Tom ist erfolgreicher Schriftsteller. Sein Sachbuch „Einfach leben“ ist zum internationalen Bestseller avanciert. In diesem Ratgeber finden sich mehr oder weniger banale Weisheiten, die sich auf alle und alles übertragen lassen à la „Versuche, Probleme nicht immer zu lösen, indem du an sie denkst; oft lösen sie sich von allein“ oder „Versuche nicht, jemanden zu ändern, auch dich selbst nicht“…
So schlicht wie die Ratschläge in seinem Buch sind, ist auch Toms eigene Lebenseinstellung. – Nur ist er sich dessen keineswegs bewusst. Er, dem Glück und Reichtum durch den Bucherfolg so einfach in den Schoß gelegt wurden, ist unfähig, eigene Probleme in der Familie richtig zu deuten und entsprechend zu agieren.
Als die ungeliebte Schwiegertochter mit einem von Schlägen gekennzeichneten Gesicht vor der Tür steht, versucht Tom das Problem allein und auf seine Weise zu lösen. Bis zum bitteren Ende merkt er dabei nicht, auf welche Abwege er sich dabei begibt. Letztlich ist er dann derjenige, der eigentlich Hilfe benötigt um endlich zu einer klaren Sicht zu kommen, doch wie immer steht der Rat gebende Autor auch dann noch über der Sache… Weiterlesen

Annette Pehnt reist nach Amrum, zum ersten Mal mit der Hündin. Die Hündin lebte als Streunerin auf einer südlichen Insel, wurde angefahren und kam über den Tierschutz zur Erzählerin. Seit einem Jahr gewöhnen sich die beiden aneinander. Und nun also Amrum. Eine lange Fahrt mit dem Zug, die Hündin ist unruhig und den Mitreisenden im Weg; sie weiß nicht, was vor sich geht, wo sie schlafen werden. Sie hat gelernt, sich zu fürchten, und muss an der kurzen Leine bleiben.





