Frank Goosen: Förster, mein Förster

forsWenn man es positiv sehen will: Der Bochumer Ruhrpottbarde Frank Goosen bleibt seinem typischen Sound und seinen nostalgischen Themen, die viele Leser mögen, im aktuellen Buch „Förster, mein Förster“ treu.

Negativer: Der Roman bietet nichts Neues. Alles kommt einem wie schon hundertmal gelesen vor: dieses ewige, mittlerweile doch etwas sonderbar anmutende Schwelgen in längst vergangenen Zeiten – hach ja, als es noch die C 90-Kassetten gab … Weiterlesen

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Pearl S. Buck: Die Welt voller Wunder (1973)

buckDiesen bisher unveröffentlichten Roman der Literaturnobelpreisträgerin von 1938, Pearl S. Buck, umweht eine Legende. Und wie immer in solchen Fällen weiß man nicht recht, ob sie stimmt oder eher eine verkaufsfördernde PR-Strategie ist. Das Manuskript soll 2012 in einer verlassenen Lagerhalle entdeckt worden sein, bevor es an Bucks Adoptivsohn Edgar Walsh ging, der es überarbeitete und schließlich herausbrachte. Pearl S. Buck muss den Text kurz vor ihrem Krebstod 1973 verfasst haben. Weiterlesen

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Richard Yates: Cold Spring Harbor (1986)

coldMit seinem letzten Roman „Cold Spring Harbor“ aus dem Jahre 1986 schließt die Deutsche Verlags-Anstalt (DVA) ihre Reihe mit Romanen des 1992 gestorbenen Schriftstellers Richard Yates ab.

Und das große Thema des Amerikaners ist auch hier bestimmend: Ein einstmals verliebtes und optimistisch gestimmtes Paar startet in eine gemeinsame Zukunft – und scheitert.

In diesem Fall sind es Evan und Rachel, denen in den 40er-Jahren die Wechselfälle des Lebens zu schaffen machen – zum Beispiel Rachels trink- und tratschsüchtige Mutter Gloria, die das junge Paar notgedrungen im eigenen etwas feuchten Häuschen aufnehmen muss, weil sonst der Preis dafür nicht zu stemmen wäre. Weiterlesen

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Christian Haller: Die verborgenen Ufer

uferIn seinem autobiografischen Roman „Die verborgenen Ufer“ blickt Christian Haller auf seine eigene Entwicklung vom Kind zum jungen Mann zurück.

Immer wieder wird im Verlauf der Handlung deutlich, wie wenig Haller als jemand, der gerne Gedichte schreibt und nach verschütteten Artefakten aus längst vergangenen Zeiten gräbt, mit den Erfordernissen eines rauen Alltags zurechtkommt. Das fängt in der Schule an, wo er auf einen prügelnden Pädagogen trifft, und setzt sich Jahre später im Schauspielseminar fort – und nicht nur dort. Weiterlesen

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Stefan Nink: Sonntags im Maskierten Waschbär

waschIn „Sonntags im maskierten Waschbär“ schickt Autor Stefan Nink seinen Helden Siebeneisen bereits auf die dritte Weltreise. Siebeneisen ist ein ehemaligen Lokalredakteur aus Oer-Erkenschwick, der sich mittlerweile zum Fachmann im Auffinden von allem Verschwundenen gemausert hat. „Donnerstags im Fetten Hecht“ und „Freitags in der Faulen Kobra“ hießen seine vorherigen Abenteuer. Weiterlesen

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Edward Lewis Wallant: Der Pfandleiher (1961)

pfandErstmals auf Deutsch erschienen ist endlich ein Literaturklassiker aus dem Jahre 1961: „Der Pfandleiher“ von Edward Lewis Wallant.

Sol Nazermann ist nur noch körperlich anwesend. Im Innern hat der Jude den Verlust seiner Familie im Konzentrationslager nie verkraftet. Er reagiert darauf, indem er sämtliche Gefühle abgeschaltet und nur noch auf den Tod wartet.

Sol arbeitet in New York als Pfandleiher, ein Geschäft, das jedoch nur als Geldwäschebetrieb eines Gangsters dient. Weiterlesen

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Ali Eskandarian: Die goldenen Jahre

aliAli Eskandarian, ein aus dem Iran stammenden Musiker, kam 2013 im Alter von nur 35 Jahren bei einem Amoklauf eines Musikerkollegen im New Yorker Stadtteil Brooklyn ums Leben.

Kurz vorher hatte er den autobiographischen Roman „Die goldenen Jahre“ verfasst, der jetzt auch auf Deutsch vorliegt. Es geht darin um das wilde Leben des Autors als Musiker wenige Jahre vor seinem Tod. Weiterlesen

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Rolf Lappert: Über den Winter

rolfAuf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2015 steht auch Rolf Lapperts „Über den Winter“. Der 1958 geborene Schweizer schreibt darin über den Künstler Lennard Salm, der von einem nicht näher benannten Ort irgendwo im Süden widerwillig zu seiner Familie nach Hamburg zurückkehrt, um an dem Begräbnis seiner Schwester teilzunehmen. Doch dann bleibt er länger als geplant und richtet sich nach und nach in der Situation ein.

Lapperts Erzählstil passt zum ruhigen Cover dieses Buches. Der Autor nimmt sich jede Menge Zeit auch für kleinste Details und schreckt auch vor längeren Beschreibungen von Landschaften oder Wohnungseinrichtungen nicht zurück. Weiterlesen

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Irène Némirovsky: Zu zweit (1936)

zweiMit „Zu zweit“ aus dem Jahre 1936 schließt der Knaus-Verlag seine Irène- Némirovsky-Reihe ab, die zehn Jahre zuvor mit einem legendären Werk der 1903 geborenen französischen Schriftstellerin begann: „Suite française“, jenem erst 1996 wiederentdeckten Roman. Die aus Russland stammende Jüdin starb 1942 in Auschwitz.

In „Zu zweit“ zeigt sie, wie die Beziehung zweier Menschen, Antoine und Marianne, sich im Laufe eines Lebens verändert. Aus einer ungestümen, spielerischen Liebelei wird eine Ehe, in der sich die Partner zwar immer noch brauchen, die Gefühle füreinander aber seit Jahren erloschen sind. Weiterlesen

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Ulrich Peltzer: Das bessere Leben

ulliUlrich Peltzers „Das bessere Leben“ steht auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2015. Als Leser braucht man sehr viel Kraft und eisernen Willen, um diesen Roman durchzustehen. Der 1956 geborene Autor taucht in die Köpfe einer fast unüberschaubaren Vielzahl von Figuren ein und bedient sich dabei der literarischen Technik „Bewusstseinsstrom“ – das heißt, er schreibt das auf, was die Figuren gerade denken. Und da Gedanken eben oft aus Halbsätzen bestehen oder wild durcheinander von einem Thema aufs nächste springen, ist das Ergebnis ein gewisses Text-Wirrwarr. Weiterlesen

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