Eine ungewöhnliche Frau ist die Protagonistin dieses Romans. Lisa weiß schon als Kind, wie sie sich ihre Freiräume verschafft. Sie hat ihren eigenen Kopf und geht ihre eigenen Wege, schwimmt gegen den Strom und lässt sich nicht beirren. Wenn sie unschlüssig ist, hält sie inne, probiert Dinge aus und ändert ihre Richtung, ohne über verpasste Chancen oder vertane Zeit zu klagen.
Der Autor erzählt uns die Geschichte di
eser Frau in Rückblenden. In der aktuellen Zeitebene sitzt sie am Tisch auf ihrem Balkon und versucht, einen Brief zu schreiben, an ihre Eltern. Doch immer wieder bricht sie ab, beginnt neu.
Dabei ist der Stil, in welchem wir von Lisas Leben erfahren, von ihren Erfolgen und ihren Irrtümern, von ihren glücklichen Momenten und den Zeiten, in denen sie unglücklich war, sehr eigentümlich. Rainer Moritz greift einzelne Szenen auf, schildert sie detailliert, überspringt andere Lebensphasen Lisas mit großen Sprüngen. Der Kunstgriff, den er verwendet, liegt in der immer wiederkehrenden Bezugnahme auf Lisas Alter: „Als Fünfjährige, als Achtjährige, als Zwölfjährige, als Fünfzehnjährige.“ (S. 17). So geht es durch das Buch, durch ihr Leben. Weiterlesen








Das Berliner Wahrzeichen hat sein Fell durch Beton- und Konstruktionsschlachten verloren. In den letzten zwei Dekaden gab es unzählige Berichte über den Flughafen Berlin-Brandenburg. Sie prangerten Inkompetenz, Schludrian und Vetternwirtschaft an. Im Zentrum des Interesses blieb der „ProblemBER“, der lange Zeit alles war, nur kein Flughafen.