Alby gerät bei der kleinsten Kleinigkeit in Wut, er prügelt und säuft sich durch Leben und ist alles in allem genau das, was man einen Proleten nennen würde.
Der amerikanische Autor Matt Sumell geht das Wagnis ein, eben jenen durchaus unsympathischer Zeitgenossen zum Ich-Erzähler seines Erstlings zu machen. Und das Wagnis geht auf. Der Text reißt einen mit seiner derben Sprache sofort mit Wucht in die Welt der Zukurzgekommenen, und man weiß an vielen Stellen nicht, ob man lachen oder weinen soll – zum Beispiel gleich auf der ersten Seite, wenn Alby zu einem wildfremden Mädchen sagt: „Wow, das ist ja übel.“ – „Was denn?“ – „Dein Gesicht.“ Drei Seiten weiter schlägt er seine ältere Schwester, weil sie seiner Meinung nach die Spülmaschine falsch eingeräumt hat. Weiterlesen


Bei den Hawthornes in Kalifornien läuft äußerlich vieles ziemlich rund: Mutter Nora und Vater Gabe haben Erfolg in ihren Jobs, Tochter eins – Angela – hat als Jahrgangsbeste ihrer Schule beste Chancen, in Harvard angenommen zu werden. Tochter zwei – Cecily – ist eine erfolgreiche Tänzerin und zugleich der Sonnenschein der Familie. Nur Tochter drei – Maya – bereitet etwas Kummer, weil sie einfach nicht lesen lernen will.




