufzeichnungen seiner Vorgängerin zurückgreifen, hält er doch deren Reisetagebuch in Händen. So macht er sich zunächst alleine, später begleitet durch ein angehendes menschliches Orakel und einer Söldnerin auf die Reise – verfolgt, gejagt und angegriffen von Unbekannten, die mit allen Mitteln verhindern wollen, dass er die verschlossenen Erinnerungen Naromees aufdeckt …

James A. Sullivan legt eine neue Dulogie vor. Der zweite, die Handlung abschließende Teil ist für Januar in Vorbereitung – beide Bücher beschäftigen sich, wie kann es auch anders sein, mit Elfen. Dazu sollte man wissen, dass Sullivan zusammen mit Bernhard Hennen an dessen großartigen Saga um die Elfen (Heyne) gearbeitet und mitgeschrieben hat. Nach einigen Ausflügen in die Science Fiction kehrt Sullivan nun mit diesem Roman in eine archaische Fantasy-Welt zurück. Weiterlesen

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Robin Hobb: Wächter der Drachen

Es gab einmal eine Zeit, da erhob eine neue Autorin ihre Stimme. Robin Hobb, so ihr Pseudonym unter dem sie uns ihre ganz eigenen Fantasy-Epen offerierte und mit diesen Leser weltweit in ihren Bann zog. Seien es die Geschichten, Tragödien bin ich geneigt zu sagen, um Fitz, den Weitseher, Attentäter und Magier im Dienst seines Königs oder die Händler von Bingtown (dt. Blanvalet Verlag, von Penhaligon neu, allerdings nur als eBooks unter der Überschrift „Seelenschiff-Händler“ aufgelegt), die auf ihren lebenden Schiffen die Meere und den Regenwildfluss befuhren, die Zyklen verkauften sich, egal bei welchem Deutschen Verlag sie erschienen, wie die sprichwörtlich warmen Semmeln.

Nach einem kommerziell nicht ganz so erfolgreichen Ausflug nach Navare (dt. bei Klett-Cotta und Heyne) kehrt sie mit vorliegendem Buch auf die gemeinsame Welt von Fitz und den Bingtown-Händlern zurück. Mittlerweile haben die Menschen aus Bingtown und die letzte überlebende Drachenkönigin ein Abkommen geschlossen. Tintaglia schützt die Flussmündung des säurehaltigen Flusses vor chalcedanischen Schiffen, dafür beschützen die Menschen die Seeschlangen, die sich verpuppen und zu Jungdrachen reifen sollen. Weiterlesen

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J. C. Vogt: Anarchie Deco

Willkommen im Berlin der 20er Jahre. Es grüßt eine Metropole, immerhin die viertgrößte Stadt der Welt, in der die Liebe zum Leben gefeiert wird, in der aber auch geforscht wird, wie in keiner andere Stadt der Welt. Während die gutbürgerlichen Spießer des Abends in den Vergnügungsvierteln der Stadt die Varietés besuchen, sich fragen, was sich hinter den perfekt geschminkten Fassaden der Damen und Herren vielleicht wirklich verbirgt, schuften sich die Armen aus den Hinterhäusern zu Tode. Im Reichstag geht gerade wieder einmal eine der vielen wechselnden Koalitionen den Bach hinunter, als die junge Physikerin Nike Wehner wissenschaftliche Koryphäen zu einem Versuch an der Friedrich-Wilhelm Universität empfängt.

Sie weiss, dass sie als Tochter einer Ägypterin und eines Deutschen, mehr noch als Frau, im Bereich der Physik nur diese eine Chance hat, die Nobelpreisträger, allen voran Bohr und Heisenberg, der sie ein klein wenig protegiert, von ihrer Idee zu überzeugen. Eine Idee, die ebenso revolutionär wie unbegreiflich scheint – die Synthese aus dem Zusammenwirken eines Mannes und einer Frau, aus Physik und Kunst schafft etwas bis dato nicht Dagewesenes, etwas Unbegreifliches – Magie.

Der Versuch gelingt, die Honoratioren sind beeindruckt, mehr Geld für die Forscherin, die mit einem Bubikopf und zumeist in Anzug und Krawatte gekleidet, ihrer Umwelt ein Rätsel aufgibt, ob die eine Suffragette, eine Lesbe oder doch ein Transvestit sei, nicht. So muss sie, um sich und ihre Mutter durchzubringen weiterhin der Polizei Berlins mit Rat und Tat bei der Ermittlung merkwürdiger Verbrechen zur Seite stehen. Weiterlesen

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Alix E. Harrow: Die zehntausend Türen

Lernen Sie die zunächst siebenjährige January Scaller kennen. Sie lebt in Vermont, Kentucky, im Haus des reichen Sammlers und Mäzens Mr Locke. Ihr farbiger Vater und die ihr unbekannte weiße Mutter haben ihr als Erbe eine Hautfarbe mitgegeben, die sich von dem Üblichen unterscheidet und doch zieht Mr Locke sie auf, als wäre sie sein eigenes Kind. Januarys Vater reist Jahraus, Jahrein für Mr Locke um die Welt, sucht, erwirbt und stiehlt wohl auch wertvolle Artefakte für die Gesellschaft, der der Sammler angehört. In einer der ersten Szenen erleben wir mit, wie die damals noch kindliche January eine Tür in einem lang verlassenen, halb verfallenen Haus öffnet und durch diese in eine andere Welt tritt. Der Ruf Mr Lockes zwingt sie nur allzu bald zurück, ein Kuss und eine Münze bleiben ihr als Beleg, dass sie nicht geträumt hat.

Zehn Jahre später eröffnet ihr Mr Locke, dass ihr Vater auf seiner aktuellen Expedition verschollen, vermutlich verstorben ist. Innerlich gelähmt, findet sie in einer der alten ägyptischen Truhen, die im Haus ausgestellt werden, ein kleines, in Leder gebundenes Buch. In goldenen Lettern ist der Titel geprägt: „Das Haus der zehntausend Türen“.

Ein Titel, der sie neugierig macht, ein Buch, das ihr Unterhaltung, Trost und Wegweiser zugleich ist, hat sie doch, wie die Hauptperson des Romans, die Fähigkeit, Türen zu anderen Welten zu öffnen. Und sie begibt sich auf die Suche nach dem verschollenen Vater, nach der ihr unbekannten Mutter, nach ihrem Schicksal und nach ihrem Platz in der Welt … Weiterlesen

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John Scalzi: Das Imperium der Ströme 03: Schicksal

Vorhang auf zum dritten und damit letzten Band um das Sternenreich, das sich vor Jahrtausenden von der Erde losgesagt, und mittels den die Planeten verbindenden Ströme prosperiert hat. Der Adel und ihre Handels-Häuser haben die Wirtschaft unter sich aufgeteilt, der Reichtum sorgt dafür, dass alle, auch die Armen, Wohlstand und Sicherheit genießen können. Dass eben jene Ströme, die das Reisen und den Warenaustausch zwischen den Planetensystemen erst ermöglichen am Zusammenbrechen sind, macht nicht nur der Imperatox und den Handelshäusern sondern so langsam auch den Bürgern Sorgen. Ein einziger Planet böte die Voraussetzungen, auf ihm dauerhaft zu überleben – doch zum Einen ist er weit entfernt und könnte auch unmöglich die Milliarden Bewohner der anderen Systeme und Habitate aufnehmen.

Imperatox Grayland II hat bereits mehrere Attentate überlebt, hat sich jede Menge Feinde, aber auch einige Verbündete geschaffen. Unter diesen einen Mann, den zu lieben sie gelernt, den zu ehelichen sie vorhat. Dass dieser möglicherweise eine Lösung zur Verhinderung des bevorstehende Genozids finden kann, wäre hilfreich, da ihr Gegnerin, deren Anschläge schon mehrfach fast erfolgreich waren, erneut ihr dunklen Ränke schmiedet. Doch dann muss sie einsehen, dass sie nicht Beiden bekommen kann – persönliches Glück und die Rettung ihrer Untertanen … Weiterlesen

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E.M. Castellan: Im Schatten des Sonnenkönigs 01: Die Gabe

Als Kardinal Mazarin, der die Geschicke Frankreichs auf Jahrzehnte hinaus bestimmt hatte, im März des Jahres 1661 stirbt, ist die Zeit für Louis XIV gekommen. Als Kindkönig stand er bis dahin ganz im Schatten des übermächtige Kardinals, jetzt will er Paris, ja der Welt seinen Stempel aufdrücken. Seine Vermählung mit einer Spanierin soll für Ruhe an der Süd-Westlichen Flanke seines Reiches sorgen, die Hochzeit seines Bruders mit der Schwester des Königs von England die Bedrohung aus dem Norden bannen. Dass der König höchstselbst über magische Fähigkeiten verfügt, soll ihm helfen, seine Pläne in die Tat umzusetzen. Wie alle Magier des Reiches aber benötigt auch er, um seine Magie zu wirken, eine menschlichen Quelle. Quellen sind rar, zumal in letzter Zeit, da ein Mörder Paris in Angst und Schrecken versetzt und Quellen aus allen Schichten jagt und meuchelt.

Die 17-jährige Henriette D’Angleterre wuchs behütet zusammen mit ihrer Mutter im Kloster auf. Als Schwester des Englischen Königs ist sie eine gute Partie, wird sie als politisches Pfund heiraten müssen. Dass ihr Gatte, immerhin der jüngere Bruder Louis XIV, sich so gar nicht für seine Angetraute interessiert führt dazu, dass ihr Leben langweilig, ihre Position bei Hofe geschwächt und sie selbst zum Ziel politischer Ränke wird. Bis sie bei einem Reitunfall, bei dem sich der König schwer verletzt, diesem offenbart, dass ausgerechnet sie eine Quelle für dessen Magie ist. Ab da ändert sich ihr Leben radikal, zumal Henriette Gefühle für einen verheirateten Mann entwickelt, der nicht der ihre ist … Weiterlesen

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Carsten Steenbergen: Florance Bell und die Melodie der Maschinen

Seit einigen Jahren schon regiert Kaiser Napoleon nicht nur über das französische Reich, sondern ist auch Regent und Herrscher über das ehemalige Britische Reich, das sich seinen Truppen bedingungslos ergeben musste. George IV genießt die Gastfreundschaft einer nett eingerichteten Zelle in Paris, der Conseil du Roi und seine Totenkopf-Kompanie schauen danach, dass die Rebellen in England keinen Fuß auf den Boden bekommen. Dass es Engländern verboten ist, an der Akademie Technologie d´avenir in London zu studieren verhindert so mache Fortentwicklung modernster, dampfbetriebener Errungenschaften.

Florance Bell wuchs, von ihren Eltern verlassen, in einem Londoner Waisenhaus auf. Dass sie eine begnadete Hand für jedwede Maschinen hat, fiel nicht nur den Schwestern im Waisenhaus auf, sondern auch dem französischen Forscher und Erfinder Meistermechaniker Monsieur Pignon, der das Mädchen kurzerhand adoptiert und unter seine Fittiche nimmt.

Mittlerweile ist sie auf Birch Manor eine unerlässliche Hilfskraft des Mechanikers und soll während eines Symposiums einigen der Honoratioren vorgestellt werden. Dass die Rebellen die Gunst der Stunde nutzen, das Anwesen überfallen, Gäste und Gastgeber ausrauben und zudem noch eine aufsehenerregende Erfindung stehlen, war nicht vorgesehen. Weiterlesen

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Rick Riordan: Die Abenteuer des Apollo 05: Der Turm des Nero

Seitdem sein Vater, der allmächtige Zeus höchstselbst seinen vorlauten, oberflächlichen und egoistischen Sohn Apollo in einem sterblichen Körper gesteckt und der Gnade einer menschlichen Jugendlichen ausgeliefert hat, musste der einstige Gott der Musik und der Prophezeiungen einige bittere Pillen schlucken. Im Kampf gegen drei ehemalige römische Kaiser, die sich zu den Herren der Welt aufschwingen wollen, gab es herbe Verluste zu beklagen.

Inzwischen sind Apollo, Entschuldigung Lester natürlich und seine Meisterin Meg, Ziehtochter Neros wieder zurück in New York. Hier inmitten Manhattans residiert, standesgemäss in einem luxuriösen, mondänen Hochaus Nero und erwartet die Beiden und ihre Freunde bereits. Sein Plan ist einfach – sind das nicht die besten Pläne? – und narrensicher. Er lockt seine Gegner zu sich, dünnt sie auf dem Weg aus, bringt sie kräftemäßig an den Rande des Zusammenbuchs und zermalmt sie dann dadurch, dass er einmal mehr seinem Faible nachgeht. Sie erinnern sich bestimmt, Rom brannte, für New York hat er ein vergleichbares Schicksal vorgesehen. Das kann, das will, das darf Lester/Apollo natürlich nicht zulassen – und wenn es ihn seine Unsterblichkeit kostet und er zum voraussichtlich mausetoten Menschen werden muss, ein derartiges Opfer haben seine Freunde und die Menschen im Big Apple nicht verdient … Weiterlesen

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Eleanor Bardilac: Knochenblumen welken nicht

Einst, so lange ist es noch gar nicht her, lebten in Vhindona die Menschen und Magiebegabten zusammen und in Frieden in der Stadt. Doch diese Zeiten sind vorbei. Junge Magiebegabte, Quellenkinder genannt, werden gefangen gesetzt und zum verlustreichen Frontdienst verpflichtet, diejenigen, die dies überleben werden in ein Viertel der Stadt abgeschoben, das allein ihnen vorbehalten ist. Seit einigen Jahren sucht eine Mordserie der Stadt heim. Politiker, die die Restriktionen der Magiebegabten verstärken wollen, werden umgebracht, ihnen wird ihr Herz entnommen. Alles sieht nach einem Ritualverbrechen aus.

Aurelia weiß seit einigen Lenzen, dass sie die Gabe, Magie zu wirken, in sich trägt. Von ihren reichen Eltern unter Drogen gesetzt und im Haus weggesperrt, dämmert sie dort vor sich hin – bis ausgerechnet sie Zeugin eines der Morde wird. Niemand zweifelt daran, dass sie selbst unschuldig ist, doch auch die Stellung ihres Vaters als einer der einflussreichsten Bauherren der Metropole können sie nicht davor bewahren, ins Ghetto abgeschoben zu werden. Hier, inmitten mittels Magie belebter Häuser, versucht der Nekromant Marius ihre Kräfte zu kanalisieren und sie auszubilden – bis der drohende Bürgerkrieg sie einholt … Weiterlesen

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Christina Henry: Die Chroniken von Peter Pan: Albtraum im Nimmerland

Wer kennt sie nicht – die Geschichte von dem Jungen, der nie erwachsen werden wollte? Die Disney Verfilmung ist uns ebenso im Gedächtnis geblieben, wie die literarische Vorlage aus der Feder von James Matthew Barrie. Nach Nimmerland hat es Peter Pan verschlagen, eine Insel im Nirgendwo, bevölkert von Piraten, gefährlichen Tieren und jeder Menge Wald. Hier können die Jungen, die Peter auf seinen Streifzügen zu sich holt, Abenteuer erleben, können frei sein und sich entfalten.

Christina Henry, die sich in ihren Werken auf die Neuinterpretation klassischer Geschichten spezialisiert und damit mehr als erfolgreich auch bei uns die Bestsellerlisten gestürmt hat, hat sich des Motivs angenommen. Und, wie wir dies von ihr gewohnt sind, natürlich ein wenig anders als bekannt. So steht im Mittelpunkt des Romans nicht etwa der titelgebende Peter Pan, sondern sein erster Freund, Spielkamerad und Helfer Jamie, dem er versprochen hat, dass er niemals alt, nie erwachsen werden wird. Für immer glücklich, so das Versprechen, doch dieses gilt nur so lange, bis sie langweilen, krank werden oder sterben. Peter ist dies völlig gleichgültig, für ihn gilt, wer einmal auf der Insel gewesen ist, der bleibt auf der Insel.

Und Jamie berichtet uns von einem Peter Pan, der mit dem weichgespülten Disney-Epigonen wenig zu tun hat. Peter ist ein egozentrischer, egoistischer und geltungssüchtiger Junge, der seine Freunde gerne einmal triezt, verletzt oder auch zum Sterben verurteilt. Weiterlesen

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