Im Sommer 1981 hält es Josef Winkler in Wien nicht mehr aus. Es zieht ihn in die Abgeschiedenheit der Berge. Er quartiert sich bei einer Bergbauernfamilie in Kärnten ein und will dort ein begonnenes Manuskript fertigstellen. Bis Herbst 1982 bleibt er auf dem Unterstarzerhof bei Valentina Steiner und ihrer Familie. Er freundet sich mit der Bäuerin an, schreibt an seinem Text, hilft aber auch tatkräftig am Hof mit. Dabei erfährt er, dass Valentina 1943 aus der Ukraine verschleppt wurde und als Fremdarbeiterin auf den Starzerhof gekommen ist. Später hat sie den Hoferben geheiratet und mit ihm eine Familie gegründet. In vielen Gesprächen erzählt sie Winkler ihre Lebensgeschichte, die ihrer Schwester Lydia und ihrer Mutter Hapka.
Der Autor lässt Valentina, die aus der Ich-Perspektive berichtet und im Text Njetotschka Wassiljewna Iljaschenko heißt, ihre Erinnerungen aufrollen. Dem Leser stockt bei der Lektüre der Atem. Es ist schier unfassbar, was diese Frau mitgemacht hat. Geboren wird sie im Dorf Dubynka am Dnjepr, die Eltern sind fleißige Leute mit bescheidenem Wohlstand, bis die Russen das Land zwangskollektivieren, der Vater nicht der Kolchose beitreten will und deswegen der Familie buchstäblich alles weggenommen wird. Weiterlesen








