Jared ist ein Roboter, der im Jahre 2054 in Michigan/USA lebt und als Zahnarzt arbeitet. Als er feststellt, dass er Gefühle hat, muss eine Fehlfunktion vorliegen, denn auf so etwas ist er nicht programmiert. Eigentlich müsste er sich abschalten lassen. Doch dem entzieht er sich, indem er nach Los Angeles aufbricht, um ein Drehbuch für einen Film zu schreiben, der zeigt, dass Roboter durchaus Gefühle entwickeln können.
„Kurioses über euch Menschen“ des Drehbuchautors Simon Stephenson ist ein spannender und anrührender Unterhaltungsroman mit viel Witz, der sich vor allem aus dem Gegensatz zwischen den (zumeist) logischen Gedankengängen des Roboters und dem unlogischen menschlichen Handeln ergibt. Dabei wird „uns Menschen“ oft ein Spiegel vorgesetzt, der zu denken gibt. Ein Beispiel: Jared sagt: „Wenn ein Bot immer wieder denselben Fehler macht, gilt er als fehlerhaft. Wenn ein Mensch wiederholt denselben Fehler macht, gilt er als hartnäckig und wird als Held gefeiert.“ Weiterlesen

Der belgische Autor Stefan Hertmans kauft ein altes Haus in Gent und stellt bald fest, dass dort früher ein gefürchteter Nazi-Kollaborateur im SS-Offiziersrang mit Hitler-Büste auf dem Kaminsims gewohnt hat. Anhand von Tagebuch-Aufzeichnungen seiner Familienmitglieder und persönlichen Gesprächen rekonstruiert er den Lebensweg dieses Mannes und der Menschen in seinem Umfeld.
eren kann, wird später aber zu einer tödlichen Gefahr.
Michael Hartung, Besitzer einer schlecht laufenden Videothek, wird durch einen Journalisten mit einem (fiktiven) Vorfall konfrontiert, an dem er in den 80er-Jahren beteiligt gewesen war. Damals soll er eine Weiche so gestellt haben, dass ein Zug mit 127 Menschen am Bahnhof Friedrichstraße unbehelligt von Ost- nach West-Berlin fuhr.

Der in Frankreich lebende chinesische Autor Dai Sijie ist 2001 durch seinen später auch verfilmten Roman „Balzac und die kleine chinesische Schneiderin“ bekannt geworden. In seinem neuesten Werk „Die lange Reise des Yong Sheng“ widmet er sich dem Leben seines Großvaters, der zum ersten christlichen Pastor der chinesischen Stadt Putian wurde.
„Der letzte Sommer in der Stadt“ von Gianfranco Calligarich ist im Original bereits 1973 erschienen und hat sich in Italien seither zu einer Art Kultroman entwickelt. Literaturzirkel diskutieren ihn, Studenten schreiben Seminararbeiten über ihn. Nun ist er endlich auch auf Deutsch erschienen.