72 Menschen fuhren auf der „Gezeitenkind“, als Joron Twiner noch deren Schiffsmann war, nur dass „fahren“ das falsche Wort ist, lag das Schiff doch heruntergekommen und kaum seefähig an der Küste im Wasser. Dass er seine Crew, allesamt Gesindel und Taugenichtse, nicht kannte, dass er nicht nur ab und zu, sondern immer betrunken war, ja, vor Schiff und Mannschaft floh, wenn es nur ging, machte ihn nicht unbedingt zum besten Schiffsfmann der schwarzen Schiffe der Toten. Theoretisch können sich der Verurteilte und die auf die Schiffe abgeschobene Besatzung durch herausragende Kämpfe und Heldentaten wieder in die Allgemeinheit zurückkämpfen – von den Toten also auferstehen – doch ist dies seit Generationen auf den Hundertinseln nicht mehr vorgekommen.
Alles, aber wirklich alles ändert sich, als Meas Gilbryn, die „Glückliche Meas“, an Bord kommt und das Kommando übernimmt. Sie befiehlt das Schiff gen Norden fliegen zu lassen, um dort eine geheime Mission auszuführen, die undenkbar scheint. Ihr wurde zugetragen, dass man einen Arakeesianer gesichtet hat, einen Lindwurm, aus dessen riesenhaften Knochen die Schiffe der einander bekriegenden Reiche gebaut sind. Weiterlesen

Der Angriff der Dämonen auf die Erde ist nicht das Schlimmste, was Vianne und ihren Schwestern passiert. Die drei werden nämlich während dem Kampf entführt und an Regulus´ Hof gebracht – als Gefangene des Hochkönigs der Dämonen. Dieser verfolgt den bestialischen Plan, Hexen-Dämonen-Babys zu züchten, um eine unbesiegbare Rasse zu erschaffen, mit der es ihm gelingt, die ganze Welt einzunehmen. Die Schwestern sollen mit den meistbietenden Dämonen vermählt werden. Nur einen Ausweg bietet Regulus ihnen an: Wenn Vianne ihm drei schwarzmagische Artefakte aus dem Reich der Göttinnen beschafft, will er sie gehen lassen. Vianne ist nun hin und hergerissen, zwischen dem Wunsch, sich und ihre Familie zu retten und dem Wissen, dass die Artefakte Regulus helfen können, die Menschheit zu vernichten. Dennoch irrt sie tagtäglich durch die Gänge der Burg, in der Hoffnung, dass sich die Tür zum Götterreich öffnet und sie einmal mehr einlässt. Einfach, weil sie keinen anderen Ausweg sieht. Weil das immer noch besser ist, als tatenlos ihrem schrecklichen Schicksal entgegenzublicken und sich von der Tochter des Hochkönigs tyrannisieren zu lassen.Begleitet wird sie bei ihrer Suche von dem Dämon Arvand: Regulus rechte Hand und ausgerechnet der Dämonenfürst, mit dem die Loge einen Packt geschlossen hat – und betrogen wurde. Vianne ist es nicht möglich, ihm zu durchschauen: Er ist ihr Feind und der Grund für ihre Gefangenschaft. Aber warum unterrichtet er sie dann im Kämpfen und schützt sie vor Regulus Männern? Und warum fühlt sich der Umgang mit ihm so vertraut an, wenn sich ihre große Liebe ebenfalls hier in Gefangenschaft befindet?





