Julia Stagg: Bonjour Véronique

julDie Leserinnen von Julia Stagg fühlen sich schon ganz Zuhause in dem kleinen Bergdorf La Rivière in den französischen Pyrenäen. Im neuen Roman sagt der ehemalige Bürgermeister „Bonjour Véronique“, als er seine erwachsene Tochter sieht. Und die wusste bis dahin nicht, wer ihr Vater ist.
Wildernde Bären, ein abgebranntes Postamt, das Véronique geführt hat, Familiengeheimnisse und natürlich die Liebe sind die Themen in dem dritten Buch aus dem Bergdorf.
Die Dorfgemeinschaft hält zusammen, und Julia Stagg verwickelt die sehr unterschiedlichen Handlungsfäden geschickt so, dass sie nachvollziehbar bleiben. – Sehr schön erzählt, ein sommerleichtes Ferienbuch für Frankreich-Freunde.

Julia Stagg: Bonjour Véronique.
Atlantik, Juli 2014.
464 Seiten, Gebundene Ausgabe, 20,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Jean-Christophe Rufin: Das rote Halsband

band170 luftig bedruckte Seiten genügen dem französischen Autor Jean-Christophe Rufin, um einen beeindruckenden Roman gegen den Krieg vorzulegen.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wird ein Offizier zu einem Gefangenen geschickt, der den Tapferkeitsorden, der ihm kurz vorher verliehen worden war, seinem Hund angesteckt hat. Das werten die Verleihenden natürlich als Vaterlandsbeleigung und nehmen den Mann fest. Weiterlesen

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Margit Kruse: Weihnachtsgeschichten aus dem Ruhrgebiet

weihWeihnachten früher, in den 1950er- bis 70er-Jahren, war im Ruhrgebiet ein Fest, bei dem Tiere oft dabei waren. Margit Kruse (Jahrgang 1957) erzählt in ihrem Buch 13 Weihnachtsgeschichten aus dem Ruhrgebiet – von Huhn Charlotta, das im Kopftopf landet, über Grubenpferd Anni und Taube Mövchen, die im Kinderzimmer-Bett Weihnachten verbringen darf. Sehr schöne Geschichten aus der Kindheit sind das, humorvolle Erzählungen zum Erinnern an eine Zeit, in der ein üppig gedeckter Tisch nicht selbstverständlich war.
Vom Geschenketausch zweier Mädchen, von einem Obdachlosen, den eine Seniorein mit ihrem Sohn verwechseltm und vom Besuch im Pflegeheim erzählt die Gelsenkirchenerin. – Schön, um Erinnerungen zu Verschenken.

Margit Kruse: Weihnachtsgeschichten aus dem Ruhrgebiet.
Wartberg Verlag, September 2014.
80 Seiten, Gebundene Ausgabe, 11,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Saskia Sarginson: Zertrennlich

zerMitten in den 60er-Jahren starten die Zwillingsschwestern Isolte und Viola gemeinsam ins Leben. Die Abwesenheit eines Vaters nehmen sie kaum wahr, sind doch in der Kommune, in der sie mit ihrer Mutter leben, immer genügend Menschen um sie herum. Im Alter von zwölf Jahren tauschen sie das Kommunenleben gegen die Zurückgezogenheit der englischen Wildnis und leben mit ihrer Mutter im Wald. In der Nähe lernen sie die gleichaltrigen Zwillingsjungs John und Michael kennen. Die Freundschaft zwischen den Kindern ist ungebrochen und sie erleben zusammen zahlreiche Abenteuer. Doch dann passiert ein Unglück, das ihrer aller Leben für immer verändern wird. Weiterlesen

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Delphine Coulin: Samba für Frankreich

deplMit einem sehr aktuellen Thema befasst sich die französische Autorin Delphine Coulin in ihrem Buch „Samba für Frankreich“: dem Schicksal von Flüchtlingen, die versuchen, sich in Europa durchzuschlagen, dann aber enttäuscht feststellen müssen, dass sie dort nicht mit offenen Armen empfangen werden.

Samba Cissé ist nach mehreren gescheiterten Versuchen und Gefängnisaufenthalten unter schwierigsten Umständen aus dem afrikanischen Mali nach Frankreich gelangt. In Paris findet er bei seinem Onkel Unterschlupf, der in einem Kellerloch haust, aber immerhin einen Job in einem Restaurant hat. Von dort kann er gelegentlich Lebensmittel mitbringen, die ansonsten weggeworfen würden, sodass die beiden vergleichsweise komfortabel leben. Weiterlesen

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Anna Gavalda: Nur wer fällt, lernt fliegen

annaDie besten Freunde Billie und Franck sind beim Bergsteigen in Frankreich in eine Bergspalte gerutscht und warten dort nun auf Rettung. Er ist verletzt und kaum bei Bewusstsein, ihr geht es deutlich besser. Und um sich die Zeit zu vertreiben erzählt sie den anwesenden Sternen am Himmel die Geschichte ihrer Freundschaft und Jugend. Denn weder Billie, die mit einer großen Familie mit zweifelhaften Ruf aufgewachsen ist, noch der schwule Franck hatten es jemals leicht. Doch das Schicksal führte die beiden bei einem Schulprojekt zusammen und ließ daraus eine großartige Freundschaft erwachsen, die für beide bis heute eine Stütze war. Weiterlesen

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Stephan Bartels: Dicke Freunde

dickMeist sind es ja die Frauen, die zusammen mit einer Freundin abnehmen möchten, um den Männern zu gefallen. In Stephan Bartels Roman „Dicke Freunde“ starten zwei Männer den Selbstversuch „Liebe leicht gemacht.“
Simon erwischt an seinem 30. Geburtstag seine Freundin Katja auf dem Herrenklo mit einem Fahrradkurier, der halb so viel wiegt wie er. Simon zieht aus, findet Unterschlupf bei Arbeitskollege Hotte, beide specken gemeinsam ab – unterstützt von Arbeitskollegin Anke. Nach acht Monaten hat Simon 27 Kilo abgenommen, Hotte zehn.
Mit Ananas-Diät, Fastenwandern und den Weight Watchers plagen sich die dicken Freunde herum, und natürlich lernen sie auch Frauen kennen. Witzig geschrieben und auch für Frauen nett zu lesen.

Stephan Bartels: Dicke Freunde.
Heyne, Mai 2014.
352 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Szilárd Rubin: Der Eisengel

eisenEine junge Frau hat in den Jahren 1953 und 54 im ungarischen Städtchen Törökszentmiklós fünf Kinder ermordert. Das Foto der Mörderin fasziniert den Schriftsteller Szilárd Rubin zehn Jahre später so sehr, dass er beschließt, dem ungewöhnlichen Fall nachzugehen.

Im Stile von Truman Capotes berühmtem Werk „Kaltblütig“ ist dabei ein Tatsachenroman herausgekommen, dem erst ein Erbe des Autors den letzten Schliff verpasst hat. Rubin selbst, geboren 1927, ist 2010 vor der Vollendung gestorben. Weiterlesen

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Daniel Glattauer: Geschenkt

glatt„… Im nächsten Moment schämte ich mich … was glaubst du eigentlich, wer du bist? Dreiundvierzig Jahre lang warst du unauffällig, hast dich zurückgehalten, hast dich nie vorgedrängt, hast immer alle anderen gewinnen lassen, nicht aus edlen Motiven, nein, zumeist aus reiner Bequemlichkeit und weil du dich eben gut kennst: Du bist nicht der Typ, der für die großen Dinge vorgesehen ist. …“ (S.117/118)
Gerold ist inzwischen ein heruntergekommener Journalist und alkoholkrank wie einst sein Vater. Für ein Tageblatt schreibt er kleine Meldungen. Eines Tages erfährt er von seiner verflossenen Geliebten, er habe einen vierzehnjährigen Sohn. Weiterlesen

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Luisa Valentin: Ich liebe dich … und dich

dreiMelanie und Jonas sind schon seit längerem ein Paar, ein ganz glückliches Paar. Sie verstehen sich prächtig, im Bett klappt’s super … wenn da bloß nicht Jonas Wunsch nach Sex zu dritt wäre. Ein Besuch im Swingerclub geht gehörig in die Hose und auch sonst will Melanie nichts von Jonas Wunsch wissen. Das ändert sich, als sie Tom kennenlernt. Und da fragt sie sich: Kann man zwei Männer genauso stark lieben? Jonas erkennt seine Chance und lädt Tom zu einem Abendessen ein. Es kommt wie es kommen muss. Gefühlschaos für alle drei und schwere Entscheidungen. Wen liebt Melanie mehr? Jonas oder Tom? Und kann eine Dreier-Beziehung auch gut gehen? Weiterlesen

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