Monika Mansour: Die Wahrheit ruht im Sempachersee

Vogelsterben, ein riesengroßer Umweltskandal, Korruption, Machenschaften von Großkonzernen, menschliche Abgründe, Gier und rücksichtslose Gewissenlosigkeit – das sind die Themen, die Monika Mansour im neuen Fall für Kommissar Cem Cengiz zu einem spannenden Plot verarbeitet. Zu Anfang vielleicht ein bisschen sperrig, zäh, aber im Laufe der Geschichte nimmt die Handlung Fahrt auf und entwickelt eine richtig gute inhaltliche Spannung, ganz ohne überflüssiges Blutvergießen.

Ein sehr persönlicher Fall für Cem Cengiz, der seit drei Monaten versucht, damit klar zu kommen, dass Eva, seine Frau, eine erfolgreiche, ehrgeizige Staatsanwältin, tot sein soll. Mitten in der Nacht war Eva zu einem Treffen mit einem geheimen Informanten zum See gefahren, wo sie bei einer Explosion auf einen Boot ums Leben gekommen sein soll. Cem kann das nicht glauben. Er versinkt in Trauer und Verzweiflung, bis seine Chefin ihn mit den Ermittlungen zu einem mysteriösen Vogelsterben am See beauftragt. Was als Ablenkung für Cem gedacht ist, entwickelt sich zu einem ausgewachsenen Ökoskandal, in den nicht nur ein milliardenschwerer Agrarkonzern verwickelt ist, sondern auch politische Entscheidungsträger aus der Region Luzern und weiter es sind.

Cem gräbt tief. Zu tief für die Betroffenen, die daraufhin versuchen, auch ihn auszuschalten. Cem ist persönlich betroffen von den Machenschaften der Politgrößen und Konzernchefs, er lässt sich nicht abschrecken, bis er es, gemeinsam mit seinen Kollegen, geschafft hat, den Drahtziehern dieses Umweltskandals und rigorosen Machtstrebens das Handwerk zu legen und die Umstände um Evas vermeintlichen Tod aufzuklären.
Packend und nachvollziehbar, emotional und überzeugend.

Monika Mansour: Die Wahrheit ruht im Sempachersee
Emons, Februar 2026
336 Seiten, Taschenbuch, 20,00 Euro

Diese Rezension wurde verfasst von Sabine Ertz.

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