Teresa Driscoll: Für alle Tage, die noch kommen

tageEine Mutter stirbt an Brustkrebs und muss ihre achtjährige Tochter zurücklassen. Im Debütroman der Britin Teresa Driscoll schreibt die Mutter ihrem Kind ein Buch. – „Für alle Tage, die noch kommen“. Mit 25 Jahren händigt der Notar Melissa das Buch mit Rezepten der Familie und Erinnerungen aus. Es ist Gespräche von Frau zu Frau, die die Mutter Eleanor in dem Buch führt. Warmherzig und liebevoll erzählt Driscoll von einer Liebe zwischen Mutter und Tochter und Mann und Frau. Melissa nimmt das Buch mit in den Urlaub, nach Polis auf Zypern. Es verändert ihr Leben und ihre Beziehung zu Sam, dessen Heiratsantrag sie abgelehnt hat. Der Ton verdüstert sich – im Buch der Mutter und Roman; am Schluss siegen Hoffnung und Liebe. Lesenswert.

Teresa Driscoll: Für alle Tage, die noch kommen.
Knaur, September 2015.
368 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Jodi Picoult: Bis ans Ende der Geschichte

engeDie 25-jährige Sage Singer lebt seit Jahren im Verborgenen, seitdem ihr Gesicht nach einem Autounfall dauerhaft gezeichnet ist. Ihre Narben versteckt sie bei ihrer Arbeit als Bäckerin zur Schlafenszeit anderer und auch sonst geht sie nicht viel in die Öffentlichkeit. Ihre Haare trägt sie wie eine Schutzwand und selbst ihre Liebe lebt sie nicht öffentlich, denn ihr Partner ist bereits verheiratet. Seit dem Tod ihrer Mutter besucht sie eine Trauergruppe, die seit kurzem auch von dem über 90 Jahre alten Josef Weber, der bisher in der Gruppe nicht viel gesagt hat. Doch Sage und Josef spüren schnell, dass sie einander mögen und verbringen auch außerhalb der Gruppe Zeit, Dann offenbart Josef Sage ein lange gehütetes Geheimnis und stellt sie vor einen Gewissenskonflikt. Weiterlesen

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David Safier: Mieses Karma hoch 2

daviDaisy lebt in einer WG und träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Träumt, ist eigentlich hier nicht der richtige Ausdruck. Bildet sich ein sie hätte schon eine Karriere als Schauspielerin und reitet damit auf Nerven und Geldbeuteln ihrer Mitbewohner rum, trifft es schon eher. Endlich scheint sich eine reelle Chance anzubahnen, denn sie hat ein Vorsprechen bei dem neuen James-Bond-Film. Zwar nur eine kleine Rolle, aber immerhin eine internationale Produktion mit Erfolgsgarantie. Leider ist die Rolle so klein, dass der Hauptdarsteller Marc sie schon wieder aus dem Drehbuch gestrichen hat, ehe Kim zeigen kann, was sie draufhat. Weiterlesen

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Antoine Laurain: Der Hut des Präsidenten

hutMit seinem Debütroman „Liebe mit zwei Unbekannten“ hat sich Antoine Laurain im vergangenen Jahr in die Herzen von vielen Literaturfreunden geschrieben. Jetzt hat der Franzose ein neues Buch veröffentlicht, und „Der Hut des Präsidenten“ ist ein genauso wundervoller Roman.
Laurain ist Drehbuchautor und Antiquitätenhändler. Vielleicht sind seine Figuren deshalb so nostalgische, etwas altmodische Wesen, die wie aus der Zeit gefallen scheinen, weil er Franzose die alten Dinge so mag.
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Mascha Vassena: Das verschlossene Zimmer

vaseAls Elena von ihrer Verwandtschaft, über die ihre Mutter in über 30 Jahren niemals ein Wort erwähnt hat, einen Brief zu einer Familienentscheidung in Venedig erhält, ist ihr Interesse geweckt. Nachdem sie überdies in den Unterlagen ihrer zurzeit verreisten Mutter auch noch das Bild eines ihr unbekannten Säuglings findet, der nur einen Tag vor Elena geboren ist, hält sie nichts mehr! Sie ist davon überzeugt, eigentlich ein Zwilling zu sein und will die Wahrheit herausfinden. Deshalb bricht sie nach Venedig zu ihrer Familie auf und das obwohl sie große Angst vor Brücken und viel Wasser hat. In der Lagunenstadt angekommen, trifft sie auf ungeahnte Geheimnisse … Weiterlesen

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Fuminori Nakamura: Der Dieb

dioNach vielen Jahren kehrt Nishimura zurück nach Tokio. Er weiß, dass es gefährlich ist. Aber trotzdem muss er zurück, um Gewissheit zu haben, was mit seinem besten Freund passiert ist. Sie waren über viele Jahre perfekte Taschendiebe: ein geniales Team, das Bargeld stahl und den ahnungslosen Opfern die leeren Brieftaschen zurück in die Taschen schob. Noch immer nimmt er die Reichen aus und arbeitet für sich.
Als ihn ein alter Bekannter entdeckt, sieht es so aus, als habe ihn die Vergangenheit nie vom Haken gelassen. Weiterlesen

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Leisa Rayven: Bad Romeo & Broken Juliet 01: Wohin du auch gehst

gehCassandra Taylor hat endlich die Rolle ihres Lebens am Theater ergattert und doch wird die Freude von einem getrübt: Das Stichwort heißt Holt, Ethan Holt um genauer zu sein. Ausgerechnet er ist als ihr Gegenüber in der männlichen Hauptrolle gecastet und keiner der Umstehenden scheint zu wissen, dass Cassie und Ethan eine jahrelange Verbindung haben, die nicht immer nur positiver Art war. Er hat ihr vor drei Jahren endgültig das Herz gebrochen und sie auch zuvor mehrmals verletzt. Warum bloß fühlt sie sich also immer noch zu ihm hingezogen? Weiterlesen

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Jutta Profjit: Allein kann ja jeder

alleinBeworben wird das neue Buch der Kühlfach-Krimi-Autorin mit „Geschichte über eine ungewöhnliche WG“. Das ist es aber nicht. Die ungewöhnliche Wohngemeinschaft kommt nur am Rande vor. Witzig ist sie trotzdem. Die Hauptgeschichte ist aber ein klassischer Krimi mit Leiche, schleppend verlaufenden Ermittlungen und Täterfestnahme.

Rosa war schon immer anders. Flippig, unabhängig, Künstlerin. Als Kind hat Ellen das halb wahnsinnig gemacht. Sie wollte immer ein geregeltes, bürgerliches Leben, und als Erwachsene hat sie sich genau eine solche Familie geschaffen. Gerade als sich diese Fassade wegen des untreuen Ehemanns nicht mehr länger aufrecht halten lässt, gerät auch Rosas Leben durcheinander. Weiterlesen

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Tanja Kinkel: Schlaf der Vernunft

vernIn Tanja Kinkels neuestem Roman geht es um den deutschen Herbst. Kein wirklich historisches Thema diesmal also, dazu ist zu wenig Zeit vergangen, aber ein Thema aus der Zeitgeschichte. Es geht aber auch um die Gegenwart, um die Folgen von Taten und um die Veränderung von Ansichten.

Martina Müller – ein fiktiver Charakter – war aktives Mitglied der RAF. Sie wurde verurteilt, am Mord eines Politikers – ebenfalls fiktiv, aber schon sehr nah an der Geschichte – beteiligt gewesen zu sein. Sie hat geschwiegen. Sie haben alle geschwiegen. Weiterlesen

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Fritzi Sommer: Zum wilden Eck: Ein Mops-Krimi

Zum wilden Eck von Fritzi Sommer„Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“, hat schon Loriot gesagt. Und die Morde auf dem Campingplatz „Zum wilden Eck“ in Fritzi Sommers gleichnamigem Mops-Krimi wären wohl nicht so schnell aufgeklärt worden ohne die Spürnasen auf vier Pfoten.
Eine Soko Mops schickt die Autorin, die mit richtigem Namen Tina Wolf heißt, auf Ermittlungstour. Erzählt wird der unterhaltsame Krimi von Mops Henri, der mit seinen vierbeinigen Kumpels Viktor und Wilma aufklärt, was Conny, dem guten Geist des Campingplatzes, zugestoßen ist. Mops-Frauchen Josephine hat den Campingplatz von ihrem Onkel geerbt, und nicht nur die Hunde fühlen sich dort pudelwohl. Nicht nur Mops-Freunde werden das mit leichter Hand geschriebene Buch lieben.

Fritzi Sommer: Zum wilden Eck: Ein Mops-Krimi.
Heyne, Mai 2015.
368 Seiten, Taschenbuch, 8,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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