Seitdem er am Skeln-Pass eine scheinbar unbezwingbare, weit überlegene Übermacht fast im Alleingang aufgehalten hat, ist Druss, der unbezwingliche Druss, Meister der Axt eine Legende. Mittlerweile ist er alt geworden. Mit sechzig Jahren blickt er auf ein Leben zurück, das dem Kampf gewidmet war. Er hat alles verloren, was ihm lieb und teuer war – seine Frau, die er aus der Sklaverei befreien musste, seinen besten Freund, seine Gesundheit. Jetzt schmerzt das Knie, die Schulter auch, sein Bart und sein Haupthaar sind grau geworden. Snaga, der Schnitter, seine singende Axt hängt an der Wand seiner abschieden gelegenen Hütte, er weiß, dass er bald ruhen kann – für immer. Weiterlesen
Horror & Fantasy
Lars Simon: Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen
Lennart Malmkvist hat es schon früh in seinem Leben zu etwas gebracht. In einer, was sage ich, der angesehensten Unternehmensberatung Schwedens ist er als Senkrechtstarter angetreten Karriere mit einem ganz großen K zu machen. Das Salair sprudelt mehr als üppig, so dass er sich in einer der angesagtesten Viertel Göteborgs eine Wohnung leisten kann. Da kann ihn auch seine Beziehungs-Allergie kaum stören. Immer dann, wenn er einer Frau emotional zu nahem kommt, zeigt sich ein juckender Ausschlag. Also One-Night-Stands und den Gedanken an Familiengründung einmal ganz weit wegschieben – schließlich macht er ja auch Karriere.
Für sein leibliches Wohl sorgt die alternde Nachbarin Maria Calvino, die, das vermutet er einmal stark, in den im Erdgeschoss residierenden Ladeninhaber Buri Bolmen verliebt ist. Weiterlesen
E. S. Schmidt: Die zweite Finsternis
Ich liebe gute Endzeit-Geschichten, und E.S. Schmidts Roman beschreibt definitiv das Leben der Menschheit nach ihrem Ende als Beherrscher der Welt. Im Prolog kurz zusammengefasst die Ursache für die Zerstörung der menschlichen Zivilisation: Ein außerirdisches Raumschiff stürzt auf der Erde ab und drachenähnliche Reaper mit telepathischen Fähigkeiten, die große Teile der Menschheit und der Tierwelt ausrotten, werden freigelassen.
In den USA gibt es nur noch wenige menschliche Siedlungen, die mit den Möglichkeiten der untergegangenen Zivilisation gesichert sind. Weiterlesen
Joe Abercrombie: Schattenklingen
Fantasy ist uniform – so zumindest könnte man den Eindruck haben, lässt man einmal die Erfolgsserien und Romane Revue passieren. Zumeist bekommt man es als Leser mit einer archaischen Welt zu tun, in der es aber erstaunlich klinisch rein zugeht. Joe Abercrombies Bücher sind anders, als diese austauschbaren Werke. Bei ihm geht es dreckig zu, watet man im Unrat, friert sich den Hintern ab und begegnet dem Schicksal im Unwetter. Statt immer nur Sonnenschein entführt er uns in eine Kulisse, in der seine Protagonisten leiden. Nicht nur aufgrund ihrer Gegner, oder des unbarmherzigen Schicksals, auch die Witterung, der Verfall sowohl der Sitten wie auch der Gebäude stellt ihnen in schöner Regelmäßigkeit ein Bein. Weiterlesen
Miriam Pharo: Der Bund der Zwölf
Es ist Frühling in Paris, der Stadt an der Seine. Wir schreiben das Jahr 1926, es ist die Zeit des Jazz, der ungezügelten Lebenslust auch und gerade in der Stadt der Liebe. In den vielen Nachtclubs der Metropole wird bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert, die Bühnen und Opernhäuser der Stadt laden zu Aufführungen, die Haut Volée prasst, als gäbe es kein Morgen. Für so machen Honoratior oder dessen Gattin ist das Leben allerdings allzu abrupt beendet. Eine Epidemie greift um sich, die Presse hat sie treffend als „Methusalem-Seuche“ bezeichnet, die Opfer stammen ausschließlich aus den gehobenen Kreisen. Weiterlesen
Michael J. Sullivan: Riyria 06: Die verborgene Stadt Percepliquis
„Wer nichts von der Welt erwartet – nicht das Licht der Sonne, nicht das Nass des Wassers und nicht die Luft zum Atmen -, für den ist alles ein Wunder und jeder Augenblick ein Geschenk.“ (S. 256)
Eigentlich war das Abenteuer abgeschlossen – die holde Maid gerettet, der böse Usurpator entlarvt, die Helden – zumeist – noch am Leben. Eigentlich, was für ein nettes, unschuldiges Wort. Doch dann sieht sich die Welt dem Untergang gegenüber. Die Elben haben die Grenzen zum Reich der Menschen überschritten und erobern, scheinbar mühelos und ohne eigene Verluste, die Königreiche Elans. Niemand ist mehr da, der sie aufhalten könnte, nur ein lang verschollenes Artefakt könnte den Untergang noch aufhalten. Doch das Horn von Gylindora soll sich im Grab des ersten Herrschers in der verschollenen Stadt Percepliquis befinden – einem Ort, der vor tausend Jahren mittels Magie von der Erdoberfläche verschwand und seitdem nurmehr eine Sage ist.
Arista, Hardian und Royce machen sich, begleitet von einigen Helfern auf, das Unmögliche zu wagen und die Stadt zu suchen – auch wenn sie ihr Weg tief unter die Erde führt … Weiterlesen
Katherine Addison: Der Winterkaiser
Seitdem seine Mutter gestorben, und Maia mit gerade einmal acht Jahren allein gelassen hat, ist das Leben des Jungen trostlos. Dass sein Vater ihn verachtet, dass er in die Verbannung geschickt wird könnte er noch ertragen, aber dass sein gewalttätiger Cousin Setheris als sein Gefängniswärter fungiert, ihn triezt und verletzt wo er kann, belastet ihn, bestimmt seinen Alltag und seinen Charakter.
Dabei stammt er doch aus adeligen Kreisen – der despotische Vater, Herrscher über das Reich der Elfen, die Mutter eine Prinzessin der Gnome. Dass er anders aussieht, als die hochgewachsenen, blasshäutigen und blonden Elfen macht ihm nichts aus, dass er aber die einzige Bezugsperson, die ihn geliebt hat verloren hat, das prägt den traurigen Jungen. Eines Tages landet ein Luftschiff – an Bord eine Nachricht, mit der er nie gerechnet hätte. Sein Vater und die drei in der Rangfolge vor ihm liegenden Thronerben sind auf der Rückreise mit dem Luftschiff abgestürzt, er mit gerade 17 Jahren ist der neue Herrscher. Weiterlesen
T. S. Orgel: Die Blaustein-Kriege 02: Sturm aus dem Süden
Die Macht des Kaiserreichs Berun ist legendär. Seitdem, vor Generationen die Reisenden die Götter niedergeworfen hatten, herrscht Berun über weite Teile der bekannten Welt. Feinde wurden unterworfen und zwangs-eingegliedert, Vasallen ans Reich gebunden.
Neben der Inquisition sorgte der Orden und dessen Ritter und Kriegsknechte dafür, dass der Machtanspruch absolut und unantastbar blieb. Der Orden hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Erbe der Reisenden zu bewahren und dafür Sorge zu tragen, dass die alten, besiegten Götter nie wieder aus ihrem Grab zurückkehren. Dass sie dabei die durch Blaustein geweckten, verpönten und unter Ächtung gestellten besonderen Gaben der Naturvölker selbst nutzen ist ein streng gehütetes Geheimnis. Doch es regt sich Widerstand gegen den schwachen, seinem eigenen Geschlecht zuneigenden Kaiser und dessen bestimmende Mutter. Widerstand von innen, wie von außen. Die Vasallenvölker rebellieren, eine Prophezeiung macht die Runde, dass die alten Götter aus ihrem Grab befreit und zu neuer Macht erhoben werden können. Weiterlesen
Jennifer Estep: Black Blade 03: Die helle Flamme der Magie
Stellen sie sich eine Welt vor, in der Einzelne magische Gaben haben. Der eine Begabte hat ein Talent für Stärke, der nächste für Schnelligkeit oder für das Heilen. Willkommen on Cloudburst Falls, der Stadt, in der die so Begabten leben. Sie haben sich in einzelne Familien aufgesplittet, die die Stadt unter sich aufgeteilt hat. Das erinnert sie jetzt an die Mafia-Clans aus Sizilien und New York, die ihre Reviere auch klar gegeneinander abgeschottet haben. Stimmt, so ähnlich ist es auch in Falls.
Ich bin Lila Merriweather, Meisterdiebin und seit Kurzem Leibwächterin des Sinclair Erben. Dass ich mich in den tollen Typ verliebt habe – und er sich in mich – war nicht vorgesehen. Genauso wenig, wie dass die Draconis mittels magischer Waffen versuchen würden, alle anderen Familien auszurotten. Weiterlesen
Zen Cho: Die Magier Seiner Majestät
Es war noch nie einfach der Königliche Magier der Sozietät Widernatürlicher Philosophen, zu sein. Die internen Streitigkeiten, Machtspiele und der Versuch der Krone auf die magisch Begabten Einfluss zu nehmen machten den Posten nicht eben zu einem wirklich begehrenswerten Ziel. Von den Anfeindungen der Feen und ihres Hofes wollen wir da gleich einmal schweigen. Doch, seitdem Zacharias Wythe die Stellung übernommen hat, haben sich die Dinge rapide verschlechtert. Grund dafür ist zum Einen, dass die aus dem Feenreich nach Britannien einsickernde Magie seit einiger Zeit an der Grenze zurückgehalten wird, die Macht der Magier also schmilzt, zum Anderen, dass Zacharias sich mit der herrschenden Klasse, dem Adel und seiner Verflechtungen schwer tut. Weiterlesen