Jenn Lyons: Drachengesänge 03: Die Erinnerung der Seelen

Die Welt befindet sich – einmal wieder – am Rande des Untergangs. Drei Mal schon war es nur den Anführern der Völker zu verdanken, dass das drohende Unheil, ach, was sage ich, die Zerstörung der Welt, der Tod all ihrer Bewohner verhindert werden konnte. Drei Völker gaben, als die acht Götter sie baten, ihre Unsterblichkeit um Vol Karoth, ein künstlich geschaffener Dämon, in seinem Gefängnis zu halten. Dreitausend Jahre haben sie so gewonnen, drei Millenien aber, die die Gefahr selbst nicht bannen konnten. Mittels seines Dieners Relos Var hat Vol Karoth seine Befreiung in die Wege geleitet. Die Götter ersuchen auch die Vané dazu zu bringen, das Ritual, das ihnen ihre Unsterblichkeit nehmen würde zu vollziehen – allein, eine wirkliche Lösung für die Bedrohung scheint dies auch nicht zu sein …

Wir begleiten – wie gewohnt in zwei Zeitebenen und Handlungsgruppen gesplittet – unsere von den Göttern, wie ihrem Schicksal arg gebeutelten Helden. Durch deren Augen sehen wir die Intrigen, die alle beteiligten Parteien anstoßen, erleben die Gefechte, den Verrat und das Leid der jeweiligen Völker mit. Weiterlesen

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Patricia Briggs: Alpha & Omega 06: Pfad der Wölfe

Der Marrok, Anführer aller Werwölfe in Amerika, entsendet drei seiner Besten um ein Rätsel zu lösen. Sein Sohn Charles, dessen Gefährtin, die Omega Anna und Tag, von dem Magie abperlt wie Wasser von einem Öltuch, machen sich nach Kalifornien auf. Im urwüchsigen Norden, inmitten einer Wildnis besitzt der Marrok seit Jahrzehnten Land, auf dem sich eine wilde Kolonie ausgebreitet hat, besser gesagt hatte. Hierher verschlug es menschliche Aussteiger, die nichts mehr mit der Zivilisation zu tun haben wollten, die es zurück zu ihren Wurzen zog.

Das Dorf ist verlassen, die Menschen verschwunden ausgerechnet hier, wo vor rund zwei Jahrhunderten ein magisches Übel mühsam in seine Schranken verwiesen, nie aber richtig besiegt worden war. Vor Ort angekommen stößt unser Triumvirat auf Spuren von Hexen, Göttern Wanderern und einem uralten Bösen, dem Sänger …

Über die Jahre hat Patricia Briggs mit ihren beiden, miteinander verzahnten Urban-Fantasy Reihen um die KFZ-Mechanikerin und Wer-Kojotin Mercy Thompson sowie die Werwölfe Alpha & Omega eine sehr eigenständige Schöpfung kreiert. Natürlich gibt es auch bei ihr Hexer, Vampire und Werwölfe – aber sie inkludiert immer auch Ungewöhnliches. Seien es die alt-irischen Fae, germanische Übernatürliche oder Walker, Naturgötter und Geister aus den indianischen Überlieferungen. Weiterlesen

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Laura Labas: Lady Of The Wicked 02: Die Seele des Biests

Darcia Bonnet ist die Herrin der Wicked, der bösesten Hexenseelen, die jemals gelebt haben. Um dies zu erreichen, musste sie dreizehn Hexen töten, auf einem Scheiterhaufen verbrennen und sich selbst ertränken. Nachdem sie all diese grausamen Aufgaben nun gemeistert hat, kann sie endlich ihren Wunsch verwirklichen und ihre Schwester Rienne zurück aus der Welt der Toten holen, denn Rienne starb vor vier Jahren, um Darcia zu schützen.

Doch als sie ihre Schwester endlich wieder in die Arme schließen kann, muss Darcia feststellen, dass die ersehnte Erlösung nicht weiter entfernt sein könnte. Denn Rienne scheint nicht die gleiche zu sein, die sie vor ihrem Tod war. Sie ist kalt und ungeduldig und scheint keine Liebe und kein Mitgefühl mehr zu spüren.

Als sei das nicht schon genug, muss Darcia auch noch erfahren, dass die Wicked noch lange nicht befriedigt sind. Sie zu beherrschen, bringt Opfer. Nicht überschaubare Zerstörung, die droht, Darcia auch noch das letzte zu nehmen, was ihr im Leben geblieben ist. Weiterlesen

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Tracy Wolff: Die Katmere Academy Chroniken 01: Crave – Liebe mich, wenn du dich traust

Sie wuchs auf der Sonnenseite des Lebens auf. Die Rede ist von Grace, ein Surfer-Girl aus San Diego, ein Mädchen an der Grenze zur Erwachsenen, die jäh und unerwartet aus ihrem Idyll gerissen wird. Ausgerechnet nach einem unnötigen Streit, nach harten, herausgeschrienen Worten, verunglücken ihre Eltern und lassen sie allein auf der Welt zurück. Einen Onkel hat sie, passenderweise Leiter eines elitären Internats in den Weiten Alaskas. Ihre Cousine holt sie, die bislang Schnee nur aus dem TV kannte, mit einem Schneemobil am Flughafen im Nirgendwo ab, dann geht es in die Wildnis.

Abseits jeglicher Zivilisation taucht dann das Internat auf. Ein Bau, der sie an die Schlösser und Burgen Europas erinnert, bestückt mit Gargoylen und im Inneren Schüler, die sie alle ablehnen. Vehement ablehnen, mal abgesehen von ihrer Cousine und dem Bad Boy der Schule. Gleich zu Beginn ihres Aufenthalts bekommt sie eine Warnung mit auf den Weg. Niemanden, aber wirklich Keinem zu trauen, sich immer eine Fluchtmöglichkeit suchen und offenhalten. Gleich in der ersten Nacht wollen zwei Mitschüler sie leichtbekleidet vor die Tür werfen – bei minus 20 Grad! Sie sollte die Warnung und den damit verbundenen Rat also besser beherzigen. Weiterlesen

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Laura Labas: Lady of the Wicked 01: Das Herz der Hexe

Darcia Bonnet wurde aus ihrer Heimat Babylon verbannt, da sie sich gegen die Königsfamilie auflehnte und damit Hochverrat beging. Das alles tat sie für ihre Schwester, die nun tot ist. Ein Umstand, den Darcia nicht akzeptieren will. In einem brutalen wie unheimlichen Ritual arbeitet sie daran, die Herrin der Wicked zu werden, der bösesten Hexenseelen, die jemals existierten und mit deren Hilfe sie ihre Schwester von den Toten zurückholen und sich an denen rächen möchte, die sie auf dem Gewissen haben.

Auch Valens Mariquise kann nicht länger in seiner Heimatstadt Babylon leben. Anders als Darica wurde er jedoch nicht verbannt, sondern flüchtete, um dem sicheren Tod zu entgehen. Denn auf ihm lastet ein grausamer Fluch.

Ausgerechnet Darcia ist die einzige, die in der Lage sein könnte, diesen Fluch aufzuheben. Das Schicksal sorgt also dafür, dass sie sich über den Weg laufen – und von Anfang an nicht ausstehen können. Darcia hält Val für arrogant und hat eigentlich kein Interesse daran, einen komplexen Fluch zu lösen, solange sie das Ritual der Wicked vollzieht. Was keiner von beiden ahnt, ist, dass ihre Schicksale schon seit viel längerer Zeit verknüpft sind und sie beide für dieselbe Sache kämpfen. Weiterlesen

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Bruno Hof: Serera: Erstes Buch: Die zwei Welten

„In der Literatur ist alles schon einmal dagewesen.“ Sagt man. Schon aus dem Klappentext geht hervor, dass der Seelenlose Ängste und Bosheit der Menschen verkörpert und sich aus ihnen nährt. Dies ist ein eher in Horrorromanen gängiges Motiv. Für mich, der ich selbst schreibe, standen daher die Fragen im Vordergrund: Wie überträgt Bruno Hof in seinem Debütroman dieses Bild ins Genre Fantasy? Und wie drückt er es schriftstellerisch aus? Beide Fragen durfte ich nach der Lektüre mit einem einzigen Wort beantworten: überzeugend.

Fantasywelten zeigt uns der Altmeister Tolkien als das fruchtbare, liebliche Auenland oder als das öde, lebensfeindliche Mordor. Hof führt uns in beide Welten: Aus seiner Jahrtausende währenden Verbannung sucht der Seelenlose von Serera aus das Tor zu den Menschen zu öffnen, um mit seinen Horden Grauen erregender Bestien alles Leben zu vernichten. Ausgerechnet dem sechzehnjährigen Robin übergibt die sterbende Torwächterin den Schlüssel. Auf der Flucht vor dem hyänenhaften Späher des Seelenlosen flieht er mit seiner jüngeren Schwester Elina aus dem idyllischen Städtchen Torheim unbeabsichtigt nach Serera, wo sie in einer Welt voller grauenhafter Geschöpfe nur Folter und Tod vor Augen haben. Nach ihrer unverhofften Befreiung stellen sie sich mit ihren neuen Verbündeten einem mehr und mehr aussichtslos scheinenden Kampf gegen den Einen, den Seelenlosen, der ihnen mit allen Mitteln den Schlüssel abzujagen trachtet. Weiterlesen

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E.S. Schmidt: Welt der Schwerter II

Band II der „Welt der Schwerter“ fügt sich übergangslos an Band I an, beide Bücher sollten also nacheinander (und nicht unabhängig voneinander) gelesen werden. Esther S. Schmidt hat vor ein paar Tagen die potentiellen Leserinnen und Leser gewarnt, dass ich bei meiner Besprechung von Band I ein wenig gespoilert hätte. Daher halte ich mich in dieser Hinsicht hier zurück.

Natürlich: Die begonnenen Schlachten werden fortgeführt, beeindruckend erzählt wird die Taktik, die Siluren anwendet. Die Autorin hat hier von Sun Tsu und seinem Buch „Die Kunst des Krieges“ gelernt und sich mit historischen Schlachten und Schilderungen des Soldatenlebens befasst. Normalerweise überlese ich diesen Aspekt in Romanen gern, hier kann ich sagen: Diese Szenen sind absolut fesselnd geschrieben.

Für diese Fortsetzung der Geschichte der Brüder Siluren und Coridan habe ich mir gewünscht, dass zwei Fantasy-Elemente mehr zur Geltung kommen: Zum einen die Welt der Träume, in denen sich Menschen begegnen und einander Schaden zufügen können. Hier wäre es sicher spannend gewesen, die Figuren mehr in diese Traum-Welt zu verstricken. Zum anderen gibt es die mythische Welt der Erdmutter, die der erwählten Akh`Eldash (Lynn) ihre Macht verleiht. Weiterlesen

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Anthony Ryan: Das Schwarze Lied: Rabenklinge 02

Und es gibt ihn doch – den Wolf! Und zwar jetzt, in „Das schwarze Lied“, dem zweiten Buch der Rabenklingen-Serie von Anthony Ryan. In meiner Besprechung des ersten Buchs der Reihe „Das Lied des Wolfs“ hatte ich Ryans Fantasygeschichte bereits begeistert gelobt aber am Titel des Buchs konnte ich leider kein gutes Haar lassen. Schließlich gab es weit und breit keinen Wolf zu erlesen. Aber das löst sich in „Das schwarze Lied“ auf.

Vaelin al Sorna, Turmherr der Nordlande, befindet sich in den Königreichen des Fernen Westens und kämpft gegen die Stahlhast unter ihrem barbarischen Anführer Kehlbrand Reyerik. Dieser hat sich selbst zum Gott erklärt und zieht mithilfe seiner Gabe immer mehr Einwohner in seinen Bann. Mit diesen „Erlösten“ und seiner Horde erobert er ein Königreicht nach dem anderen.

Band 1 „Das Lied des Wolfs“, endete mit dem Tod Ahm Lins, eines Freundes von Vaelin, der ihm im Sterben sein „Lied“ übertrug. Das Lied ist eine magische Gabe, die sich bei jedem der Begabten anders zeigt. Auch Vaelin hatte einst ein Lied, hat es aber verloren. Nun erhält er also wieder diese Begabung, aber ganz anders als gedacht. Vaelins neues Lied ist schwarz und böse und überwältigt ihn oft genug vollständig. Mit Hilfe des ehemaligen Schmugglers Cho Ka begibt sich Vaelin auf die Suche nach Hilfe, damit er schließlich seine Freunde wiederfinden und sich gemeinsam mit ihnen Kehlbrand im Kampf stellen kann. Weiterlesen

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Alexander Paul: Die Todsängerin

Aurora Pine musste schon früh lernen was Schmerz bedeutet. Aus ihrem Dorf vertrieben, lebte sie mit ihrer Mutter im Wald, welche ermordet wurde, noch bevor sie ihrer Tochter die vererbte Liedmagie beibringen konnte. Das junge Mädchen musste tagein, tagaus um ihr Überleben kämpfen, bis sie ihren Platz bei den sanften Schwestern fand, einem Orden, der es sich zur Aufgabe machte, den Kranken zu helfen. Doch auch hier schien sie in keines der vier Häuser zu passen. Schon wieder sah Aurora sich kurz davor, ihr neu gewonnenes zu Hause zu verlieren. Doch dann offenbarte sich ihr das fünfte Haus, das Haus Mortem, und die Dinge nahmen ihren Lauf…

Die Todsängerin von Alexander Paul erzählt die herzzerreißende Geschichte der jungen Aurora und hat mir gut gefallen. Anfangs sind die häufigen Perspektivwechsel zwischen Aurora, Prinz Alden und dem Sölder Bemet ein wenig überfordernd, doch je mehr die Handlungen dieser nur allzu unterschiedlichen Menschen zusammenlaufen, desto verständlicher wird alles.

Mir persönlich hat besonders das Söldnervolk gefallen, da es durch die Totems seinen ganz eigenen Charme bekam und somit nicht dem üblichen Klischee folgt. Die sanften Schwestern standen dem jedoch in nichts nach und haben mich ebenso beeindruckt. Weiterlesen

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Theodora Goss: Die außergewöhnlichen Abenteuer des Athena-Clubs 01: Der seltsame Fall der Alchemistentochter

Willkommen im Elisabethanischen London. Hier, inmitten des Empires, lebt es sich, für Damen vom Rang, normalerweise recht gut. Man residiert in einem der angesehenen Viertel der Stadt, die täglichen Aufgaben werden von Bediensteten übernommen, die Dame von Welt ergeht sich in Tee-Kränzchen, Bällen und vielleicht flaniert man einmal auch durch einen der für die Oberschicht reservierten Parks. Doch wehe, wenn das Geld ausgeht, man die soziale Leiter herunterpurzelt.

Dies ist die Geschichte von Mary Jekyll, der eben dies widerfährt. Nach dem Tod ihres Vaters, eines Gelehrten, leben sie und ihre Mutter von der Alimente ihres Großvaters – das Vermögen des Verblichenen ist verschwunden. Als ihre Mutter dahinsiecht und schließlich stirbt, versiegt auch diese, magere Einnahmequelle. Mary entlässt die Angestellten, findet ein geheimes Sparbuch von dem eine ihr Unbekannte in einem Kloster unterhalten wird. Bei ihren Nachforschungen, wer dies ist, begegnet sie Sherlock Holmes und Dr. Watson, die gerade die Morde an leichten Mädchen untersuchen. Schnell wird deutlich, dass beide Ermittlungen zusammenhängen, kommen die Opfer doch allesamt aus dem Kloster, in dem auch Mr Hydes ungestüme Tochter, Diana vom Geld Jekylls zehrt. Dass diese Mary als ihre Schwester bezeichnet ist abwegig – oder? Weiterlesen

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