Fast jeder hat schon einmal von Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer gehört. Wer nur die Verfilmungen kennt – von denen ich die der Augsburger Puppenkiste am meisten schätze – hat aber etwas verpasst.
Und so fängt die Geschichte an: Auf Lummerland, einer winzigen, beschaulichen Insel im großen Ozean, leben genau vier Menschen und die Lokomotive Emma. Da sind Lukas der Lokomotivführer, der so großartige Dinge kann wie Loopings spucken und Eisenstangen zu Schleifen binden; König Alfons der Viertel-vor-Zwölfte, der zwischen den beiden Gipfeln der Insel in seinem Schloss thront und regiert; Frau Waas, die den Kaufladen führt und die Einwohner mit allen wichtigen Dingen – zum Beispiel mit ihrem selbstgemachten Erdbeereis – versorgt und Herr Ärmel, der am liebsten spazieren geht und sonst vor allem Untertan ist.
An einem schönen Tag legt das Postschiff vor der Insel an und der Briefträger bringt – etwas ratlos – ein Paket für eine „Frau Malzaan oder so ähnlich“. Natürlich ist allen gleich klar, dass es auf Lummerland keine Frau Malzaan gibt. Die Zahl der Einwohner ist ja ziemlich überschaubar. Weiterlesen




Galgenhumor vom Feinsten: Die Kurzgeschichten und Episoden dieses Buches handeln von Menschen, die scheitern, aber trotzdem weitermachen. Irgendwie. Hans Fallada, Autor von „Kleiner Mann, was nun“, macht weder vor Gutsherren, Beamten, Nazis, Bauern, Dieben, herrenlosen Weibern oder Sturköpfen aller Art Halt. Nach dem Motto: „Wenn neunundneunzig Dinge misslungen sind, kann das hunderste doch gelingen.“ Kann… muss aber nicht!


