Es gibt Bücher, die beim Lesen etwas auslösen, insbesondere wenn ein Thema viele Menschen jenseits der Überholspur beschäftigt. Dem amerikanischen Autoren und Zeichner Jarrett J. Krosoczka ist dies gelungen, in dem er seine persönliche Geschichte erzählt und damit tendenziell an die des legendären Tellerwäschers erinnert. Denn der Unterschied zwischen reich und arm ist riesengroß geworden und hat damit die Chancenungleichheit zementiert. Armut ist ein Synonym für schlechte Bildung, gering bezahlte Jobs, eine unbezahlbare Krankenversicherung, ein Wohnungsumfeld mit Kleinkriminalität und Bandenkriegen, bei denen Unbeteiligte ins Schussfeld geraten können. Kinder, die in einem schwierigen Umfeld groß werden, haben selten die Chance, die traurige Karriere ihrer Eltern hinter sich zu lassen, um ihre eigene zu finden.
Hey, Kiddo ist so eine Geschichte. Der kleine Jarrett wird so von seiner heroinsüchtigen Mutter genannt, die aufgrund ihrer Erkrankung seine ganze Kindheit und Jugend verpasst. Der Großvater Joe sorgt dafür, dass Jarrett bei ihm und seiner Frau Shirley aufwächst. Dort lebt er im Kreis seiner jungen Tanten und Onkel. Die ganze Zeit wird Jarrett von Alpträumen heimgesucht, die ihn nicht loslassen wollen. Vermutlich haben die drogenabhängigen Freunde seiner Mutter einen bleibenden Eindruck bei dem kleinen Jarrett hinterlassen. Weiterlesen




Taras Augen haben es ihm angetan. Alún kann sie einfach nicht vergessen. Vierzehn Jahre lebten sie nebeneinander. Anfangs waren sie Nachbarn, dann Freunde. Mit der Pubertät kamen die Liebe, erste Missverständnisse und Verletzungen. Wäre die Explosion nicht gewesen, wäre vielleicht alles anders gelaufen. Aber die Explosion hat alles verändert. Sie hat die nähere Umgebung vergiftet, Menschen getötet und Häuser zerstört.


