Man kennt das zu Genüge – ein despotischer Herrscher nimmt die Kinder seiner wankelmütigen Gefolgsleute als Geisel, um die Fürsten auf Linie zu halten. So ergeht es auch dem acht-jährigen Owen Kiskaddon, dessen Vater, seines Zeichens Herzog der Westmark, seinen König im Kampf im Stich gelassen hat. Sein Ältester wurde daher der Quelle übergeben, sprich gefesselt auf einem kleinen Boot einen Wasserfall hinuntergesandt. Unnötig zu erwähnen, dass der Junge den Fall nicht überlebte.
Nun soll also der Jüngste der Kiskaddons, ein verschüchterter, lungenkranker Hänfling dem Fürsten als neue Geisel dienen. Der despotische Herrscher, von dem gemunkelt wird, dass er um den Thron für sich zu sichern gar seine eigenen Neffen umgebracht habe, versammelt jeden Morgen zum Frühstück seine jungen adeligen Gäste, allesamt Geiseln, um diese als Vorkoster zu nutzen. Geheimer Zweck des gemeinsamen Frühstücks ist aber auch, die magische Gabe des Herrschers, die sich aus Beleidigungen und verbalen Verletzungen der Kinder stärkt, zu füllen. Weiterlesen



Nora, die Protagonistin des vorliegenden Buches kann genau das, was sich so mancher von uns wünscht. Sie fällt bei der Lektüre durch, besser in die Seiten, besucht den Handlungsort des Textes, egal ob Roman, Novelle oder Artikel und ist darüber alles andere als glücklich. Eines Tages las sie ein Werbeplakat von New York und fand sich fluchs auf der anderen Seiten des Atlantiks wieder.



Mirjems Vater ist von Beruf Pfandleiher. Der Beruf selbst ist verschrien, alle schimpfen auf die gierigen Finanziers, doch wenn Not am Mann ist, geht doch ein Jeder zu ihnen hin. Ganz ungeschickt ist es, wenn der Pfandleiher dann ein zu großes Herz hat und seine Schulden nicht eintreibt. Mirjems Vater ist ein Mann mit einem Herz, was viele, zu Viele seiner Schuldner ausnützen.