Matthew Costello & Neil Richards: Tiefer Grund

Im kleinen Städtchen Cherringham, nicht weit entfernt von Oxford, geht das Schuljahr zu Ende. Lehrer und Schüler der Abschlussklassen feiern diesen Anlass in einem Pub. Josh, einer der Lehrer, scheint dabei viel zu viel getrunken zu haben. Außer einer Kollegin nimmt das aber keiner so recht zur Kenntnis. Noch am selben Abend wird Josh tot unter einer Brücke aufgefunden. Ein Unfall?

So beginnt der neueste Fall des bereits in einer Reihe von Kriminalfällen (als E-Book bei Bastei Lübbe erschienenen) erfolgreichen Duos Sarah und Jack. Denn schnell kommen Zweifel auf, ob Josh wirklich ‚nur‘ betrunken war oder ob nicht viel mehr Drogen im Spiel waren. Diese Befürchtung hat jedenfalls Louise, die neue Direktorin der Schule. Denn sie weiß, dass es dort Drogenprobleme gibt. Weiterlesen →

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Jan Weiler: Kühn hat Ärger

Mit den Figuren aus dem „Pubertier“ und „Maria, ihm schmeckts nicht“ haben die Krimis von Jan Weiler wenig gemeinsam. Der Kommissar Martin Kühn des 50-jährigen Düsseldorfers ist wesentlich humorfreier als Weilers Antonio oder Maria. Jetzt ist – drei Jahre nach dem ersten Band „Kühn hat zu tun“ der zweite Band der noch jungen Krimireihe erschienen: „Kühn hat Ärger“.

Ehefrau Susanne benimmt sich komisch, Martin Kühn wittert einen Seitensprung, aber der Hauptkommissar selbst streckt auch die Fühler nach anderen Frauen aus. Dabei hätte er eigentlich genug zu tun, den ein junger Mann ist erschlagen und eine Schülerin ist mit einem Joghurt aus dem Supermarkt vergiftet worden. – Zwei Fälle, die nichts miteinander zu tun haben, außer, dass sie Menschen des reichen und armen Teils von München gegenüberstellen. Und beide Fälle löst Kühn am Schluss auch nicht gerade befriedigend für den Leser. Weiterlesen →

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Jordan Harper: Die Rache der Polly McClusky

Polly McClusky ist 11 Jahre alt. Ein eher schüchternes Mädchen, in der Schule eine Einzelgängerin. Ihren Vater kennt sie kaum, da er seit Jahren im Gefängnis sitzt. Doch unvermittelt steht er vor ihr und setzt sein Leben für sie aufs Spiel. Im Gefängnis hat er ein Mitglied der Aryan Steel umgebracht – genauer gesagt den Bruder des Anführers – und nun ist auf Polly ein Kopfgeld ausgesetzt. Nate will um jeden Preis verhindern, dass sie einem Bandenmitglied in die Finger fällt. Und so beginnt eine wilde Flucht durch Kalifornien, bei der sich Vater und Tochter näher kommen.

Die Idee an sich ist nicht schlecht, ein schöner netter Road-Movie, eine etwas andere Vater-Tochter-Geschichte. Leider hapert es aber in der Umsetzung – sowohl auf der inhaltlichen als auch auf der sprachlichen Ebene. Weiterlesen →

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Antti Tuomainen: Die letzten Meter bis zum Friedhof

Übelkeit, Schwindelgefühl, Schmerzen. Jaakko ist zum Arzt gegangen, um sich Antibiotika verschreiben zu lassen, damit die lästigen Symptome verschwinden. Es stellt sich heraus, dass er nicht an einem grippalen Infekt leidet, sondern schleichend vergiftet wurde, wichtige innere Organe sind schwer geschädigt. Es gibt nichts, was der Doktor noch für ihn tun kann. Jaakko bleiben Tage, vielleicht Wochen. Als er das Naheliegende tun und mit seiner Frau Taina sprechen will, ist sie zu beschäftigt, um ihn überhaupt zu bemerken. Sie vögelt gerade im heimischen Garten mit dem Fahrer der Firma, welche die Eheleute gemeinsam aufgebaut haben.

Das Leben, in dem es sich Jaakko gemütlich gemacht hat, ist vorbei. Nicht nur Tainas gutes Essen, das Jaakko hat fett werden lassen, oder die Tätigkeit als Geschäftsführer im eigenen Unternehmen, das mit Matsutake-Pilzen handelt, nicht nur der beschauliche Alltag im finnischen Hamima mit Blick aufs Meer – nein, das Leben an sich. Das Sein. Weiterlesen →

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Garry Disher: Leiser Tod

Wer nicht gefunden werden will, muss ständig in Bewegung bleiben. Grace, alias Anita, alias Susan fürchtet sich vor dem kriminellen Expolizisten Galt. Vor ein paar Jahren zwang er sie, für ihn einzubrechen. Er lieferte ihr die nötigen Informationen, sie ihm im Gegenzug große Werte. Seit der glücklichen Wendung von Galts Verhaftung gehen sie getrennte Wege. Sie rannte mit einer großen Beute davon, er später mit einer Mordswut hinterher.

»… Rechne immer mit dem Schlimmsten«, hatte Galt ihr eingebläut, »dann erlebst du auch keine Überraschungen.« (S. 7)

Nach diesem Motto lebt Grace, die Einbruchkönigin, im Verborgenen. Keiner ist so erfolgreich wie sie. Und noch nie hat sie dort gearbeitet, wo sie lebt. Doch eines Tages macht sei eine Ausnahme. Die verschollene Ikone ihrer Familie findet sie bei einem reichen Gaunerpaar, das zufällig für eine Woche nach Sydney verreisen will. Nach einem fast missglückten Einbruch vermehren sich ihre Risken. Noch mehr Feinde und Kriminalkommissar Hal Challis folgen ihrer Spur. Weiterlesen →

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Tyrell Johnson: Wie Wölfe im Winter

Lynns Welt besteht meistenteils aus Schnee, es gibt nur zwei Jahreszeiten: die kalte Jahreszeit und die noch kältere. Seit ungefähr sieben Jahren lebt sie in Yukon, vorher in Eagle, Alaska, und ganz früher in Chicago. Damals gab es noch Internet, Pizza, Kino und den Sommer. Damit ist es vorbei, seit während eines Krieges die Grippe ausgebrochen ist und die meisten Menschen getötet hat. Lynns Familie ist mit wenigen Habseligkeiten rechtzeitig fortgezogen, dorthin, wo die Grippe sich wegen der Kälte und der dünnen Besiedlung weniger rasch ausbreitet als anderswo. Dorthin, wo sie hoffentlich niemand findet. Lynn ahnt nicht, dass sie nicht gefunden werden dürfen. Mittlerweile ist sie Anfang zwanzig und lebt mit Mutter und Bruder, ihrem Onkel und dessen Pflegesohn in selbst gebauten Holzhütten, weitab von jeder Zivilisation. Ihr Dad, zu dem sie ein besonders enges Verhältnis hatte, ist an der Grippe gestorben. Er hat ihr beigebracht, wie man Fallen stellt und mit dem Bogen jagt. Sie hat gelernt, zu beobachten und geduldig auf Beute zu warten. Weiterlesen →

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Alice Feeney: Manchmal lüge ich

Bereits auf dem Buchcover sind dem Titel „Manchmal lüge ich“ die beiden Sätze „Ich liege im Koma“ und „Mein Mann liebt mich nicht mehr“ vorangestellt. – Ein spannender Einstieg also, der neugierig macht. Alice Feeney gelingt es, diese Spannung über weite Teile des Textes zu halten, indem sie mit drei Erzählebenen arbeitet.

Ihre Protagonistin Amber liegt im Wachkoma und registriert alles, was um sie herum geschieht und was geredet wird. Aber sie kann sich nicht mitteilen und sie kann sich nicht mehr an alle Zusammenhänge ihres Lebens erinnern. Stumm und reglos lässt sie die Routine des Krankenhausalltags über sich ergehen und lauscht dabei den Gesprächen des Personals oder ihrer Besucher Paul und Claire.

Ambers Mann Paul ist Schriftsteller und Amber ist sich sicher, dass er sie nicht mehr liebt und etwas damit etwas zu tun hat, dass sie erinnerungslos im Krankenhaus liegt. Auch ihrer Schwester Claire, die immer das Lieblingskind ihrer Eltern gewesen war, misstraut sie. Weiterlesen →

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Beate Sauer: Echo der Toten. Ein Fall für Friederike Matthée

Januar 1947: Mitten im „Hungerwinter“ wird in der Eifel der Kölner Alteisen- und Schrotthändler Jupp Küppers erschlagen. Schnell wird klar, dass Küppers seine Finger auch in Schwarzmarktgeschäften hatte. Nachdem in einem seiner Lager englische Waren entdeckt werden, nimmt Richard Davies von der britischen Militärpolizei die Ermittlungen auf. Doch aus dem einzigen Zeugen des Mordes, dem sechsjährigen Peter Assmuß bekommt die (männliche) Polizei kein Wort heraus. Davies fordert Unterstützung von der weiblichen Polizei in Köln an und bekommt sie in Person der jungen Polizeiassistentenanwärterin Friederike Matthée.

Friederike ist eher widerwillig Polizistin und nach einigen Fehlern schwebt über ihr schon das Damoklesschwert der Entlassung. Für sie war der Eintritt in die Polizei, der noch gar nicht lange zurück liegt, die beste (und vielleicht auch einzige) Möglichkeit, nach der Flucht aus Ostpreußen gemeinsam mit ihrer Mutter im Westen Fuß zu fassen und zu einer Unterkunft zu kommen. Weiterlesen →

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Matthew J. Arlidge: D.I. Helen Grace 06: Eingeschlossen

Für D. I. Helen Grace ist gerade ein Alptraum wahrgeworden. Ihr Neffe hat sie so gründlich in eine Falle tappen lassen, dass sie wegen dreifachen Mordes inhaftiert wird. Zwischen Schwerkriminellen und ehemaligen ‚Kunden‘ wartet sie über mehrere Monate auf ihren Gerichtstermin und muss irgendwie die täglichen Angriffe überleben. Die erste Frau, die ihr über den schweren Anfang hinweghilft, wird eines Nachts ermordet. Als Helen zu viele Fragen stellt, wird sie übel zusammengeschlagen. Trotzdem will sie den Mörder finden. Und dann sterben in ihrem Trakt zwei weitere Frauen. Externe Beamte ermitteln, und jeder weibliche Häftling hat Angst, das nächste Opfer zu werden.

Außerhalb des Gefängnisses riskiert ihre Kollegin und Freundin Charlie alles, um Helens Unschuld zu beweisen. Weiterlesen →

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Megan Miranda: TICK TACK – Wie lange kannst Du lügen?

Schon vor Jahren hat Nic ihren Heimatort verlassen – und das aus gutem Grund. Ein einziger Anruf ihres dementen Vaters wirft sie jedoch völlig aus der Bahn. Sie vermietet ihre Wohnung für ein halbes Jahr und macht sich auf den Weg nach Hause. Dabei ist nur ein kleiner Grund, dass sie ihr Elternhaus soweit in Schuss bringen muss, dass es verkauft werden kann. Viel wichtiger ist ihr, was ihr schwer dementer Vater gesagt hat: „Ich habe es gesehen, das Mädchen“. Damit kann nur ihre Freundin Corinne gemeint sein, die kurz vor Ende der Schulzeit verschwand und nie wieder auftauchte. Der Täter wurde nie gefasst, aber beinahe Nics gesamter Freundeskreis stand unter Verdacht. Jetzt ist wieder ein Mächen verschwunden, war es der gleiche Täter und wird er diesmal gefasst? Weiterlesen →

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