Es beginnt mit dem Gedanken an Flucht und den Fragen, die sich der (zunächst) namenlose Erzähler immer wieder stellt: Wo bin ich? Wie kam ich hierher? Warum bin ich hier? Und vor allem: Wer bin ich? (Seite 9).
Er ist gefangen in einem unübersichtlichen, labyrinthartigen Schloss, das auf einer Insel in einem See liegt und von einem Ungeheuer bedroht wird, das nur durch Licht in Schach gehalten werden kann. Um seine Zeit sinnvoll zu nutzen, arbeitet er – vor allem unterstützt von seinen Assistenten Aron und Nora – in der Lichtwerkstatt an der Entwicklung einer riesigen Glühbirne, die die Umgebung auch bei Nacht permanent erhellen soll.
Im Schloss herrscht eine strenge Hierarchie. Der König und die Ritter haben das Sagen, die Wachen und die Hofdamen führen ihre Befehle aus und geben sie an die gefangenen Arbeiter weiter. Das Ganze wirkt (obwohl es schon Elektrizität gibt) wie eine Welt aus einer fernen Zeit. Auch im angrenzenden Wald treiben sich von Einhörnern über sprechende Schneemänner bis zur bösen Hexe allerhand märchenhafte Gestalten herum. Und immer scheint es Winter zu sein.
Als dem Protagonisten ein Zauberstab in die Hände fällt und er von Aron einen Schlüssel erhält, der ihm unbekannte Gänge durch das Schloss öffnet, nimmt der Fluchtplan Gestalt an. Doch das Ziel bleibt unklar. Er schafft es zwar, dem Märchenschloss zu entkommen, landet jedoch in einer neuen Welt, die ihm noch unwirklicher erscheint. Was ist virtuell, was real? Und wie gelingt es ihm, sich zu erinnern? Die Reise geht weiter. Weiterlesen








Der Erzähler hat in seiner Jugend viele Geschichten über seine Familie gehört, manche immer wieder, als gelte es, etwas in der Erinnerung zu verankern, andere überraschen oder irritieren aufgrund des innewohnenden Widerspruchs. Doch ein bestimmter roter Faden zieht sich durch seine Familienbiographie, das Schweigen über Salomon, dem verstorbenen Bruder seines Vaters. Nach seinem Tod wurde niemand mehr in der Familie auf diesen Namen getauft, als wolle man die Tradition dieser Namensvergabe ebenfalls beerdigen.